Die Universität North Dakota erhält 19,9 Millionen Euro für ein KI-System, das Diabetes-Komplikationen vorhersagen soll. Das Projekt zeigt, wie digitale Gesundheitswächter die Selbstständigkeit Älterer sichern können.
Grand Forks. Ein neues Kapitel in der digitalen Altenpflege wurde diese Woche aufgeschlagen. Die Universität North Dakota (UND) gab eine wegweisende Bundesförderung bekannt: Bis zu 19,9 Millionen Euro fließen in die Entwicklung einer KI-Plattform zur Überwachung chronischer Krankheiten. Das System „Edge4Care.ai“ soll vor allem diabetische Folgeschäden früh erkennen und so Senioren ein sicheres Leben zu Hause ermöglichen.
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Vom Labor in die Wohnzimmer
Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Forschung und Industrie. Die federführende Universität erhält bis zu 16,9 Millionen Euro von der US-Gesundheitsforschungsbehörde ARPA-H. Weitere drei Millionen Euro steuern Industriepartner bei. „Wir schaffen ein einheitliches Innovations-Ökosystem“, erklärt Projektleiter Kouhyar Tavakolian. Die Vision: Spitzenforschung in praxistaugliche Lösungen zu überführen, die Unabhängigkeit erhalten und zugleich Gesundheitskosten senken.
Doch die beste KI nützt wenig, wenn sie nicht bedient werden kann. Hier kommt das „Tablet Hero“-Konzept ins Spiel. Die Technik allein reicht nicht aus – entscheidend ist die menschliche Unterstützung. Jüngere Generationen oder geschulte Helfer werden zu unverzichtbaren Stützen, die Senioren im digitalen Alltag begleiten. Sie helfen beim Verbinden mit dem WLAN, erklären Apps und sorgen so dafür, dass lebenswichtige Monitoring-Systeme auch tatsächlich genutzt werden.
Die Technik im Hintergrund
Edge4Care.ai ist als dezentrale Plattform konzipiert. Das bedeutet: Die Künstliche Intelligenz verarbeitet Daten möglichst direkt auf den Geräten der Nutzer, etwa auf Tablets oder Wearables. Dies ermöglicht Echtzeit-Analysen, die früher nur in der Klinik möglich waren. Die KI sucht nach Mustern, die auf ein entstehendes Wundrisiko oder andere Komplikationen hindeuten. Sie fungiert als digitaler Wächter, der menschliche Pflegekräfte warnt, lange bevor ein Notfall eintritt.
„Die Tech-Unterstützung wird selbst zur Pflegeleistung“, analysieren Branchenbeobachter. Partner wie SafetySpect Inc. und Edgewood Healthcare bringen dabei die notwendige Praxisnähe ein. Die Herausforderung ist klar: Es geht nicht nur um das Programmieren einer Software, sondern um die Schaffung eines gesamten Unterstützungsnetzwerks.
Ein nationaler Trend zur digitalen Inklusion
Die Förderung für die UND ist kein Einzelfall. Seit Anfang 2026 gewinnt das Thema digitale Teilhabe für Senioren in den USA massiv an Fahrt. Bereits Ende Januar berichtete die University of Nebraska-Lincoln über studentische Hilfsprogramme. Die „Digital Natives“ bringen Älteren bei, wie man sich im Internet sicher bewegt und komplexe Anwendungen nutzt.
Sogar Finanzkonzerne wie Mastercard engagieren sich. Das Unternehmen stellte am 3. Februar ein Freiwilligenprogramm vor, in dem Mitarbeiter Senioren digitales Banking und Betrugsprävention beibringen. Die Strategie wandelt sich: Statt nur Hardware bereitzustellen, wird zunehmend in den menschlichen Support investiert, der für eine sichere Nutzung nötig ist.
Mehr Lebensqualität, geringere Kosten
Für Millionen Senioren mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes verspricht diese Entwicklung mehr Freiheit. Kontinuierliches Monitoring durch KI ist weniger aufdringlich als häufige Klinikbesuche, aber aufmerksamer als sporadische Arzttermine. Der „Tablet Hero“ der Zukunft ist somit nicht nur der Enkel, der den Router neustartet. Er wird zu einem KI-gestützten Assistenten, der Hand in Hand mit Pflegekräften Vitaldaten überwacht und Gesundheitsrisiken vorhersagt.
Mit der gesicherten Finanzierung ab Februar 2026 beginnt nun die Umsetzungsphase. Experten sehen in dem Projekt einen möglichen Blaupausen-Charakter. Sollte das Modell erfolgreich sein, ließe es sich auf die Behandlung anderer Volkskrankheiten übertragen. Das Potenzial ist enorm: neben milliardenschweren Einsparungen im Gesundheitssystem vor allem der Erhalt von Lebensqualität für eine stetig älter werdende Gesellschaft. Die digitale Transformation der Pflege tritt in eine neue, erwachsene Phase.
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