SteamOS: Valve integriert NVIDIA-Treiber, vollständiger Support offen

Valve bringt NVIDIA-Treiber in den SteamOS-Entwicklungszweig, doch Leistung, Kompatibilität und Anti-Cheat-Unterstützung bleiben noch eingeschränkt.

Valve hat Treibercode für NVIDIA-Grafikkarten in den Hauptentwicklungszweig von SteamOS aufgenommen, wie neoteo.com berichtete. Ein vollständiger NVIDIA-Support ist damit jedoch noch nicht erreicht – das Unternehmen arbeitet weiter an der Fertigstellung des Treiberstacks für sein Linux-basiertes Betriebssystem.

Erste Fortschritte, aber unvollständige Kompatibilität

Nach Angaben von neoteo.com können einige NVIDIA-GPU-Generationen bereits initialisieren und ein Bild ausgeben. Eine exakte Liste kompatibler Grafikkarten hat Valve bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Valve-Softwareentwickler Pierre-Loup Griffais erklärte laut dem Bericht, dass die Performance noch hinter dem aktuellen NVIDIA-Linux-Treiberstack zurückliege, ohne dies mit konkreten Zahlen zu beziffern. Ein vollständiger NVIDIA-Support wird für das laufende Jahr 2026 nicht erwartet; ein konkretes Release-Datum hat Valve nicht genannt.

Auch laut yunpan.plus ist der NVIDIA-Treiber im SteamOS-Hauptentwicklungsbaum bereits aktiviert. Griffais habe den Status dort als von Tag zu Tag besser werdend beschrieben. Bislang war AMD sowohl bei CPU als auch bei GPU die Hauptplattform für SteamOS.

Bereits im Juni 2026 hatte Griffais laut yunpan.plus eine enge Zusammenarbeit mit NVIDIA bestätigt und schon damals angedeutet, dass ein vollständiger Support für NVIDIA-Karten im Jahr 2026 wohl nicht fertiggestellt werde.

Dual-Boot und Leistungsrückstand

Ein Dual-Boot-Support, der den parallelen Betrieb von Windows und SteamOS ermöglichen soll, sei laut Griffais bei Valve in Planung. Der aktuelle SteamOS-Installationsassistent ist bislang jedoch ausschließlich für Neuinstallationen ausgelegt, wie yunpan.plus berichtete.

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Laut einem Bericht von pcwplus.hu könnte ein vollwertiger NVIDIA-Support das Niveau von AMD-Systemen erst in einigen Jahren erreichen. Die Spieleleistung liege demnach weiterhin unter der von AMD-basierten Systemen. SteamOS ist inzwischen nicht mehr nur auf das Steam Deck beschränkt, sondern auch auf Geräten von Drittherstellern sowie auf Desktop-PCs verfügbar.

Valve empfiehlt dabei laut pcwplus.hu weiterhin AMD-Grafikkonfigurationen. Dies steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zur Marktrealität: In der Steam-Hardwareumfrage vom August 2026 lag der NVIDIA-Anteil bei rund 73 Prozent.

Als offenes Problem beim NVIDIA-Support nennt pcwplus.hu zudem den Anti-Cheat-Support. So laufen unter anderem einige Episoden von Call of Duty unter Linux bislang nicht. Parallel zur Treiberarbeit entwickelt Valve laut demselben Bericht auch die Kompatibilitätsschicht FEX, die x86-Programme auf ARM-Geräten lauffähig machen soll.

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Während Valve an der offiziellen Integration arbeitet, haben unabhängige Entwickler bereits eigene Lösungen bereitgestellt. Der von 28allday entwickelte Installer steamos-nvidia-installer unterstützt laut neoteo.com ausgewählte Hardware ab der Turing-Generation, darunter die GTX 16-Serie sowie die RTX 20-Serie oder neuer; für den offenen Kernel-Treiberpfad wird ebenfalls Turing oder neuer vorausgesetzt.

Der Installer setzt ein UEFI-System mit deaktiviertem Secure Boot voraus, benötigt einen USB-Stick mit mindestens 16 GB sowie rund 20 GB freien Speicherplatz. Als Alternativen zu diesem inoffiziellen Weg nennt neoteo.com die Linux-Distributionen Bazzite und CachyOS, die ebenfalls NVIDIA-Unterstützung für SteamOS-nahe Systeme bieten.