SynthID Detector: Google öffnet KI-Prüfung weltweit für alle Anwender

Der Prüfdienst untersucht Bild-, Video- und Audiodateien auf Wasserzeichen mehrerer Anbieter, erkennt jedoch nicht alle KI-Inhalte.

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Google stellt seinen SynthID Detector ab sofort global in englischer Sprache für die breite Öffentlichkeit bereit. Das Werkzeug zur Erkennung von künstlich generierten Inhalten war im Jahr 2025 zunächst in einer begrenzten Vorabphase ausschließlich Journalisten sowie Medienfachleuten vorbehalten. Nun können alle interessierten Anwender digitale Mediendateien direkt auf unsichtbare Markierungen überprüfen.

Der Prüfdienst ist über die Website synthid.com erreichbar. Um das Angebot zu nutzen, ist eine Anmeldung erforderlich, die über ein Konto bei Google, OpenAI, Apple oder ChatGPT erfolgen kann. Nutzer können dort Bild-, Video- und Tondateien hochladen, um diese auf das von Google entwickelte SynthID-Wasserzeichen zu analysieren. Das tägliche Kontingent liegt bei rund 10 Prüfungen für Bild-, Video- und Audioinhalte pro Anwender.

Breite Formatunterstützung und mehrere Anbieter

Das System erkennt neben Markierungen von Google auch digitale Wasserzeichen von Partnern wie OpenAI, NVIDIA und Kakao. Eine Einbindung für Inhalte von Apple, darunter Bildmaterial aus Image Playground und Apple Intelligence, soll nach Unternehmensangaben in wenigen Wochen folgen.

Zu den Plänen äußerte sich auch Pushmeet Kohli, Vizepräsident für den Bereich Science bei Google DeepMind, mit Blick auf die weltweite Prüfung von Medieninhalten dieser Anbieter.

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Technisch unterstützt die Plattform eine Reihe gängiger Dateiformate:
– Bilddateien: JPG, JPEG, PNG, BMP, WEBP, AVIF, HEIC, HEIF, TIFF, TIF sowie GIF
– Videodateien: MP4, MOV und WEBM
– Audiodateien: WAV, MP3, OGG, FLAC, AAC und M4A

Seit dem Jahr 2023 wurden nach Angaben von Google bereits mehr als 180 Milliarden Bilder und Videos sowie umgerechnet 240.000 Jahre Audiomaterial mit SynthID markiert. Die Verifikationsdienste in Google Search, Gemini und Chrome verzeichnen zusammen täglich über eine Million Anfragen.

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Google setzt die Technologie unter anderem in internen Systemen und Modellen wie Nano Banana, Veo, Lyria, Gemini, Flow, ProducerAI und Vids ein. Die Wasserzeichen sind so konzipiert, dass sie Bildzuschnitte, Farbfilter, Anpassungen der Bildwiederholrate sowie verlustbehaftete Kompression überstehen.

Klare Grenzen bei Fremdmodellen

Trotz der Ausweitung unterliegt der Detektor spürbaren Einschränkungen. Medien, die mit Modellen ohne SynthID-Integration erzeugt wurden, kann die Software nicht erfassen. Dazu zählen etwa Erzeugnisse von Anthropic Claude, xAI Grok, chinesischen Open-Weight-Modellen oder Meta, das mit Muse Image auf ein eigenes Markierungsverfahren setzt.

Zudem kann das Werkzeug nicht differenzieren, ob ein Dokument vollständig von einer künstlichen Intelligenz generiert oder lediglich nachträglich damit bearbeitet wurde. Bereits seit Ende 2025 ist der Prüfmechanismus auch direkt in Gemini eingebunden. In praktischen Tests kam es dort allerdings vor, dass Gemini fehlerhafte Angaben zum zugrunde liegenden Originalbild ausgab.