Der Softwarehersteller Syspro hat mit der Einführung von Syspro Torque eine neue industrielle KI-Plattform für den Fertigungssektor vorgestellt. Wie aus Berichten vom 7. September 2026 hervorgeht, zielt die Lösung darauf ab, spezialisierte Arbeitsabläufe in der Produktion durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu optimieren und Entscheidungsprozesse auf der Werksebene, dem sogenannten Shopfloor, zu automatisieren.
Ein zentrales Merkmal der Plattform ist dabei die vollständige Auditierbarkeit aller durch die KI unterstützten oder eigenständig getroffenen Entscheidungen.
Vernetzung über ERP- und MES-Systeme hinweg
Die technologische Basis von Syspro Torque bildet eine Architektur, die auf eine tiefe Integration in bestehende IT- und OT-Infrastrukturen (Operational Technology) ausgelegt ist. Die Plattform nutzt spezifische Konnektoren, die als MCP-Connectors bezeichnet werden. Diese Schnittstellen ermöglichen eine nahtlose Verbindung zu verschiedenen Kernsystemen eines Industriebetriebs.
Dazu gehören neben Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP) auch SCADA-Lösungen (Supervisory Control and Data Acquisition) sowie Manufacturing Execution Systems (MES).
Durch diese umfassende Vernetzung kann die Plattform Daten aus unterschiedlichen Quellen in Echtzeit verarbeiten und für die Steuerung der Fertigungsprozesse nutzbar machen. Die Verknüpfung dieser Systeme gilt in der Branche als wesentliche Voraussetzung, um Silo-Strukturen aufzubrechen und eine datengestützte Automatisierung zu realisieren.
No-Code-Ansatz und flexibles Preismodell
Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung von Syspro Torque war die Zugänglichkeit für die Anwender in den Betrieben. Die Plattform verfügt über eine No-Code-Benutzeroberfläche.
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Dieser Ansatz ermöglicht es Mitarbeitern in der Fertigung, die KI-Funktionen ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse zu konfigurieren und auf die spezifischen Anforderungen ihrer Produktionsumgebung anzupassen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Bedarf an Lösungen, die auch ohne spezialisierte Softwareentwickler implementiert und gewartet werden können.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Gestaltung setzt der Anbieter auf ein modernes Vertriebsmodell. Die Nutzung der Plattform erfolgt auf Basis eines nutzungsbasierten Preismodells. Diese Struktur erlaubt es Unternehmen, die Kosten für den Einsatz der industriellen KI direkt an den tatsächlichen Bedarf und den Umfang der Nutzung zu koppeln, statt hohe Vorabinvestitionen in statische Lizenzen tätigen zu müssen.
Fokus auf Transparenz und Auditierbarkeit
In der industriellen Fertigung, in der Fehlentscheidungen erhebliche wirtschaftliche Schäden oder Sicherheitsrisiken nach sich ziehen können, ist die Nachvollziehbarkeit von KI-Prozessen ein kritischer Faktor.
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Syspro Torque adressiert diesen Punkt durch eine integrierte Audit-Funktion. Sämtliche Automatisierungsschritte und Entscheidungen, die über die Plattform auf dem Shopfloor getroffen werden, sind laut Unternehmensangaben lückenlos dokumentiert.
Diese vollständige Auditierbarkeit soll sicherstellen, dass Unternehmen jederzeit nachweisen können, auf welcher Datenbasis und nach welchen Kriterien ein bestimmter Prozessschritt eingeleitet wurde. Dies ist insbesondere für regulierte Branchen von Bedeutung, in denen strenge Dokumentationspflichten bestehen.
Die Kombination aus Automatisierung und Transparenz soll das Vertrauen in den Einsatz künstlicher Intelligenz in kritischen Produktionsumgebungen stärken und die Grundlage für eine kontinuierliche Prozessoptimierung schaffen.

