Teams August 2026: Microsoft baut Standortverfolgung für Arbeitgeber ein

Microsoft erweitert Teams um WLAN-basierte Standortermittlung, was Datenschützer kritisieren. Zusätzlich erscheinen neue Sicherheitsfunktionen gegen Deepfakes und Angriffe.

Microsoft rüstet seine Kommunikationsplattform Teams im August 2026 mit umstrittenen Funktionen nach – darunter eine Standortermittlung per WLAN, die Arbeitgebern die Anwesenheit ihrer Mitarbeiter melden soll.

Standortüberwachung: Freiwillig oder Pflicht?

Die neue Funktion zur Standortermittlung basiert auf der Auswertung von WLAN-Verbindungsdaten. Sie soll Unternehmen darüber informieren, ob und wo sich Beschäftigte während der Arbeitszeit aufhalten. Zwar ist die Funktion zunächst als freiwillige Option für einzelne Nutzer angelegt – doch die Konfiguration erlaubt es Organisationen, die Teilnahme verbindlich vorzuschreiben. Für Mitarbeiter solcher Firmen wäre die Überwachung damit faktisch Pflicht.

Datenschützer und Arbeitsmarktexperten üben scharfe Kritik an dem Schritt. Sie befürchten, dass das Tool die Überwachung am Arbeitsplatz normalisiert und das Machtgefälle zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten weiter verstärkt. Besonders die granularen Bewegungsdaten zur Büroanwesenheit sehen Kritiker als problematisch an.

Neue Sicherheitsfunktionen gegen Deepfakes

Parallel zur Ortungsfunktion bringt Microsoft einen neuen Sicherheitsmechanismus auf den Markt: Über einen „Report a concern“-Button können Nutzer Sicherheitsvorfälle wie Deepfake-Meetings, Phishing-Versuche oder Identitätsbetrug direkt melden. Die Hinweise werden zur Untersuchung an das Teams Admin Center und Microsoft Defender weitergeleitet. Zusätzlich erkennt das System künftig externe Meeting-Bots, die möglicherweise private Gespräche ausspionieren.

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Auch die Verwaltungswerkzeuge werden überarbeitet: Die neue Version Microsoft Teams PowerShell 7.9 setzt standardmäßig auf WAM-Authentifizierung und führt neue Governance-Kontrollen ein. Diese sollen die Zusammenarbeit mit externen Partnern, Chat-Föderationen und die Aktivitäten von KI-Agenten steuern. Zudem bietet das Update spezifische Schutzmechanismen gegen Voice-Phishing und synthetische Medien.

Angriffe auf Teams-Umgebungen nehmen zu

Die Neuerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft mit mehreren Sicherheitsvorfällen rund um sein Ökosystem kämpft. Seit Februar 2026 beobachten Sicherheitsforscher die Kampagne STAC4749 – eine Kombination aus Vishing und Ransomware, die die standardmäßig offenen externen Kommunikationseinstellungen von Teams ausnutzt. In einigen Fällen führte die Angriffskette bereits nach rund 17 Stunden zur vollständigen Verschlüsselung von Daten. Rund 95 Prozent der identifizierten Opfer sitzen in Nordamerika.

Zudem warnte Microsoft zuletzt vor einer Kampagne der Gruppe Midnight Blizzard. Seit Mai 2026 kompromittiert die Gruppierung WLAN-Netzwerke in Hotels, um Geschäftsreisende anzugreifen. Über gefälschte Login-Seiten und Software-Update-Aufforderungen verteilen die Angreifer Schadsoftware – mit dem Ziel, an sensible Unternehmensdaten zu gelangen.

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KI-Zugriff auf interne Daten wird eingeschränkt

Im Bereich des internen Datenmanagements verfeinert Microsoft zudem den Umgang seiner KI-Tools mit Unternehmensinhalten. Zwischen Juli und September 2026 weitet der Konzern die Funktion Restricted Content Discovery (RCD) in SharePoint aus. Die Änderung stellt sicher, dass Inhalte aus geschützten Websites künftig nicht mehr in Copilot-Ergebnissen oder Microsoft-365-Suchen auftauchen. Damit entzieht Microsoft dem KI-Assistenten gezielt Zugriffspunkte auf sensible interne Informationen.