SteelSeries Sensei Pro und Rival Pro: UWB-Mäuse erreichen 8.000 Hz

Die neuen Sensei- und Rival-Modelle kombinieren UWB-Funk mit Wechselakkus; der Verkaufsstart ist für den 13. Oktober 2026 vorgesehen.

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Anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums hat der Hardware-Hersteller SteelSeries Ende September 2026 eine neue Generation von Gaming-Mäusen angekündigt.

Die Modelle Sensei Pro und Rival Pro sowie deren jeweilige Mini-Varianten setzen erstmals auf die Ultra-Wideband-Technologie (UWB), um eine kabellose Pollingrate von bis zu 8.000 Hz zu realisieren. Damit möchte das Unternehmen neue Maßstäbe bei der Übertragungsgeschwindigkeit und Latenz von Peripheriegeräten setzen.

Ultra-Wideband als neue Übertragungsbasis

Die zentrale Neuerung der vorgestellten Modelle ist der Wechsel von herkömmlichem 2,4-GHz-Funk zu Ultra-Wideband. Laut Angaben von SteelSeries arbeitet diese Technik im Frequenzspektrum zwischen 6,4 GHz und 9,056 GHz.

Durch diesen Frequenzbereich stehe eine bis zu 20-mal höhere Bandbreite zur Verfügung als bei bisherigen Standardlösungen. Neben der regulären Abfragerate von 8.000 Hz ermöglicht die Technologie zudem ein kabelloses Overpolling auf bis zu 9.000 Hz.

Die neuen Geräte verzichten vollständig auf einen USB-Anschluss und lassen sich ausschließlich kabellos über den mitgelieferten UWB-Funkadapter betreiben. In ersten Testberichten wurde die Verbindung als stabil beschrieben, wobei Fachportale anmerkten, dass die Reichweite des UWB-Signals zwar kurz, für den Einsatz am Schreibtisch jedoch ausreichend sei.

Modellvarianten und technische Spezifikationen

Das Portfolio umfasst insgesamt vier Modelle in jeweils zwei Farben (Schwarz und Weiß). Die Sensei Pro ist symmetrisch gestaltet, während die Rival Pro eine ergonomische Form für Rechtshänder aufweist. Die Gehäuse sind auf ein geringes Gewicht optimiert: Die Standardmodelle wiegen in Schwarz 53 g und in Weiß 54 g. Die Mini-Versionen reduzieren dieses Gewicht um jeweils 4 g auf 49 g beziehungsweise 50 g.

Im Inneren verbaut der Hersteller den TrueMove-42K-Pro-Sensor. Dieser bietet eine Empfindlichkeit von bis zu 42.000 DPI bei einer Geschwindigkeit von 800 IPS und einer Beschleunigung von 70 G. Im sogenannten Max-Performance-Modus erreicht der Sensor eine Bildrate von 20.000 FPS. Die Haupttasten sind mit optischen Schaltern ausgestattet, die für 100 Mio. Klicks ausgelegt sind und eine Klicklatenz von 0,35 ms aufweisen sollen.

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Energiekonzept durch Wechselakkus

Um die hohe Leistungsaufnahme der 8.000-Hz-Übertragung zu bewältigen, nutzt SteelSeries das „Infinite Power System“. Die Mäuse verfügen über zwei Hot-Swap-Akkus mit einer Kapazität von jeweils 310 mAh. Ein einzelner Akku liefert bei einer Pollingrate von 8.000 Hz Energie für bis zu 16 Stunden, während im 1.000-Hz-Betrieb bis zu 60 Stunden erreicht werden.

Durch den Austausch der Akkus lässt sich die Gesamtlaufzeit laut Herstellerangaben auf bis zu 32 Stunden (8K) beziehungsweise 120 Stunden (1K) verdoppeln. Die Ladezeit für einen Akku beträgt etwa 3 Stunden.

Softwareseitig werden die Geräte über die SteelSeries GG-App gesteuert. Diese wurde um Funktionen wie „SuperSync“ ergänzt, womit sich die Pollingraten für Klicks und Sensordaten getrennt voneinander regeln lassen. Zudem stehen fünf Onboard-Profile für die insgesamt sechs programmierbaren Tasten zur Verfügung.

Marktstart und Preisgestaltung

Die neuen Modelle können bereits vorbestellt werden, der reguläre Verkauf im Handel soll am 13. Oktober 2026 beginnen. Preislich ordnet SteelSeries die Geräte im Premium-Segment ein: Jedes der vier Modelle wird für 199,99 Euro (beziehungsweise 179,99 US-Dollar oder 169,99 Pfund) angeboten. Ein separater Funkadapter ist für 24,99 Euro erhältlich.

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In ersten Fachrezensionen erhielten die Geräte positive Bewertungen für ihre Verarbeitung, das geringe Gewicht und die innovative Funkverbindung. Kritisiert wurden hingegen der hohe Anschaffungspreis sowie die Entscheidung, auf einen optionalen Kabelanschluss zu verzichten.

Während die kurzfristige Stabilität der UWB-Verbindung in Messungen bestätigt wurde, weisen Branchenbeobachter darauf hin, dass Langzeiterfahrungen mit der neuen Technologie noch ausstehen.