SuperDuper! 4: Backup-Tool wird erstmals kostenpflichtig

Neue Mac-Software: SuperDuper! 4 beschleunigt Backups, Tusk startet für Medienprofis, Offline Files erhält Spotlight-Integration.

Diese Woche bringt gleich mehrere Neuheiten für macOS-Nutzer: Nach zwei Jahrzehnten erscheint die erste kostenpflichtige Hauptversion eines bekannten Backup-Tools, während sich neue Speziallösungen an Medienprofis richten. Die Updates reagieren auf den wachsenden Bedarf an schnellerer Datensynchronisation und effizienterer Verwaltung externer Laufwerke.

SuperDuper! 4: Backup-Turbo mit Klartext-Ansage

Am 3. August 2026 erschien SuperDuper! 4 – die erste große kostenpflichtige Aktualisierung des beliebten Backup-Tools seit 20 Jahren. Die neue Version punktet mit einer verständlichen Benutzeroberfläche, die Systemaktionen während des Ablaufs in einfachem Englisch erklärt.

Das technische Herzstück: Die Funktion Smart Update Turbo beschleunigt Backup-Prozesse um das Zwei- bis Zehnfache gegenüber früheren Versionen. Das Programm unterstützt Apple Intelligence, Shortcuts sowie verschiedene Dateisysteme wie APFS und exFAT. Voraussetzung ist macOS 14 oder neuer.

Der Preis liegt bei 43,95 US-Dollar für eine Einmallizenz – einige Plattformen listeten am 4. August allerdings 55 US-Dollar. Wer Version 3 innerhalb des letzten Jahres erworben hat, erhält ein kostenloses Upgrade. Ältere Lizenzen berechtigen zu Rabatten von bis zu 30 Prozent.

Tusk: Spezialist für Fotografen und Videografen

Ebenfalls am 3. August startete die App Tusk nach zweimonatiger Beta-Phase. Sie richtet sich gezielt an Fotografen und Videoeditoren und setzt auf projektbasierte Backups über mehrere Laufwerke und Cloud-Dienste hinweg. Zur Dateiverifizierung nutzt Tusk BLAKE3-Prüfsummen, zudem bietet die Software eine „Fan-out“-Funktion für SD-Karten. Die ersten 100 Nutzer zahlten 49 US-Dollar, danach steigt der Preis auf 79 US-Dollar.

Offline-Dateien: Suche ohne Verbindung

Einen Tag später, am 4. August, erhielt die App Offline Files ein Update. Sie indexiert externe, Netzwerk- und Cloud-Laufwerke – die Dateisuche funktioniert damit auch, wenn die Festplatten gar nicht angeschlossen sind. Die neue Version integriert sich in Spotlight und führt „Smart Analyze“ ein, eine Funktion zur Objekterkennung direkt auf dem Gerät. Dazu kommen Speicher-Analysen und eine Duplikatsuche in 14 Sprachen.

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Kompression und Cloud-Strategien

Das Komprimierungstool Compresto aktualisierte auf Version 1.29. Es verspricht, Dateien um bis zu 90 Prozent zu verkleern und bietet nun KI-gestütztes Umbenennen offline über Ollama an. Verfügbar ist die Software im Setapp-Abonnement.

Für iCloud-Nutzer empfehlen Experten, die Funktion „iPhone-Speicher optimieren“ zu aktivieren, große Anhänge zu prüfen und die Nachrichten-Aufbewahrungsdauer auf 30 Tage oder ein Jahr zu begrenzen.

Versteckter Speicherfresser: Chrome lädt KI-Modell automatisch

Ein unliebsamer Fund beschäftigt derzeit viele Nutzer: Aktuelle Chrome-Versionen ab 148.0.7778.97 laden automatisch eine 4 GB große KI-Datei namens „weights.bin“ für Gemini Nano herunter. Wer den ungewollten Speicherverbrauch stoppen will, deaktiviert die On-Device-KI in den Systemeinstellungen oder löscht die Datei manuell über spezielle Flags.

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Wartung: Fluch und Segen der Putz-Apps

Drittanbieter-Tools zur Systemreinigung sind praktisch, bergen aber Risiken. Zwar bietet macOS mit Aktivitätsanzeige und Speicherverwaltung bereits integrierte Werkzeuge, doch externe Programme erleichtern die Verwaltung von Autostart-Programmen und das Leeren von Caches. Experten warnen jedoch: Aggressive Reinigungssoftware kann wichtige Dateien löschen – regelmäßige Backups sind daher unverzichtbar.

Ausblick: Intel-Macs am Ende der Fahnenstange

Für Besitzer älterer Hardware zeichnet sich eine Zäsur ab: macOS Tahoe wird die letzte große Version für Intel-basierte Macs sein. Wer die Geräte dennoch weiter nutzen möchte, kann auf Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Fedora ausweichen oder die Hardware als privaten Cloud-Server oder Media-Hub umfunktionieren.