Teams Mobile: Kalender-Zugriff endet bis 30. September

Microsoft Teams verlangt bis Ende September 2026 ein mobiles Update, sonst droht der Verlust von Kalenderfunktionen. Zudem kommen ein neues Design, ein KI-Assistent und die automatische Anwesenheitserfassung.

Microsoft verschärft den Druck auf Nutzer der Teams-App: Wer die mobile Version nicht bis Ende September 2026 aktualisiert, verliert den Zugriff auf wichtige Kalenderfunktionen. Die Ankündigung ist Teil einer Reihe von Umstellungen, die den Kommunikationsdienst in den kommenden Monaten grundlegend verändern werden.

Neues Design für Windows und macOS

Bereits vor der Mobile-Offensive rollt Microsoft eine umfassende Überarbeitung der Benutzeroberfläche für Desktop-Nutzer aus. Bis Ende August 2026 soll das Redesign auf Windows- und macOS-Geräten vollständig verfügbar sein. Im Mittelpunkt steht die Vermeidung von versehentlichen Aktionen während Besprechungen.

Der „Verlassen“-Button wandert dafür an das äußerste rechte Ende der Steuerleiste – weit weg von den Teilen-Optionen. Wer versehentlich ein Meeting verlässt, soll damit der Vergangenheit angehören. Zusätzlich führt das Update einen neuen Freigabe-Workflow ein: Vor dem Teilen des Bildschirms erhalten Nutzer eine Vorschau, was die anderen Teilnehmer tatsächlich sehen werden.

Weitere Neuerungen bis Ende August: Ein Audio-Test vor Meetings ermöglicht es, Mikrofon und Lautsprecher bereits vor dem Beitritt zu prüfen. Gerade für Berufstätige im Homeoffice, die regelmäßig mit unterschiedlichen Headsets arbeiten, dürfte das eine willkommene Funktion sein.

KI-Assistent „Facilitator“ kommt

Parallel zu den optischen Änderungen arbeitet Microsoft an einem neuen KI-Assistenten namens Facilitator. Das Tool soll Teams-Nutzern ab Ende August 2026 zur Verfügung stehen und Besprechungen künftig aktiv unterstützen.

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Automatische Anwesenheitserfassung: Datenschutz als heikles Thema

Deutlich sensibler ist eine Funktion, die Microsoft bereits seit Juni 2026 schrittweise ausrollt: die automatisierte Erfassung der Büropräsenz. Das System nutzt Standortdaten aus dem Firmen-WLAN, um zu erkennen, ob Mitarbeiter tatsächlich im Gebäude sind – ein Thema, das in deutschen Unternehmen mit Blick auf die strengen Datenschutzregeln für Diskussionsstoff sorgen dürfte.

Microsoft betont: Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert. Administratoren müssen sie erst aktiv einschalten, einzelne Nutzer können selbst bestimmen, ob sie sichtbar sein möchten. Zudem respektiert das System die vereinbarten Arbeitszeiten: Standorteinträge außerhalb dieser Zeiten werden automatisch gelöscht. Ob diese Zusagen den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung genügen, werden letztlich die Aufsichtsbehörden bewerten müssen.

Aus für Microsoft Whiteboard: Wichtige Fristen für Unternehmen

Die Mobile-Update-Pflicht fällt zeitlich mit der Abkündigung mehrerer Legacy-Tools zusammen. Besonders betroffen: Nutzer von Microsoft Whiteboard. Die Umstellung auf OneDrive-gestützte Dienste erfolgt in mehreren Schritten:

  • 22. August 2026: Die Migrationswerkzeuge für bestehende Inhalte werden eingestellt. Persönliche Konten können keine alten Whiteboards mehr erstellen oder bearbeiten.
  • 5. September 2026: Alle bisherigen Whiteboard-Daten werden endgültig gelöscht.
  • 14. September 2026: Die eigenständige Whiteboard-App wird eingestellt. Der Zugriff erfolgt künftig ausschließlich über die integrierte Teams-Umgebung.
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Unternehmen sollten ihre Daten vor diesen Terminen migrieren, um den Zugriff auf gemeinsame Arbeitsmaterialien nicht zu verlieren. Wer die Fristen verpasst, steht vor einem Datenverlust, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt.

Für Teams-Nutzer gilt insgesamt: Die kommenden Wochen bringen zahlreiche Änderungen mit sich – wer den Überblick behält und rechtzeitig aktualisiert, vermeidet böse Überraschungen.