Die neue Steuererklärungs-Saison beginnt mit einer alarmierenden Flut an Phishing-Angriffen. Cyberkriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um täuschend echte Nachrichten von Finanzbehörden zu fälschen und sensible Daten zu stehlen.
KI-gesteuerte Betrugsmails im Anflug
Seit Beginn der Woche verzeichnen Sicherheitsexperten einen starken Anstieg professioneller Phishing-Kampagnen. Die Betrugs-Mails behaupten, die Steuerrückzahlung des Empfängers sei „gesperrt“ worden. Als Grund nennen sie angebliche „Unstimmigkeiten“ unter neuen Steuerregeln für 2026. Die Nachrichten wirken täuschend echt: Sie enthalten offizielle Logos, individuelle Fallnummern und präzisen Behörden-Jargon. Ihr Ziel ist es, Panik zu erzeugen und zum sofortigen Handeln zu drängen.
„Die Angriffe nutzen die typische Verunsicherung zu Saisonbeginn schamlos aus“, warnt Lynette Owens, Sicherheitsexpertin bei Trend Micro. Ein Klick auf den enthaltenen Link führt zu einer perfekt nachgebauten Behörden-Website. Dort werden Nutzer aufgefordert, ihre Identität mit Sozialversicherungsnummer, Bankdaten und Passwörtern zu „verifizieren“ – Informationen, die direkt in die Hände der Kriminellen gelangen.
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Identitätsdiebstahl betrifft fast jeden vierten Steuerzahler
Die Bedrohung ist real und weit verbreitet. Neue Daten des Sicherheitsunternehmens Gen zeigen: Fast jeder vierte Steuerzahler war bereits in irgendeiner Form von Identitätsdiebstahl betroffen. Für die laufende Saison warnen Experten vor einer gefährlichen Eskalation.
Der Grund: Betrüger-Netzwerke setzen nun massiv generative KI-Tools ein. Diese ermöglichen es, Phishing-E-mails nicht nur in großer Masse, sondern auch hochgradig personalisiert zu versenden. Die KI generiert Texte, die auf die vermutete Steuersituation des Opfers zugeschnitten sind. Selbst Deepfake-Sprachnachrichten sind möglich. Diese technologische Entwicklung macht traditionelle Spam-Filter nahezu wirkungslos. Die Last der Erkennung liegt nun vollständig beim Nutzer.
Behörden warnen: Echte Finanzämter schreiben Briefe
Die Betrüger profitieren von der komplexen regulatorischen Lage. In den USA etwa betonte der Internal Revenue Service (IRS) kürzlich, trotz Haushaltsunsicherheiten in anderen Bereichen normal zu arbeiten. Scammer haben diese Meldung sofort instrumentalisiert. Sie behaupten in Mails, Steuerzahler müssten aufgrund von Budget-Lücken ihre Bankverbindung „manuell bestätigen“.
Doch eine goldene Regel gilt international: Echte Finanzbehörden wie der IRS, das britische HMRC oder die kanadische CRA kontaktieren Steuerzahler niemals per E-Mail, SMS oder Social Media, um Rückzahlungen anzukündigen oder zu blockieren. Offizielle Benachrichtigungen über Unstimmigkeiten erfolgen stets per Post. Der IRS betont: Zwar gibt es Online-Tools zur Rückzahlungsverfolgung, doch der Zugang erfolgt nie über Links in E-Mails.
Die perfekte Sturmflut aus Technologie und Verunsicherung
Marktanalysten sehen im ersten Quartal 2026 eine „perfekte Sturmflut“ für digitalen Betrug. Die fortschreitende Digitalisierung der Steuerverwaltung schafft Effizienz – aber auch neue Angriffsflächen. Da sich Nutzer an digitale Benachrichtigungen gewöhnen, hinterfragen sie gut gemachte Fälschungen seltener.
Sicherheitsfirmen raten zu einem Zero-Trust-Ansatz. Das bedeutet: Bei steuerrelevanten Nachrichten niemals auf Links klicken. Stattdessen sollten Nutzer die Website ihrer Behörde direkt im Browser aufrufen. Bei dringenden Behauptungen gilt: Immer die offizielle Support-Hotline anrufen und nachfragen.
Experten rechnen damit, dass die Phishing-Welle Mitte Februar und nochmals im April ihren Höhepunkt erreichen wird. Dann dürften die Narrative wechseln – von „Rückzahlungs-Stopp“ hin zu „verpassten Abgabefristen“. Die Digitalisierung des Steuerwesens bringt Komfort, doch die ersten Februartage 2026 machen deutlich: Wachsamkeit bleibt der wichtigste Schutz für das eigene Vermögen.
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