Am Montag legte die Aktie zu, beflügelt von optimistischen Analystenstimmen und der Ankündigung neuer KI-Funktionen für Teams, Windows und die Cloud-Plattform Azure.
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Milliarden-Markt Künstliche Intelligenz
Die Finanzexperten zeigen sich zuversichtlich: Die Investmentbank Citizens JMP Securities nahm die Microsoft-Aktie am Montag mit einem Kursziel von 550 US-Dollar (rund 510 Euro) ins Visier. Die Analysten prognostizieren, dass der durch KI getriebene Gesamtmarkt von umgerechnet rund 1,7 Billionen Euro im Jahr 2025 auf knapp 4,7 Billionen Euro im Jahr 2030 anwachsen könnte.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwarten die Experten einen Umsatz von rund 305 Milliarden Euro – ein Plus von 17 Prozent. Die operative Marge soll bei beeindruckenden 47 Prozent liegen. Auch Wells Fargo zog nach und erhöhte das Kursziel auf 650 US-Dollar (rund 600 Euro). Die hauseigenen KI-Modelle sehen die Analysten als entscheidenden Treiber, das KI-bezogene Umsatzpotenzial beziffern sie auf umgerechnet rund 34 Milliarden Euro.
Das Herzstück dieser Entwicklung: die Cloud-Plattform Azure, deren annualisierte Umsatzrate bereits die 100-Milliarden-Dollar-Marke überschritten haben soll.
Teams bekommt KI-Superkräfte
Microsoft rüstet seine Kommunikations- und Produktivitätsanwendungen massiv auf. Ab Juli 2026 soll Microsoft Teams in der Lage sein, Zusammenfassungen von Besprechungen zu erstellen – ganz ohne Transkript. Ebenfalls für Mitte Juli angekündigt: eine private Chat-Funktion für Meeting-Organisatoren.
Die Copilot-Notebooks wiederum werden noch im Juni Excel-Tabellen integrieren können, der vollständige Rollout ist für Ende Juli geplant.
Build 2026: Neue Modelle und eine „Super-App“
Auf der heute und morgen stattfindenden Build-Konferenz in San Francisco wird Microsoft voraussichtlich eine neue Reihe von KI-Modellen vorstellen. Dazu gehören das Reasoning-Modell MAI-Thinking-1 sowie die Bildgenerierungs-Serie MAI-Image-2.5.
Ein besonderer Höhepunkt: die Vorschau auf eine geplante Copilot-„Super-App“, die im Spätsommer erscheinen soll. Zudem gab Microsoft eine Partnerschaft mit Nvidia bekannt. Dessen RTX-Spark-Superchip soll künftig lokale KI-Verarbeitung auf Windows-Laptops ermöglichen.
Erstes Gerät mit dieser Technologie wird das neu angekündigte Surface Laptop Ultra sein. Es verfügt über spezielle Hardware für lokale KI-Agenten und soll im Herbst auf den Markt kommen.
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Störung behoben, Kartellverfahren läuft
Die technologischen Neuerungen überschatten jedoch zwei aktuelle Probleme. Am Montag konnte Microsoft eine Service-Unterbrechung beheben, die Nutzer rund 95 Minuten lang vom Zugriff auf Dateien über Teams und Office für das Web abgeschnitten hatte. Betroffen waren unter anderem Excel und PowerPoint.
Parallel dazu weitet die US-Wettbewerbsbehörde FTC offenbar ihre Untersuchung der Geschäftspraktiken von Microsoft aus. Die Prüfung konzentriert sich auf die Cloud-Lizenzierung, die Partnerschaft mit OpenAI sowie die Bündelung von KI- und Sicherheitssoftware mit den etablierten Produkten Windows und Office. Die Behörde will klären, ob diese Praktiken den Wettbewerb behindern oder Kunden den Wechsel zu anderen Cloud-Anbietern erschweren. Microsoft hat angekündigt, mit den Ermittlern zu kooperieren.

