Die neuesten Daten der Steam-Hardware-Umfrage zeigen einen klaren Trend: Windows 11 hat sich als führendes Betriebssystem für Gamer etabliert und erreicht im Juni 2026 einen Rekordwert von 70,44 Prozent.
Der Aufwärtstrend setzt sich damit ungebrochen fort. Im Vergleich zum Vormonat legte Microsofts aktuelles Betriebssystem um 0,68 Prozentpunkte zu. Der Vorgänger Windows 10 muss dagegen weiter Federn lassen und fiel auf 23,56 Prozent zurück. Insgesamt laufen 94,10 Prozent aller Steam-Systeme unter Windows.
Linux und macOS bleiben Nischen
Während Microsoft die Gaming-Welt dominiert, tut sich bei den Alternativen wenig. Linux verzeichnete einen leichten Rückgang auf 3,69 Prozent, macOS konnte minimal auf 2,21 Prozent zulegen. Interessant: Im gesamten Desktop-Markt sieht die Lage anders aus. Laut Statcounter fiel Windows 11 dort im selben Monat auf 69,92 Prozent, während Windows 10 leicht auf 28,1 Prozent zulegte. Gamer scheinen also schneller zu wechseln als der Durchschnittsnutzer.
Neue Ära: Laptop-Grafikkarte überholt Desktop-Modelle
Erstmals in der Geschichte der Steam-Umfrage führt eine mobile Grafikeinheit die Rangliste an. Die NVIDIA GeForce RTX 4060 Laptop GPU ist mit 3,81 Prozent die meistgenutzte Grafikkarte unter den Teilnehmern. Dahinter folgt die Desktop-RTX-3060 mit 3,73 Prozent, die neuere RTX 5060 landet bei 2,66 Prozent.
Auch bei den Prozessoren zeichnet sich ein Wandel ab. AMD konnte seinen Anteil auf 45,99 Prozent ausbauen, Intel hält bei 54,01 Prozent. Die Speicherausstattung der Gaming-PCs wächst ebenfalls: Fast jeder zweite Nutzer (49,3 Prozent) verfügt mittlerweile über mehr als ein Terabyte Speicherplatz.
Dramatischer Preisanstieg bei Arbeitsspeicher
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Doch die Hardware-Freude trübt ein massives Preisproblem. 32 Gigabyte DDR5-6000-RAM kosten inzwischen rund 432 Euro – ein Anstieg von 400 Prozent im Jahresvergleich. Branchenprognosen zufolge könnten die Preise für DRAM und SSDs bis Ende 2026 um weitere 130 Prozent steigen. Für PC-Bauer und Aufrüster wird die Lage damit zunehmend ungemütlich.
Valve treibt SteamOS voran – aber Windows bleibt Maßstab
Valve arbeitet weiter daran, SteamOS als echte Windows-Alternative zu etablieren. Das Unternehmen betont jedoch, dass das System in erster Linie eine Gaming-Plattform bleibt und kein vollwertiger Desktop-Ersatz ist. Die aktuelle Version SteamOS 3.8 (Early Access) bringt einen universellen Kernel mit, der Hardware von AMD, Intel und NVIDIA unterstützt.
Ein neues grafisches Installationsprogramm mit dem Codenamen „Neptune“ erleichtert zudem Dual-Boot-Konfigurationen für Nutzer, die neben SteamOS auch Windows behalten möchten. Offizielle Unterstützung für NVIDIA-Grafikkarten ist in Entwicklung, ein vollständiger Rollout wird aber nicht vor 2027 erwartet.
Proton verbessert Linux-Kompatibilität
Wer neben SteamOS eine leistungsstarke und kostenlose Alternative zu Windows für den Desktop-Einsatz sucht, sollte einen Blick auf Ubuntu werfen. Das kostenlose Startpaket zeigt Ihnen, wie Sie das System risikofrei parallel installieren und Ihren PC schneller und sicherer machen. Gratis Linux-Startpaket mit Ubuntu-Vollversion anfordern
Valves Kompatibilitätsschicht Proton wird kontinuierlich weiterentwickelt. Nach einem Update für Diablo IV Ende Juni, das Startprobleme auf Linux und dem Steam Deck verursachte, veröffentlichte Valve einen Hotfix, der die Funktion wiederherstellte – noch bevor der Spieleentwickler selbst einen Patch lieferte.
Über 85 Prozent der 1.000 beliebtesten Steam-Spiele sind mittlerweile mit Gold-Status oder besser bewertet, darunter auch Titel mit komplexen Anti-Cheat-Systemen wie Call of Duty und Fortnite.
Das SteamOS-Ökosystem wächst auch bei Drittanbietern. MetaPCs präsentierte kürzlich den „Steamroller“, einen vorgefertigten Gaming-PC mit SteamOS. Das System kommt mit einem AMD Ryzen 5 9600X und einer Radeon RX 7600 zum Preis von rund 1.200 Euro.
Microsoft baut Stellen ab – setzt auf KI
Während Windows 11 bei Gamern weiter auf dem Vormarsch ist, durchläuft Microsoft einen internen Umbau. Rund 5.500 Stellen sollen gestrichen werden – weniger als 2,5 Prozent der Belegschaft. Betroffen sind vor allem Vertrieb, Beratung und die Xbox-Abteilung.
Gleichzeitig investiert der Konzern massiv in Künstliche Intelligenz. Mit der neuen Einheit „Frontier Company“ fließen 2,5 Milliarden Euro in die KI-Entwicklung. Zu den jüngsten Neuerungen gehören der Browser Edge 150 mit integriertem Google-Login und der KI-Assistent „Teams Facilitator“. Im Frühjahr veröffentlichte Microsoft zudem öffentliche Vorschauversionen für Windows Subsystem for Linux (WSL) Container.

