Teenage Engineering verdoppelt Speicher des EP-133 K.O. II

Der schwedische Hersteller verdoppelt den Internspeicher seines beliebten Samplers auf 128 MB. Das aktualisierte Gerät kommt mit ausgereifter Software und einem nahezu unveränderten Preis.

Der schwedische Hersteller Teenage Engineering hat die meistgewünschte Funktion für seinen beliebten Sampler EP-133 K.O. II nachgeliefert. Ab sofort ist das Gerät mit doppeltem Internspeicher erhältlich – und das zum fast unveränderten Preis. Die auf 128 MB aufgerüstete Version löst das Vorgängermodell mit 64 MB ab und kostet wie angekündigt 329 Euro.

Hardware-Update behebt größte Schwäche

Am 28. Januar bestätigte das Unternehmen das Hardware-Refresh für das ursprünglich Ende 2023 eingeführte Gerät. Das retro-inspirierte „Taschenrechner“-Design und die workflow-orientierte „Punch-in“-Bedienung bleiben erhalten. Doch im Inneren hat sich entscheidendes getan: Die Speicherkapazität wurde von 64 auf 128 MB verdoppelt.

Damit reagiert Teenage Engineering direkt auf die Kritik der Nutzer-Community. Das alte Modell zwang viele Anwender zum aufwändigen Speichermanagement, besonders bei Stereo-Samples oder längeren Audio-Clips. Die neue Kapazität ermöglicht nun etwa 999 Sample-Slots und deutlich längere Gesamtaufnahmezeiten. Komplexere Arrangements und längere Backing-Tracks werden so realistisch.

Der Verkauf der 64-MB-Version wurde eingestellt. Für 329 Euro ist das neue Modell bei großen Musikhändlern wie Thomann sofort lieferbar. Der Preis liegt nur geringfügig über der Einführungspreis von 299 US-Dollar des Ursprungsmodells.

Ausgereiftes Software-Paket von Anfang an

Das aktualisierte Gerät wird mit der neuesten Firmware ausgeliefert. Es profitiert damit von über zwei Jahren Software-Entwicklung. Besonders bedeutend: Die Features des großen „Champions“-Updates (OS 2.0) vom April 2025 sind vorinstalliert.

Diese umfassende Software-Überholung brachte entscheidende Workflow-Verbesserungen, die Neukunden sofort nutzen können:
* Song-Modus: Ermöglicht das Verketten von Szenen und das Erstellen strukturierter Arrangements – ein Abschied von der reinen Loop-basierten Nutzung.
* Resampling: Die interne Audio-Ausgabe kann direkt wieder in einen Sample-Slot aufgenommen werden, essenziell für Sounddesign und Effektverarbeitung.
* Sidechain-Kompression: Ein eingebauter „Ducker“ für den typisch „pumpenden“ Dynamik-Effekt in der elektronischen Musik.
* Erweiterte Polyphonie: Unterstützung für bis zu 16 Mono- oder 12 Stereo-Stimmen, optimiert durch Updates Ende 2025.

Beobachter sehen in der Kombination aus 128-MB-Hardware und ausgereifter v2.0+-Software die Lösung für die beiden Hauptkritikpunkte am Debüt 2023: Speichergrenzen und Software-Probleme.

Starke Position im Portables-Markt

Das Update kommt kurz nach der NAMM Show 2026 und positioniert den EP-133 K.O. II 128MB als starken Konkurrenten im Markt der portablen Grooveboxen. Durch den doppelten Speicher rückt das Gerät näher an die Nutzbarkeit von Konkurrenzprodukten wie dem Roland SP-404MKII heran. Sein Fokus bleibt aber auf einem schnellen, unmittelbaren Workflow – nicht auf tiefem Menü-Diving.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Mit der stabilisierten 128-MB-Hardwareplattform dürfte sich Teenage Engineering nun auf weitere Software-Verfeinerungen konzentrieren. Firmware-Logs von Ende 2025 (Version 2.0.5) deuten einen Fokus auf Audio-Stabilität und präzise MIDI-Timing an. Das Unternehmen priorisiert damit offenbar die Zuverlässigkeit für den professionellen Einsatz.

Für Besitzer des 64-MB-Modells ist die Ankündigung durchwachsen. Software-Features wie der Song-Modus sind zwar kompatibel, der physische Speicher-Ausbau jedoch nicht nachrüstbar. Die Einstellung des alten Modells legt nahe, dass sich alle künftige Produktion und Unterstützung auf den neuen Standard konzentrieren werden. Das könnte den Lebenszyklus der EP-133-Plattform insgesamt verlängern.