Supermärkte setzen auf KI: Pick n Pay startet Penny-Assistent

Pick n Pay und Knuspr integrieren KI-Assistenten für Sprach- und Texteingabe. Neue Funktionen vereinfachen den digitalen Einkauf.

Supermarktketten in Südafrika und Europa setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz, um den Einkauf für Verbraucher zu vereinfachen. Die neuen digitalen Helfer verstehen Sprache, Texte und sogar handschriftliche Notizen.

Penny und Pixie: Südafrikas Supermärkte im KI-Wettstreit

Der südafrikanische Einzelhändler Pick n Pay hat am Montag seinen KI-Assistenten Penny vorgestellt. Das Tool ist in die asap!-Liefer-App integriert und basiert auf Googles Gemini-Technologie. Kunden können damit per Text, Sprache oder Foto eines handschriftlichen Einkaufszettels Bestellungen aufgeben. Das Besondere: Penny unterstützt mehrere südafrikanische Sprachen und schlägt sogar komplette Speisepläne vor.

„Die Technologie ermöglicht den Wechsel von der klassischen Such- und Scroll-Methode hin zu einem echten Gespräch beim Einkaufen“, erklärte Enrico Ferigolli von Pick n Pay. Der Konzern zieht damit mit Konkurrent Shoprite gleich, der mit Pixie bereits einen ähnlichen Assistenten für seinen Sixty60-Lieferservice eingeführt hat.

ChatGPT zieht in deutsche Küchen ein

Auch in Europa tut sich einiges: Die Rohlik Group hat am Montag ihre Online-Supermärkte Knuspr (Deutschland) und Gurkerl (Österreich) mit ChatGPT verknüpft. Kunden in Wien, München, Berlin und der Rhein-Main-Region können nun per Chat-Oberfläche Produkte suchen, den Warenkorb verwalten oder Fotos von handgeschriebenen Notizen hochladen – der Assistent erledigt den Rest.

Die Integration nutzt ein spezielles „Model Context Protocol“ (MCP), das die KI direkt mit den Produktbeständen der Händler verbindet.

Smarte Helfer für den Alltag

Doch nicht nur die Supermärkte selbst setzen auf KI. Der Familienkalender ienon hat Ende Juni mit Version 15.2.0 neue Funktionen für Einkaufslisten und Inventarverwaltung erhalten. Die App koordiniert Aufgaben und Essensplanung über mehrere Familienmitglieder hinweg.

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Parallel dazu befindet sich „Em“, ein KI-gesteuerter Haushaltsassistent, in der Beta-Phase. Entwicklerin Sarah Dooley von AI-Empowered Mom will damit die mentale Belastung der Haushaltsführung reduzieren. „Finanzinstitute und FinTech-Unternehmen haben derzeit einen Vertrauensvorsprung bei Verbrauchern, wenn es um KI für Haushaltsaufgaben geht“, betont Dooley die Bedeutung von Transparenz.

Preisvergleich per App

In Südafrika hat die App Grocify ein Update erhalten. Entwickler Ethan Stander ermöglicht damit Preisvergleiche zwischen großen Einzelhändlern wie Woolworths, SPAR und ShopRite. Ein intelligenter Warenkorb und Preisalarm-Funktionen kommen ganz ohne Benutzerkonto oder Tracking aus.

Apple rüstet Betriebssystem auf

Auch auf Systemebene verändert sich die Art, wie wir Listen verwalten. Apple hat am Montag die dritte Beta von iOS 27 veröffentlicht. Die neue Version bringt visuelle Intelligenz mit, die Bilder und Dokumente analysieren und automatisch Einträge in Kalender und Erinnerungen erstellen kann.

Eine überarbeitete Siri-App mit Chatbot-Funktionen und app-spezifischen Suchmöglichkeiten erlaubt die natürliche Spracheingabe für Erinnerungen. Der Trend zur Integration hochentwickelter KI in mobile Alltagssoftware setzt sich damit ungebrochen fort.

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Gesundheits-Tracker für die Ernährung

Der MeAgain-Tracker hat unterdessen die Marke von 400.000 Nutzern geknackt. Die Plattform richtet sich speziell an Menschen, die GLP-1-Medikamente einnehmen. Ein KI-Begleiter hilft beim Tracking von Protein-, Ballaststoff- und Flüssigkeitszufuhr – per Barcode-Scanner, Spracheingabe oder Fotoe Kennung. Die Ernährungsberatung kommt von der registrierten Diätassistentin Erin Seprish.