Teams-Update: KI fasst Meetings ohne Transkript zusammen

Microsoft kündigt private Chats für Meeting-Leiter und KI-Zusammenfassungen für Teams an. Neue Sicherheitslösungen adressieren aktuelle Phishing-Bedrohungen.

Organisatoren von Meetings erhalten einen privaten Chat-Bereich, während künstliche Intelligenz Zusammenfassungen ohne Transkript erstellen kann. Die Updates rollen im Sommer 2026 aus.

Neue Funktionen für Meeting-Organisatoren

Der private Chat-Bereich für Besprechungsleiter steht ab Mitte Juli bis Mitte August zur Verfügung. Damit können Organisatoren während laufender Meetings vertrauliche Nachrichten austauschen, ohne dass alle Teilnehmer mitlesen. Das Microsoft 365 Message Center bestätigte die Einführung dieser Funktion.

Anzeige

Moderne Office-Tools bieten zwar immer mehr Funktionen, doch die effiziente Nutzung im Alltag will gelernt sein. Dieser kostenlose Spezialkurs zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Kommunikation und Zeitplanung mit professionellen Methoden spürbar optimieren. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook-Profis jetzt kostenlos entdecken

Parallel dazu erweitert Microsoft die KI-Fähigkeiten von Teams. Ab Juli generiert die Plattform automatische Zusammenfassungen – und das ganz ohne vollständiges Transkript. Eine nützliche Neuerung für alle, die sich nicht durch stundenlange Aufzeichnungen kämpfen wollen.

Die Integration mit Copilot Notebooks wird ebenfalls ausgebaut. Bereits ab Anfang Juni lassen sich Excel-Tabellen aus den KI-Notizbüchern erstellen. Der breite Rollout der Copilot Notebooks folgt von Mitte Juni bis Ende Juli.

Sicherheit: Schutz vor Phishing-Angriffen

Während Microsoft die interne Funktionalität verbessert, bringen externe Anbieter Schutzlösungen auf den Markt. KnowBe4 launcht im Juni den Dienst „Messaging Security for Microsoft Teams“. Das Tool erkennt Phishing-Versuche und Social-Engineering-Angriffe in Teams-Chats, indem es externe Nachrichten überwacht und auf riskante Standardeinstellungen prüft. Eine globale Blocklist wird plattformübergreifend für E-Mail und Teams genutzt.

Diese Sicherheitsmaßnahmen kommen nicht zu früh. Das FBI warnte kürzlich vor der Phishing-as-a-Service-Plattform Kali365, die seit April 2026 aktiv ist. Die Kampagne zielt auf Outlook-, Teams- und OneDrive-Nutzer ab. Die Angreifer stehlen OAuth-Tokens über betrügerische Geräte-Anmeldeflows und umgehen so die Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA). Berichten zufolge gelingen täglich hunderte Kompromittierungen.

Die US-Bundesbehörde empfiehlt Unternehmen, Conditional Access Policies zu implementieren, um den Device Code Flow zu blockieren – das gilt als wirksamste Verteidigung.

Anzeige

Hacker nutzen immer raffiniertere Methoden wie den CEO-Fraud, um selbst erfahrene Mitarbeiter in Tools wie Microsoft Teams oder Outlook zu täuschen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Anti-Phishing-Paket, wie Sie Ihr Unternehmen mit einer 4-Schritte-Strategie effektiv vor solchen Angriffen schützen. Kostenlosen Anti-Phishing-Leitfaden jetzt herunterladen

Service-Störung behoben

Erst am Montag kam es zu einer Unterbrechung der Dienste. Der Vorfall mit der Kennung MO1329446 verhinderte vorübergehend das Öffnen von Dateien in Teams und Office fürs Web. Rund 95 Minuten Ausfallzeit waren die Folge. Microsoft bestätigte, dass das Problem behoben sei und die Plattform wieder normal laufe.

Neue Admin-Tools und Handbücher

Für IT-Administratoren gibt es ebenfalls Neuerungen. Über das Microsoft 365 Admin Center, PowerShell oder die mobile Admin-App können sie nun verwaisten Gruppen neue Besitzer zuweisen. Microsoft empfiehlt, jede Gruppe mit mindestens zwei Administratoren zu besetzen, um solche Lücken zu vermeiden.

Der aktuelle Leitfaden „Office 365 for IT Pros“ wurde Anfang Juni aktualisiert – es ist das letzte Update für die 2026er-Ausgabe. Eine überarbeitete Version mit dem Titel „Microsoft 365 for IT Pros“ erscheint am 1. Juli 2026. Sie enthält neue Kapitel zu Copilot und KI-Agenten-Management.