Task Manager für macOS: Ex-Microsoft-Entwickler stellt neue Utility vor

Dave Plummer stellt eine eigene macOS-App zur Prozessüberwachung vor, die Apples Activity Monitor ergänzen soll.

Der für die Entwicklung des Windows Task Managers bekannte Software-Ingenieur Dave Plummer hat am 30. Juli 2026 eine neue System-Utility für macOS vorgestellt. Das Werkzeug soll die Prozessüberwachung auf Apple-Rechnern optimieren und richtet sich an Anwender, die detailliertere Einblicke in ihre Systemressourcen benötigen. Mit diesem Schritt überträgt der ehemalige Microsoft-Entwickler seine Expertise in der Systemverwaltung auf das Konkurrenz-Betriebssystem.

Kritik an Apples Activity Monitor als Triebfeder

Die Entscheidung zur Entwicklung einer eigenen Lösung resultiert laut Plummer aus Unzulänglichkeiten in der bestehenden macOS-Infrastruktur. Er bezeichnete Apples hauseigene Anwendung zur Prozessüberwachung, den Activity Monitor (Aktivitätsanzeige), als unzureichend für eine präzise und umfassende Analyse laufender Prozesse.

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Plummer strebt mit seinem neuen Projekt an, die Lücken zu schließen, die das Standard-Werkzeug von Apple für professionelle Anwender lässt. Ziel der Utility ist es, eine effizientere und tiefgreifendere Überwachung der Systemleistung zu ermöglichen, als dies mit den bisherigen Bordmitteln möglich war.

Technische Umsetzung ohne Microsoft-Code

Obwohl Plummer eng mit der Entstehung des Windows-Pendants verknüpft ist, handelt es sich bei der macOS-Anwendung um eine vollständige Neuentwicklung. Der Entwickler stellte klar, dass das Projekt in der Programmiersprache Swift verfasst wurde. Ein Rückgriff auf alten Programmcode aus Redmond fand dabei nicht statt.

Interessanterweise stellte Microsoft zwar den originalen Quellcode des Windows XP Task Managers zur Verfügung, Plummer entschied sich jedoch explizit gegen dessen Verwendung für die macOS-App. Damit ist das neue Tool eine technologisch eigenständige Lösung, die speziell für die Architektur von Apple-Betriebssystemen optimiert wurde. Zu den Kernfunktionen der Anwendung gehört unter anderem eine spezialisierte CPU-Überwachung, die Informationen für jeden einzelnen Prozessorkern (per-Core) separat aufbereiten kann.

Herausforderungen beim Vertrieb und Beta-Phase

In Bezug auf die Verfügbarkeit der Software zeichnen sich spezifische Wege ab, die durch die Sicherheitsarchitektur von macOS bedingt sind. Eine Verteilung über den offiziellen Mac App Store ist nach Angaben des Entwicklers derzeit nicht möglich. Grund hierfür sind die strengen Sandbox-Einschränkungen von Apple. Diese Sicherheitsvorgaben verhindern, dass Anwendungen tiefgreifende Systemzugriffe erhalten, wie sie für eine effektive Prozessüberwachung und die Kontrolle von Systemressourcen notwendig wären.

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Interessierte Nutzer haben jedoch die Möglichkeit, die Anwendung im Rahmen eines bereits laufenden Beta-Tests zu erproben. Laut aktuellen Berichten soll eine Beta-Version der Utility kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Plummer nutzt diese Phase, um das Werkzeug unter realen Bedingungen zu testen und Feedback aus der macOS-Community zu sammeln, bevor eine finale Version erscheint. Ob und in welcher Form eine spätere Monetarisierung der Software geplant ist, wurde im Rahmen der Ankündigung Ende Juli zunächst nicht im Detail spezifiziert.