Super Intelligence Force: Trump setzt 120-Tage-Frist für KI-Bericht

Die neue US-Taskforce soll KI-Risiken bewerten, Zuständigkeiten klären und binnen 120 Tagen Empfehlungen vorlegen.

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Präsident Donald Trump hat die Bildung einer neuen Koordinierungsstelle für künstliche Intelligenz angekündigt. Die sogenannte Super Intelligence Force soll die bundesweite KI-Politik koordinieren und den technologischen Vorsprung der Vereinigten Staaten sichern.

Im Mittelpunkt der Charta steht dabei die Balance zwischen Sicherheitsaspekten und wirtschaftlicher Flexibilität: Das Gremium soll Pläne für den Umgang mit Bedrohungen vorlegen, die durch Superintelligenz entstehen können, zugleich aber Überregulierung und eine regulatorische Vereinnahmung durch bestehende Marktführer verhindern.

Hochrangig besetzte Leitung aus Sicherheits- und Aufsichtsbehörden

Die Führung der neuen Arbeitsgruppe übernimmt der Direktor der nationalen Nachrichtendienste, Jay Clayton. Neben der Leitung der US-Geheimdienste fällt Clayton damit zusätzlich die neu geschaffene Rolle des KI-Zaren zu.

Als stellvertretende Vorsitzende der Taskforce wurden Andrew Ferguson, Chef der Handelskommission Federal Trade Commission, Emil Michael, Unterstaatssekretär und Cheftechnologe im Pentagon, sowie Scott Kupor, Direktor der Bundespersonalbehörde Office of Personnel Management, berufen.

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Die Super Intelligence Force berichtet direkt an Trump und dessen Stabschefin Susie Wiles. Wie Medien am 4. Oktober 2026 berichteten, nannte Trump bei der Vorstellung des Vorhabens keine konkreten Aufsichtsbefugnisse oder Durchsetzungsmaßnahmen. Zudem blieb unklar, ob Claytons Funktion als KI-Zar formell bereits festgeschrieben wurde.

120-Tage-Frist für Bericht zu Risiken und Zuständigkeiten

Zu den Hauptaufgaben der Taskforce gehört die Bündelung des bundesweiten Austauschs mit verschiedenen Interessengruppen. Die Einheit soll die Kontakte der Bundesregierung mit Verbrauchern, Verbänden, Religionsgemeinschaften, Betreibern kritischer Infrastrukturen und KI-Unternehmen abstimmen.

Innerhalb von 120 Tagen muss das Gremium einen Bericht über die Risiken und Chancen von KI vorlegen sowie Empfehlungen zu den regulatorischen Zuständigkeiten innerhalb der Bundesregierung abgeben.

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Clayton erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, die Arbeitsgruppe werde das geltende Recht auf Bundesebene prüfen und mögliche Gesetzesinitiativen des Kongresses erörtern.

Fehlende Bundesgesetze und Vorstoß zur Selbstregulierung

Auf nationaler Ebene gibt es in den USA bisher kein übergreifendes KI-Gesetz; einzelne Bundesstaaten wie Kalifornien haben eigene Regelungen erlassen. Clayton hatte die Entwicklung von Superintelligenz bereits im Vormonat als Kernfrage der nationalen Sicherheit eingestuft und einen Stopp der Forschung zurückgewiesen.

Trump hatte zuvor per Executive Order festgelegt, den Bereich der künstlichen Intelligenz auf Regierungsebene als Super Intelligence zu bezeichnen, was bei Experten auf Kritik stieß, da der Schritt begriffliche Verwirrung stifte.

Am 29. September 2026 hatten bereits Spitzenmanager führender Technologiekonzerne eine Vereinbarung zur Selbstregulierung unterzeichnet, die interne Kontrollen und Systeme zur Erkennung von KI-Inhalten umfasst. Diese Zusagen stufte Trump seinerzeit als moralisch bindend ein.

Mehr zum Thema bei TechCrunch: „Trump unveils his new Super Intelligence Force“