Wer kennt es nicht? Man klickt sich in eine wichtige Besprechung, doch das Mikrofon ist stumm oder die Lautsprecher geben nur Rauschen von sich. Microsoft hat diesem Ärgernis nun ein Ende gesetzt. Der Konzern hat eine lang erwartete Funktion zur Hardware-Überprüfung für seine Kommunikationsplattform Teams ausgerollt.
So funktioniert die neue Audio-Vorschau
Die neue Funktion bietet eine eigene Oberfläche, in der Nutzer vor dem Beitritt zu einem Meeting sowohl Mikrofon als auch Lautsprecher testen können. Das Ziel: Technische Verzögerungen und Unterbrechungen durch falsche Hardware-Einstellungen vermeiden. Die Funktion steht seit dem 22. Juli 2024 für kommerzielle Nutzer zur Verfügung.
Bereits Ende Juni hatte Microsoft die Auslieferung für die meisten Geschäftskonten abgeschlossen. Einige spezielle Bereiche müssen sich noch etwas gedulden: Regierungs- und Verteidigungsorganisationen, die GCC-, GCC-High- oder DoD-Umgebungen nutzen, erhalten das Update voraussichtlich im August 2024.
Die Audio-Vorschau reiht sich in eine Serie von Verbesserungen ein. Erst kürzlich hatte Microsoft Microsoft Mesh für immersive 3D-Meetings eingeführt sowie die Microsoft-Places-Plattform, die das hybride Arbeitsplatzmanagement und die Raumbuchung vereinfacht.
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KI-Überwachung für Administratoren
Doch Microsoft denkt nicht nur an den einzelnen Nutzer. Der Konzern führt auch neue administrative Kontrollen ein, um den Einsatz künstlicher Intelligenz in Meetings zu überwachen. Organisatoren erhalten künftig Warnmeldungen, wenn externe KI-Bots in einer Sitzung erkannt werden.
Administratoren können damit unbekannte KI-Assistenten identifizieren und verwalten, die versuchen, an Besprechungen teilzunehmen – etwa zur Transkription oder Datensammlung. Ein wichtiger Schritt in Zeiten, in denen Datenschutz und Sicherheit in Unternehmen höchste Priorität haben.
Planner-Integration in Aussicht
Für Ende August 2024 plant Microsoft zudem die tiefere Integration von Microsoft Planner in Teams. Die Aufgabenverwaltung soll dann sowohl in gemeinsamen als auch in privaten Kanälen verfügbar sein. Das Ziel: Projektteams können Task-Management und Kollaboration in einer einzigen Oberfläche bündeln.
Während Microsoft neue Kontrollen für KI-Bots einführt, stellt die EU-KI-Verordnung bereits umfassende Anforderungen an den Unternehmenseinsatz von Algorithmen. Sichern Sie sich diesen Praxisleitfaden, um Risikoklassen und Dokumentationspflichten rechtzeitig zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen und Pflichten kompakt erklärt
Weitere Neuerungen im Microsoft-Universum
Die Teams-Updates fallen in eine Zeit mehrerer bedeutender Veröffentlichungen im Microsoft-Ökosystem. So integrierte der Konzern im Juli 2024 den Claude-KI-Assistenten von Anthropic als optionales Modell in Copilot Chat und führte neue Geschäftspakete für Copilot ein.
Auch die Gaming-Sparte blieb nicht untätig: Am 22. Juli startete Microsoft die Abwärtskompatibilität für die Original-Xbox auf Windows-11-PCs. Vier klassische Titel erscheinen mit verbesserter Auflösung und Filtertechnologie.
Diese Fortschritte folgen auf eine Phase der Infrastruktur-Stabilisierung. Anfang des Monats hatte ein Vorfall mit Exchange Online zu Problemen mit Postfach-Quarantänen geführt – ausgelöst durch Änderungen im Speicherverbrauch. Berichten zufolge stellten die technischen Teams am 19. Juli schrittweise die Dienste für betroffene Nutzer wieder her, während die neuen Teams-Funktionen ausgerollt wurden.

