SteamOS 3.8: Valve bringt Raytracing und Steam Machine

Valve veröffentlicht SteamOS 3.8 mit Raytracing-Support und neuer Steam Machine. Auch DXVK 3.0.1 und Linux 7.2-rc2 sind erschienen.

Der Spielekonzern Valve hat sein Betriebssystem SteamOS 3.8 veröffentlicht – ein Meilenstein für Linux-Zocker.

Die Aktualisierung vom heutigen Montag bringt offizielle Unterstützung für die Steam Machine sowie erweiterte Grafikfunktionen. Im Zentrum steht der integrierte Mesa-Grafiktreiber, der nun Raytracing und verbessertes Videomanagement ermöglicht. Dazu kommen optimierte 4K-Auflösungen sowie neue Energiesparmodi für Handheld-Geräte wie den Steam Deck.

Preis und Ausstattung der Steam Machine

In einem Interview am heutigen Montag gaben die Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais und Yazan Aldehayyat bekannt, dass die 512-GB-Version der Steam Machine 1.049 Euro kosten wird. Der Preis spiegelt die vor zwei Jahren festgelegten Komponentenkosten sowie die aktuellen Marktbedingungen wider. Die Hardware besticht durch ein kompaktes, leises Design mit dedizierter Bluetooth-Antenne und HDMI-CEC-Unterstützung.

Valve empfiehlt Nutzern derzeit, ihre Spielbibliotheken über microSD-Karten zwischen den Geräten zu teilen. Steam Deck, Steam Frame und Steam Machine unterstützen alle Karten bis zu 2 TB – volle Kompatibilität inklusive.

Verbesserte Übersetzungsschichten für Windows-Spiele

Die Infrastruktur zum Spielen von Windows-Titeln auf Linux hat gleich mehrere Updates erhalten. DXVK 3.0.1 erschien bereits am 5. Juli und behebt Rendering-Probleme bei Klassikern wie Grand Theft Auto IV, Fallout 3 und Black Mesa. Die Aktualisierung deaktiviert sekundäre Befehlspuffer auf Desktop-GPUs und bietet Workarounds für spezifische NVIDIA- und Intel-Treiberprobleme.

Parallel dazu wurde D7VK 1.12 veröffentlicht, das auf dem neuen DXVK 3.0.1-Code basiert. Die Leistungssteigerung für Direct3D 7 beträgt satte 53 Prozent im Vergleich zur Version 1.0. Zudem ist AMD FSR 4 in Valves Proton-Experimental-Layer für RDNA3-GPUs integriert worden – ältere Spiele profitieren damit von modernster Hochskalierungstechnologie.

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Linux-Kernel: 43 Millionen Zeilen Code

Der Linux-Kernel wächst weiter rasant. Linux 7.2-rc2 wurde heute veröffentlicht und überschreitet nun die Marke von 43 Millionen Codezeilen. Zu den Neuerungen gehören cache-bewusste Planung sowie Unterstützung für USB4STREAM und AMD ISP4.

Für die kommende Version 7.3 sind Patches von Intel-Ingenieuren angekündigt, die den sogenannten „Flatten the Pick“-Scheduler einführen. Diese Änderung soll die Bildraten auf älterer Hardware verbessern. Aktuelle Kernel-Updates haben zudem einen USB-Bandbreiten-Engpass behoben, der zuvor dafür sorgte, dass 4K-60-FPS-Capture-Karten von Herstellern wie Elgato und ASUS auf niedrigere Geschwindigkeiten zurückfielen.

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Professionelle Hardware für Linux-Gamer

System76 hat am 4. Juli sein Adder Pro-Laptop angekündigt, das ab Mitte Juli ausgeliefert wird. Das nur 1,53 Kilogramm schwere Gerät bietet einen Intel Core Ultra 7 356H-Prozessor und eine NVIDIA RTX 5070 GPU. Es setzt auf quelloffene Firmware und kann wahlweise mit Pop!_OS oder Ubuntu betrieben werden – eine klare Zielgruppe: professionelle Linux-Entwickler und Gamer.