Die digitale Arbeitswelt erlebt einen fundamentalen Wandel: Aus einfachen Chatbots werden eigenständig handelnde KI-Agenten, die Tabellenkalkulationen und manuelle Workflows ersetzen.
Superhuman bringt KI-Dokumente mit externen Datenquellen
Am 16. Juli 2026 launchte Superhuman sein neues Produkt „Docs“ – entwickelt in Zusammenarbeit mit Coda. Die integrierte KI (Beta-Phase) unterstützt das Model Context Protocol (MCP). Das bedeutet: Nutzer können Daten aus Salesforce, Jira oder verschiedenen Sprachmodellen wie Claude und ChatGPT direkt in ihren Dokumenten abrufen.
Superhuman setzt künftig auf eine sitzungsbasierte Preisstruktur und hat das bisherige Kreditsystem eingestellt. Die genauen Kosten pro Sitzung nannte das Unternehmen bislang nicht.
Einen Tag zuvor, am 15. Juli, präsentierte Webair AI seine Plattform „Company Brain“. Das System fungiert als privates Wissensarchiv und ist per Web oder iMessage zugänglich. Es nutzt die Cortyx-Routing-Engine für Multi-Modell-KI und ein mehrschichtiges Gedächtnis. Besonders für datenschutzbewusste Unternehmen interessant: Company Brain integriert sich in Gmail, Google Kalender und Outlook, gibt aber nur minimale Kontextdaten an externe Anbieter weiter.
Logistikriese Evri setzt auf 6.000 KI-Lizenzen
Der Paketdienst Evri hat am 16. Juli 6.000 Lizenzen für Microsoft 365 E7 geordert. Das Top-Paket enthält Copilot und Agent 365 – ein Werkzeug zur Verwaltung und Überwachung von KI-Agenten. Evri spart bereits rund neun Millionen Euro jährlich durch Automatisierung. Mit den neuen Tools will das Unternehmen seine Multi-Cloud-Umgebung effizienter steuern.
Die rasante Integration von KI-Systemen in den Arbeitsalltag bringt komplexe rechtliche Anforderungen mit sich, die jedes Unternehmen kennen muss. Dieser kostenlose Leitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen, Risikoklassen richtig einzuschätzen und alle Fristen sicher einzuhalten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Parallel dazu hat NetSuite am 15. Juli die Version 2026.2 veröffentlicht. Die Neuerungen umfassen:
– Einen Customer Subscription Health Score, der Kündigungen vorhersagt
– Automatisierte KI-Erklärungen für komplexe Preismodelle
– Spezial-Dashboards und Qualitätsmanagement für die Gesundheitsbranche
WPS Office und Google rüsten auf
WPS Office hat KI in seine gesamte Suite integriert und erreicht damit rund 600 Millionen Nutzer. Branchenbeobachter stellen fest: Viele Anwender bevorzugen derzeit die vertrauten Programme mit KI-Upgrade gegenüber eigenständigen Agenten – Gewohnheit siegt über Innovation.
Google hat Gemini Spark aufgerüstet. Die KI kann nun direkt Dokumente, Tabellen und Präsentationen bearbeiten – und das angeblich 50 Prozent schneller als die Vorgängerversion. Der Rollout läuft für AI-Ultra-Abonnenten. Allerdings: In Großbritannien, der Schweiz, Nigeria und dem Europäischen Wirtschaftsraum ist der Zugang vorerst gesperrt.
Während KI-Modelle immer leistungsfähiger werden, stellt die EU-KI-Verordnung neue Regeln für deren Einsatz in Unternehmen auf, um Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, was Sie bei der Nutzung von KI-Systemen jetzt konkret beachten müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?
Monday.com bringt im Juli 2026 seinen MCP Block auf den Markt. Das folgt auf die Einführung von Sidekick (einem sprachgesteuerten KI-Assistenten für Dashboards) und Vibe (einer App-Entwicklungsebene). Seit dem 1. März 2026 erhalten Nutzer der Standard- und Pro-Tarife täglich fünf kostenlose Sidekick-Nachrichten pro Sitzplatz.
Chinesischer Markt: ByteDance startet Bezahl-KI
Auch international zeichnet sich ein trend zur Professionalisierung ab. Am 24. Juni 2026 launchte ByteDance mit Doubao eine professionelle Version seiner KI-Anwendung, basierend auf der 2.1-Serie großer Sprachmodelle.
Das Drei-Stufen-Modell kostet umgerechnet 68, 200 oder 500 RMB pro Monat (etwa 9, 26 oder 66 Euro). Bei über 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern ist dies ein ernsthafter Versuch, intensive KI-Nutzung zu monetarisieren. Interne Tests zeigten: Die Profi-Version erstellt komplexe Berichte in rund drei Minuten – allerdings müssen Nutzer aktuelle Daten manuell prüfen.
Zum Vergleich: Der chinesische Konkurrent Baidu hat seine KI-Assistenten zu einer einzigen kostenlosen Plattform verschmolzen und konzentriert sich stattdessen auf die Senkung der Modellkosten.

