Stromkrise treibt Innovation: Xiaomi Power Bank 5i am 23. Juli

Extremwetter und Angriffe legen weltweit Netze lahm. Unternehmen reagieren mit innovativen Ladelösungen und Retro-Technik.

Unternehmen und Verbraucher reagieren mit kreativen Lösungen, um in Verbindung zu bleiben.

Notfall-Maßnahmen in Malta

Auf Malta sorgte eine extreme Hitzewelle für einen Strombedarf von über 663 Megawatt – ein neuer Rekord. Die Folge: flächendeckende Stromausfälle. Der Elektronikladen Phoneitel in Naxxar reagierte am heutigen Dienstag mit einem ungewöhnlichen Angebot: Zwischen 8 und 20 Uhr können Anwohner medizinische Geräte kostenlos aufladen. Ein kleiner Lichtblick inmitten der Krise.

Krim setzt aufs Telefonhäuschen

Während die Hitze im Mittelmeerraum wütet, sind es auf der Krim gezielte Angriffe, die die Kommunikation lahmlegen. Drohnen trafen am Montag sieben Umspannwerke – das Mobilfunknetz brach zusammen. Seit über zwölf Tagen dauern die Blackouts nun an. Die Behörden reagieren mit einem Schritt zurück in die Vergangenheit: In Städten wie Dschankoj und Jewpatorija wurden wieder Münztelefone installiert. Der Notruf ist kostenlos – eine pragmatische Lösung für ein modernes Problem.

Nigerias wachsender Akku-Verleihmarkt

In Nigeria kollabierte das nationale Stromnetz allein in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits zweimal. Der Ausfall ist zur Gewohnheit geworden – und ein neuer Markt entsteht. Das Start-up MOPO sicherte sich einen 75-Millionen-Euro-Vertrag mit der ländlichen Elektrifizierungsbehörde, um seinen Akku-Verleih auszubauen. Auch der Anbieter bPOWERd eröffnete in Lagos Verleihstationen mit Power-Einheiten zwischen 300 und 1.000 Wattstunden. Die Betreiber versprechen: deutlich günstiger als der klassische Benzingenerator.

Sicherheit an öffentlichen Ladesäulen

Doch nicht nur zu Hause, auch unterwegs wird das Aufladen zur Herausforderung. Experten raten zu USB-Ports in Flughäfen und Cafés – warnen aber gleichzeitig vor „Juice Jacking“, dem Datendiebstahl über manipulierte Ladebuchsen. Die Lösung: ein Datenblocker, im Volksmund auch „USB-Kondom“ genannt. Auch kabellose Ladepads in Hotels und Restaurants sind eine Option. Spezielle Apps wie Aircharge helfen bei der Suche.

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Warnung vor dem AusAlert-Test

Für Australien gibt es eine besondere Warnung: Am 27. Juli steht der landesweite AusAlert-Notfalltest an. Da der Test die Stummschaltung von Handys übergeht, raten Hilfsorganisationen für Opfer häuslicher Gewalt dringend, versteckte Zweitgeräte mindestens eine Stunde vorher auszuschalten oder den Akku zu entfernen. Ein tragischer Nebeneffekt moderner Sicherheitstechnik.

Neue Hardware für den Dauereinsatz

Die Industrie reagiert auf die wachsende Nachfrage nach leistungsstarken Akkus. Xiaomi bringt am 23. Juli in Indien die Power Bank 5i auf den Markt: 20.000 Milliamperestunden Kapazität, 67 Watt Ladeleistung und ein integriertes USB-C-Kabel, das sogar Laptops versorgen kann.

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Der Hersteller TESSAN präsentierte mit dem AERO 5000 ein extrem flaches Titan-Magnet-Powerpack auf Basis einer Halbfeststoff-Batterie. Die Auslieferung soll im Oktober beginnen. Und auch Nokia sorgt für Aufsehen: Ein geleakter Prototyp des Nokia 300 4G verspricht 44 Tage Standby-Zeit und kann per 5-Watt-Rückwärtsladung sogar als Powerbank dienen. Ein Gerät für echte Notfälle.

Strengere Regeln für Flugreisen

Wer mit leistungsstarken Powerbanks reist, muss seit dem 27. März 2025 neue Regeln beachten. Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) schreibt vor: Powerbanks gehören ausschließlich ins Handgepäck und müssen einzeln geschützt sein. Die meisten Airlines wie British Airways oder Ryanair erlauben bis zu zwei Geräte. Andere Fluggesellschaften lassen nur eines zu, manche bis zu fünf – solange die Wattstunden-Grenzen eingehalten werden. Das Aufladen während des Flugs bleibt tabu.