Bei einem Ausfall des Stromnetzes wird das Mobiltelefon zur unverzichtbaren Verbindung zur Außenwelt. Um die verbleibende Betriebszeit von iOS- und Android-Geräten in solchen Krisenlagen zu maximieren, stellte das Technikportal Tom’s Guide in einem Bericht vom 14. Oktober 2026 vier wesentliche Geräteeinstellungen vor, die den Energiebedarf drastisch senken.
Wie der Notfallvorsorge-Experte Marcus Clarke von The Prepared Household hervorhob, könnten bereits wenige unkomplizierte Eingriffe einen beträchtlichen Unterschied für die Erreichbarkeit ausmachen.
Vier zentrale Einstellungen zur Laufzeitverlängerung
Die von Tom’s Guide und Yahoo Tech zusammengefassten Schritte setzen direkt bei den größten Energieverbrauchern mobiler Betriebssysteme an:
- Energiesparmodus unmittelbar aktivieren: Auf iPhones führt der Pfad über die Batterie-Optionen in den Einstellungen, auf Android-Geräten über die Schnelleinstellungen zum Akkuschoner.
Diese Funktion drosselt die Prozessorleistung, unterbindet Hintergrundaktualisierungen von Anwendungen und stoppt automatische Cloud-Datensicherungen.
Wer sein Android-Smartphone auch in Krisensituationen sicher bedienen und die Akkulaufzeit durch die richtigen System-Updates optimieren möchte, findet hier wertvolle Unterstützung. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät aktuell und leistungsfähig halten. Kostenlosen Android-Ratgeber jetzt herunterladen
- Funkverbindungen vollständig kappen: WLAN und Bluetooth sollten nicht lediglich über das Kontrollzentrum, sondern direkt in den Systemeinstellungen deaktiviert werden. Dies verhindert, dass das Smartphone im Hintergrund fortlaufend und energieintensiv nach nicht verfügbaren Netzwerken sucht.
- Display-Parameter optimieren: Neben einer spürbaren Reduzierung der Bildschirmhelligkeit empfiehlt sich das Aktivieren des Dunkelmodus.
Die automatische Helligkeitsanpassung sollte ausgeschaltet werden, während die automatische Bildschirmsperre auf die kürzeste Spanne festgelegt wird – 30 Sekunden unter iOS beziehungsweise 15 bis 30 Sekunden unter Android.
Besonders bei der Optimierung von Systemeinstellungen am iPhone ist es wichtig, die Fachsprache von Apple sicher zu beherrschen. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe rund um Ihr Gerät in einfachen Worten, damit Sie jede Einstellung sofort finden. iPhone-Lexikon kostenlos als PDF sichern
- Fokusmodus einrichten: Das Einschalten der Funktion „Nicht stören“ unterbindet unnötige Benachrichtigungen, während Ausnahmeregeln für Notfallkontakte und wiederholte Anrufe die Erreichbarkeit in dringenden Fällen gewährleisten.
Alternative Energiequellen bei Netzausfällen
Reichen diese Maßnahmen nicht aus, existieren mehrere Wege, um Mobiltelefone ohne reguläre Wandsteckdose nachzuladen. Laut Berichten von CNN Brasil und TSN.ua eignen sich dafür vorab aufgeladene Powerbanks, die je nach Kapazität bis zu drei vollständige Ladezyklen bereitstellen können und wöchentlich auf ihren Ladestand kontrolliert werden sollten.
Ebenso lassen sich USB-Ports oder 12-Volt-Adapter in Kraftfahrzeugen nutzen, wobei der Fahrzeugmotor laufen muss, um die Starterbatterie nicht zu entleeren. Tragbare Computer können laut My.ua und CNN Brasil ebenfalls als Notstromquelle dienen; hierbei empfiehlt sich jedoch lediglich eine Teilaufladung, um die Reserven des Laptops nicht vorzeitig aufzubrauchen.
Moderne Android-Modelle sowie iPhones ab der 15. Serie unterstützen zudem das sogenannte Reverse Charging, bei dem Energie über ein Verbindungskabel direkt von einem anderen Smartphone übertragen wird.
Sicherheitshinweise für den Notbetrieb
Beim Umgang mit externen Speichern mahnen Fachleute zur Vorsicht. Der Physiker Nikolai Senzenko von der RTU MIRÉA erläuterte in einem Bericht vom 14. Oktober 2026, dass die Ladeanschlüsse von Powerbanks Spannungen zwischen 5 und 20 Volt führen.
Zwar gehe davon für den Menschen meist keine Gefahr aus, eindringende Feuchtigkeit könne jedoch die Elektronik beschädigen, die Alterung der Zelle beschleunigen und im Extremfall Brände auslösen. Geräte sollten daher vor Nässe geschützt und bei Regen keinesfalls ungeschützt betrieben werden.
Zudem warnt das Portal Vmobitec davor, Akkus auf weichen Unterlagen wie Betten oder unter Kissen aufzuladen, da der daraus resultierende Wärmestau die Hardware schädige. Auch regelmäßige Tiefentladungen auf null Prozent sollten vermieden werden, um die Lebensdauer der Energiespeicher zu erhalten.

