Schweizer Unternehmen erhalten für rechtskonforme elektronische Signaturen neue Wahlmöglichkeiten bei der Implementierung. Der Anbieter DeepSign stellt Organisationen dafür drei unterschiedliche Betriebsmodelle bereit, die von webbasierten Anwendungen bis zur lokalen Einbindung reichen.
Wie das Branchenportal itmagazine.ch am 22. September 2026 berichtete, stehen dabei die Anforderungen an Systemintegration, Datenhaltung, Identifikationsverfahren sowie branchenspezifische Compliance- und Schutzbedarfe im Mittelpunkt.
Flexible Bereitstellung zwischen Cloud und lokaler Infrastruktur
Die drei Betriebsmodelle von DeepSign decken unterschiedliche betriebliche Einsatzszenarien ab. Neben einer browserbasierten Cloud-Variante für den ortsunabhängigen Zugriff umfasst das Angebot die Lösung DeepSign Desk. Diese ist speziell für Vor-Ort-Prozesse konzipiert und ermöglicht das digitale Unterzeichnen direkt am Schalter, am Empfang oder an Verkaufsstellen (Point of Sale).
Für Organisationen mit gesteigerten Kontroll- und Sicherheitsanforderungen steht zudem DeepSign On-Prem zur Verfügung. Bei diesem Modell wird die Signaturumgebung in die lokale IT-Infrastruktur des Unternehmens integriert, was unter anderem den Einsatz elektronischer Siegel ermöglicht. Die Ausgestaltung richtet sich nach dem Schutzbedarf der jeweiligen Geschäftsvorfälle und den gesetzlichen Vorgaben der einzelnen Branchen.
Schweizer Infrastruktur für digitales Zertifikatsmanagement
Passend zum wachsenden Bedarf an lokaler Datenhaltung und digitaler Sicherheit meldete swisscybersecurity.net am 21. September 2026 eine Neuerung bei Swiss Post Cybersecurity: Das Unternehmen lancierte ein automatisiertes Certificate Lifecycle Management (CLM) für digitale Zertifikate, das vollständig in Schweizer Infrastruktur gehostet wird.
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Die Lösung basiert auf der Technologie des französischen Anbieters Evertrust und bietet ein zentrales Inventar über heterogene Systemarchitekturen hinweg, um Prozesse von der Zertifikatsausstellung bis zum Widerruf zu steuern.
Den steigenden Bedarf an automatisierten Lösungen begründet das Unternehmen mit wachsenden Zertifikatsmengen, kürzeren Gültigkeitsdauern, strengeren regulatorischen Vorgaben und der anstehenden Migration zur Post-Quanten-Kryptografie. Paul Such, CEO von Swiss Post Cybersecurity, erklärte dazu, dass digitale Zertifikate im laufenden Betrieb für die Anwender möglichst unsichtbar funktionieren sollten.
Erweiterte Funktionen im Markt für Vertrauensdienste
Auch internationale Anbieter passen ihre Signaturwerkzeuge derzeit an spezifische Arbeitsabläufe an. Laut einem Bericht von itbusiness.ch vom 21. September 2026 integrierte Docusign seine Funktion eSignature in Videokonferenzen von Zoom. Vereinbarungen können dadurch während laufender Meetings unterzeichnet werden, wobei Meeting-Teilnehmer kein eigenes Docusign- oder Zoom-Konto benötigen.
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Das System erlaubt eine Identitätsprüfung in Echtzeit über amtliche Lichtbildausweise oder elektronische Identitäten (eID) und gibt lediglich das für die Unterzeichnung relevante Dokument frei, etwa für Kaufverträge, Onboarding-Verfahren, Versicherungen oder die Vermögensverwaltung.
RPost führte unterdessen ein Plattform-Upgrade ein, wie forpressrelease.com am 21. September 2026 meldete. Die Lösung setzt auf gerichtlich verwertbare Prüfprotokolle (Audit-Trails) innerhalb bestehender E-Mail-Workflows, ohne dass zusätzliche Software installiert werden muss.
Das System umfasst vier Nutzungsmodi (Hand-Sign, Quick-Sign, Smart Forms sowie Sender Signature & Authentication) und richtet sich an Bereiche wie Rechtsabteilungen, Vertrieb, Personalwesen und Assekuranz.
Parallel dazu treibt LuxTrust die funktionale Verzahnung voran. Wie archimag.com am 21. September 2026 berichtete, bietet die Plattform COSI eine No-Code-Workflow-Steuerung, bei der sich Signaturniveaus von internen Freigaben bis zur qualifizierten Signatur kombinieren lassen.
Durch Hash-Signing verlässt dabei lediglich ein kryptografischer Fingerabdruck die Kundeninfrastruktur, während ephemere Zertifikate über sogenannte Tokenless-Profile für vorab identifizierte Nutzer ausgestellt werden.
Ergänzt wird die Architektur durch die Archivierungslösung Pineappli, deren Version 3 seit Anfang 2026 vorliegt und Standards wie NF 461, PSD-C in Luxemburg sowie Richtlinien nach ISO, eIDAS und DSGVO erfüllt.

