Der Technologiekonzern Apple hat seine Funktion Tap to Pay on iPhone in acht weiteren Ländern Lateinamerikas offiziell eingeführt. Berichten vom 22. September 2026 zufolge umfasst die Expansion die Märkte Argentinien, Kolumbien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Guatemala, Honduras, Panama und Peru. Damit wird die Infrastruktur für das mobile Bezahlen in der Region deutlich ausgebaut.
Kontaktloses Bezahlen ohne zusätzliche Terminal-Hardware
Die Funktion Tap to Pay ermöglicht es Gewerbetreibenden, kontaktlose Zahlungen unmittelbar über ein iPhone entgegenzunehmen. Ein separates Kartenlesegerät oder dedizierte Point-of-Sale-Hardware (POS) ist für die Transaktion nicht mehr erforderlich.
Der Zahlungsvorgang wird eingeleitet, indem Kunden ihre Apple Watch, ihr iPhone oder eine kontaktlose Kredit- oder Debitkarte an das Smartphone des Händlers halten. Die Datenübertragung erfolgt sicher über die NFC-Schnittstelle (Near Field Communication) mittels einer kompatiblen iOS-Anwendung.
Technisch setzt das System mindestens ein iPhone XS oder ein neueres Modell voraus, auf dem die aktuelle Version des Betriebssystems iOS installiert ist. Unterstützt werden Karten der Anbieter American Express, Mastercard und Visa sowie Apple Pay und andere digitale Wallets. Apple wies darauf hin, dass die Verfügbarkeit je nach Plattform variieren kann, zudem könnten Transaktionslimits gelten oder einzelne Karten abgelehnt werden.
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Strategische Partnerschaften und regionale Implementierung
Für den Rollout in Lateinamerika arbeitet das Unternehmen mit insgesamt sechs Zahlungsplattformen zusammen. Die Partnerstruktur ist dabei länderspezifisch organisiert:
- Argentinien: Die Abwicklung erfolgt über Mercado Pago.
- Kolumbien: Hier fungieren SumUp und Symbiotic als Rollout-Partner.
- Costa Rica: In diesem Markt kooperieren Geopagos, Symbiotic und Visa Acceptance Solutions mit Apple.
- Dominikanische Republik: Der Dienst wird über Azul und Visa Acceptance Solutions bereitgestellt.
- Guatemala, Honduras und Panama: In diesen Staaten übernehmen Geopagos und Symbiotic die Implementierung.
- Peru: Hier integriert der Dienstleister SumUp die Technologie in seine bestehende iOS-App.
Hinsichtlich der Gebührenstrukturen zeigen sich erste Details am Beispiel von Kolumbien. SumUp Colombia gibt für Zahlungen mit wöchentlicher Auszahlung Kosten in Höhe von 2,99 % pro Transaktion an. Eine Aktivierungsgebühr oder monatliche Fixkosten fallen laut Anbieterinformationen nicht an.
Datensicherheit und globales Wachstum
In Bezug auf den Datenschutz erklärte das Unternehmen, dass Kartennummern und Transaktionsdaten grundsätzlich weder auf dem Endgerät noch auf den Apple-Servern gespeichert werden. Eine Ausnahme bilde das verschlüsselte Verfahren „Guardar y Reenviar“.
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Mit der aktuellen Erweiterung ist Tap to Pay on iPhone nun in insgesamt 59 Ländern und Regionen verfügbar. Die Funktion wurde ursprünglich Anfang Februar 2022 in den USA angekündigt, wobei Stripe als erster Partner fungierte. Mittlerweile sind weltweit mehr als 100 Zahlungsdienstleister in das Programm eingebunden.
Die Expansion erfolgt vor dem Hintergrund eines starken Wachstums des mobilen Bezahlsektors. Im Jahr 2025 verzeichnete Apple Pay laut Branchenberichten wöchentlich rund 850 Millionen Nutzer und ein Transaktionsvolumen von über 100 Milliarden US-Dollar. Durch den Wegfall kostspieliger Zusatzhardware adressiert Apple mit der neuen Funktion in Lateinamerika insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie unabhängige Dienstleister.
Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Announces ‚Tap to Pay on iPhone‘ Availability in 8 More Countries“

