Telefonbetrüger nutzen KI für neue Maschen

Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz und gefälschte Behördennummern für Betrugsanrufe mit angeblichen Gewinnen oder günstigen Stromverträgen. Polizei und Verbraucherschützer warnen vor den ausgeklügelten Methoden.

Eine Welle raffinierter Betrugsanrufe überrollt derzeit Deutschland. Kriminelle geben sich als Mitarbeiter von Lotterien oder Energieversorgern aus, um an Geld und Daten zu gelangen. Polizei und Verbraucherschützer warnen vor den ausgeklügelten Methoden.

Die Täter setzen zunehmend auf psychologischen Druck und aktuelle Themen wie die Energiepreisbremse. Besonders beunruhigend: Sie nutzen künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe persönlicher und überzeugender zu gestalten.

Falsche Lotteriegewinne locken Opfer

Eine der häufigsten Methoden ist der angebliche Lottogewinn. Die Betrüger gratulieren am Telefon zu hohen Geld- oder Sachpreisen. Zur Auszahlung verlangen sie jedoch Vorleistungen für angebliche Bearbeitungsgebühren, Notarkosten oder Steuern.

Anzeige

Telefonbetrug wird immer raffinierter – Betrüger kombinieren vorgetäuschte Gewinne, gefälschte Behördennummern und KI-unterstützte Ansprache, um an Ihre Kontodaten zu kommen. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in einer kompakten 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie Anruf-Tricks erkennen, sensible Daten schützen und unrechtmäßige Abbuchungen verhindern. Ideal für Privatpersonen und kleine Teams, die schnell wirksame Schutzmaßnahmen umsetzen möchten. Jetzt Anti-Phishing-Guide herunterladen

Die Opfer sollen diese Beträge per Überweisung oder via Guthabenkarten begleichen. In anderen Fällen behaupten die Anrufer, ein kostenpflichtiges Probe-Abo laufe nun weiter. Ihr Ziel: Sie wollen an die IBAN der Angerufenen gelangen, um unrechtmäßige Abbuchungen vorzunehmen.

Die Polizei hat einen einfachen Ratschlag: Wer nicht an einer Lotterie teilgenommen hat, kann auch nichts gewonnen haben. Das Europäische Verbraucherzentrum warnt, dass die Täter oft Namen bekannter ausländischer Lotterien missbrauchen.

Gefälschte Stromverträge per Telefon

Eine weitere perfide Masche zielt auf das Unterjubeln neuer Energieverträge ab. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter des aktuellen Stromanbieters, von Vergleichsportalen oder sogar der Bundesnetzagentur aus.

Als Vorwand nutzen sie oft die ausgelaufene Strompreisbremse oder versprechen deutlich günstigere Tarife. Ihr Ziel ist die Zählernummer und die IBAN. Mit diesen Daten leiten sie ohne Wissen des Verbrauchers einen Anbieterwechsel zu schlechteren Konditionen ein.

Die Bundesnetzagentur stellt klar: Sie kontaktiert niemals von sich aus Bürger, um Vertragsdaten abzufragen. Auch Verbraucherzentralen starten keine unaufgeforderten Anrufe. Sensible Daten gehören nicht an das Telefon.

KI und Call-ID-Spoofing: Die technische Aufrüstung

Die Betrüger werden technisch immer versierter. Durch Call-ID-Spoofing lassen sie im Telefondisplay vertrauenswürdige Rufnummern anzeigen – etwa von Polizeidienststellen oder Behörden. Das untergräbt das Misstrauen der Opfer erheblich.

Sicherheitsexperten warnen zudem vor dem zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz. KI-Systeme personalisieren Anrufe und Textnachrichten (Smishing) in großem Stil und machen sie so überzeugender.

Telekommunikationsanbieter arbeiten an Gegenmaßnahmen wie „Branded Calls“. Dabei wird der verifizierte Firmenname im Display angezeigt, um betrügerische Anrufe einzudämmen.

So schützen Sie sich vor Betrugsanrufen

Verbraucherschützer und Polizei geben klare Handlungsempfehlungen:
* Seien Sie bei unaufgeforderten Anrufen grundsätzlich misstrauisch.
* Geben Sie niemals persönliche Daten wie Kontonummern, Passwörter oder Zählernummern am Telefon preis.
* Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort durch Auflegen.
* Melden Sie den Vorfall der Bundesnetzagentur und der Polizei.
* Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Unberechtigte Abbuchungen können Sie innerhalb von acht Wochen bei Ihrer Bank zurückbuchen lassen.

Moderne Smartphones und Router bieten zudem die Möglichkeit, unerwünschte Nummern zu blockieren.

Immer neue Methoden erfordern Wachsamkeit

Der Kampf gegen Telefonbetrug ist ein Wettlauf. Während Betrüger ihre Methoden mit KI weiterentwickeln, rüsten auch Netzbetreiber und Smartphone-Hersteller nach. Künftige Smartphone-Modelle sollen integrierte Funktionen zur Betrugserkennung erhalten.

Doch der wirksamste Schutz bleibt die Aufklärung der Verbraucher. Ein gesundes Misstrauen und die Kenntnis der gängigen Maschen sind entscheidend, um nicht selbst zum Opfer zu werden. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Betrugsversuche weiter steigen wird.

Anzeige

PS: Wussten Sie, dass viele Betrugsanrufe durch einfache technische Maßnahmen und Verhaltensregeln abgewehrt werden können? Der Gratis-Report liefert praktische Checklisten — von Nummernsperre über Prüfverfahren bei unerwarteten Abbuchungen bis zu Sofortmaßnahmen nach einem Verdacht — damit IBAN-Diebstahl und unerwünschte Anbieterwechsel keine Chance haben. Jetzt kostenloses Anti-Phishing-Paket sichern