Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin warnen vor einer neuen Betrugsmasche über WhatsApp. Unbekannte geben sich als Mitarbeiter des Finanzdienstleisters Stifel aus und locken Anleger mit einer gefälschten Handels-App in die Falle. Die Methode führt regelmäßig zum Totalverlust des investierten Geldes.
Vom Messenger in die Falle: So läuft der Betrug ab
Die Masche beginnt in geschlossenen WhatsApp-Gruppen mit Namen wie „Bullenmarkt Visionäre“. Dort tritt ein angeblicher Stifel-Analyst namens „Rob Mann“ auf. Er baut mit vermeintlich exklusiven Markttipps Vertrauen auf.
Im nächsten Schritt drängen die Betrüger zum Download einer gefälschten „Stifel-App“. Diese ist nicht in offiziellen App-Stores erhältlich. Die App simuliert eine professionelle Handelsplattform – inklusive fiktiver Gewinnanzeigen, die zu weiteren Einzahlungen verleiten sollen.
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Identitätsklau mit System: Das steckt dahinter
Hinter der Aktion steckt reiner Identitätsdiebstahl. Die Täter missbrauchen den Namen und das Logo der echten Stifel Financial Corp., ohne jede Verbindung zum Unternehmen. Die BaFin stellt klar: Die Betreiber handeln ohne jede Erlaubnis für Bankgeschäfte in Deutschland.
Die Geldflüsse führen oft ins Ausland:
* Investierte Gelder landen auf Konten in Ländern wie Spanien oder Italien.
* Bei Auszahlungswünschen fordern die Betrüger plötzlich Steuern oder Gebühren.
* Verweigert das Opfer weitere Zahlungen, bricht der Kontakt ab – das Geld ist weg.
Teil eines Trends: Warum die Masche so gut funktioniert
Der Fall ist kein Einzelfall. Die BaFin beobachtet eine Zunahme von Anlagebetrug über Messenger wie WhatsApp und Telegram. Die Täter nutzen die direkte, persönliche Ansprache für psychologischen Druck. Gleichzeitig machen gefälschte Apps und Webseiten heute einen täuschend echten Eindruck.
Für Laien wird es so immer schwerer, Betrug zu erkennen. Die Kombination aus geschickter Ansprache (Social Engineering) und einer scheinbar echten Plattform erweist sich als besonders effektiv und gefährlich.
Wie können sich Anleger schützen?
Die Aufsicht rät zu äußerster Vorsicht bei unaufgeforderten Investment-Angeboten in sozialen Medien. Diese Warnsignale sollten alle Alarmglocken läuten lassen:
- Download-Aufforderung außerhalb offizieller Stores
- Kommunikation nur über Messenger-Dienste
- Versprechen unrealistisch hoher, garantierter Gewinne
Vor jeder Investition gilt: Den Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen. Wer bereits Geld transferiert hat, sollte den Kontakt sofort abbrechen, Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.





