Microsoft rüstet Teams massiv auf: Eine überarbeitete Oberfläche, neue KI-Modelle und ein Termin-Druck für Mobile-Nutzer stehen an. Die Änderungen rollen seit Juli aus und sollen die Bedienung deutlich erleichtern.
Neue Meeting-Oberfläche: Weniger Fehlklicks, mehr Kontrolle
Im Zentrum der Updates steht ein umgebautes Meeting-Interface. Die zentrale Steuerleiste wandert in die obere Bildschirmmitte – das soll versehentliches Teilen des Bildschirms oder ungewolltes Verlassen von Besprechungen verhindern. Der „Leave“-Button wird dafür ganz nach rechts verschoben, weg von den aktiven Tools.
Bis Ende August soll die neue Ansicht bei allen Nutzern ankommen. Sie bringt ein überarbeitetes Teilen-Panel mit Vorschau-Funktion, bevor der eigene Bildschirm für andere sichtbar wird. Zudem gibt es eine Pflichtprüfung von Mikrofon und Lautsprecher vor dem Beitritt sowie eine Ein-Klick-Option, um KI-Funktionen in sensiblen Sitzungen zu deaktivieren. Einige Organisationen erhalten das Update erst im September – nach einer 20-tägigen Testphase.
KI-Offensive: GPT-5.6 und Claude Sonnet 5 an Bord
Die Integration generativer KI in Teams und Microsoft 365 geht in die nächste Runde. Mit GPT-5.6 und Anthropics Claude Sonnet 5 erhalten Copilot und Copilot Chat deutlich bessere Denkfähigkeiten. Nutzer können spezifische Agenten für Word, Excel und PowerPoint direkt im Chat aufrufen und komplexe Aufgaben über mehrere Anwendungen hinweg steuern.
CEO Satya Nadella bestätigte im Rahmen der Ergebnisvorstellung am 29. Juli, dass Microsoft inzwischen über 30 Millionen bezahlte Microsoft-365-Copilot-Sitze verwaltet. Bis Ende Oktober sollen die Funktionen Chat, Code, Cowork und Autopilot zu einer einzigen „Super App“ verschmolzen werden. Schon Ende August startet der neue KI-Assistent „Facilitator“, der bei der Meeting-Organisation helfen soll.
Wer sich mit den neuesten Entwicklungen im Microsoft-Kosmos befasst, sollte auch das Fundament seines Systems im Blick behalten. Was hinter dem neuen Startmenü, Teams-Chat und weiteren Funktionen steckt, erfahren Sie in diesem kompakten Gratis-Report. Diese 3 Windows-11-Neuheiten jetzt entdecken
Mobile Nutzer müssen handeln: Update-Pflicht bis September
Eine technische Warnung richtet sich an alle Teams-Nutzer auf iOS und Android. Wer die Kalenderfunktionen weiter nutzen will, muss die App bis Ende September aktualisieren. Konkret verlangt Microsoft mindestens iOS 8.9.0 (Build 8.9.77.2026092302) und Android 1416/1.0.0.2026122504. Wer die Frist verpasst – je nach Dokumentation gilt teils auch Oktober als Stichtag – verliert die Kalendersynchronisation auf dem Smartphone.
Aus für klassisches Whiteboard
Mit dem Update endet auch der Support für das alte Microsoft Whiteboard. Die Zeitachse:
- 22. August 2026: Letzte Frist für die manuelle Datenmigration.
- 5. September 2026: Endgültiges Löschen der alten Whiteboard-Dateien.
- 14. September 2026: Offizielles Ende des Supports.
Während Microsoft seine Anwendungen modernisiert, rückt für viele Nutzer auch der Wechsel auf das aktuelle Betriebssystem näher. Dieser kostenlose Plan zeigt Ihnen, wie Sie die Installation und die Übernahme Ihrer Daten stressfrei meistern. Schritt-für-Schritt-Plan als Gratis-Report sichern
Neue Tools fürs Büro-Management
Für Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen hat Microsoft im Juni ein automatisches Anwesenheits-Tracking eingeführt. Das Tool nutzt WLAN-Verbindungsdaten, um die Anwesenheit im Büro zu registrieren. Verfügbar ist die Funktion nur für Windows und macOS – und sie ist standardmäßig deaktiviert. Administratoren müssen sie aktiv freischalten, einzelne Nutzer können ihre Sichtbarkeit selbst steuern.
Für die wachsende KI-Landschaft gibt es zudem neue Governance-Werkzeuge. Der Microsoft Agent Framework ist jetzt allgemein verfügbar und erlaubt den Einsatz gehosteter Agenten mit dauerhaftem Verlauf, Websuche und Genehmigungs-Workflows – abgesichert über die Microsoft-Entra-Agent-ID für Unternehmenssicherheit.

