Die Deutsche Telekom hat eine der größten KI-Fabriken Europas in Betrieb genommen. Die Investition von über einer Milliarde Euro soll die digitale Souveränität stärken und Mobilfunknetze sicherer machen.
Industrial AI Cloud: Rechenkraft made in Germany
Das Herzstück ist die neue Industrial AI Cloud in München. Sie verfügt über rund 10.000 spezialisierte Grafikprozessoren von Partner Nvidia. Die enorme Rechenleistung steht deutschen und europäischen Unternehmen, Forschung und Behörden zur Verfügung.
Der große Vorteil: Sensible Daten verbleiben physisch in Deutschland und unterliegen dem europäischen Datenschutzrecht. Das schafft eine Alternative zu US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon oder Google. Die Nachfrage ist hoch – die Anlage ist bereits zu über einem Drittel ausgelastet.
KI als digitales Schutzschild für Millionen Kunden
Die Technologie bildet auch das Rückgrat für die interne Cyber-Abwehr der Telekom. Im Security Operations Center (SOC) analysieren Spezialisten täglich Milliarden sicherheitsrelevanter Daten. Der Großteil läuft automatisiert ab.
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Mehr als zwei Dutzend hauseigene KI-Systeme, sogenannte „Superhirne“, überwachen permanent die Netzwerkinfrastruktur. Sie wehren pro Minute zwischen 30.000 und 40.000 Angriffsversuche ab. Jeder Smartphone-Nutzer des Konzerns profitiert direkt von dieser Aufrüstung.
Selbstlernendes Netz antizipiert Menschenmassen
Besonders im Mobilfunk setzt die Telekom auf proaktive KI-Lösungen. Ein zentrales Element ist der „RAN Guardian Agent“. Dieses KI-System überwacht und optimiert autonom das Funkzugangsnetz.
Die KI kann sogar vorausschauend handeln: Sie analysiert öffentliche Daten wie Veranstaltungskalender. Erwartet sie große Menschenansammlungen bei einem Konzert oder Sportevent, prüft ein weiterer Agent die Kapazitäten der umliegenden Funkzellen. Bei Bedarf passt er sie rechtzeitig an. So verbessert sich die Netzqualität, noch bevor Probleme entstehen.
Strategischer Schachzug im globalen Wettlauf
Die KI-Fabrik ist mehr als ein technologischer Meilenstein. Sie ist eine strategische Antwort auf globale Abhängigkeiten. Wirtschafts- und Politikvertreter loben das Projekt als Beitrag zur digitalen Souveränität Europas.
In einer Zeit, in der Cyber-Angriffe zunehmend von staatlichen Akteuren ausgehen und selbst KI-generiert werden, gewinnt der Aufbau eigener, sicherer Infrastrukturen an Bedeutung. Die Telekom positioniert sich damit als europäische Alternative, die höchste Sicherheitsstandards garantieren will.
Die Vision ist ein vollständig autonomes Netzwerk. Es soll Störungen und Angriffe nicht nur abwehren, sondern sie antizipieren und neutralisieren, bevor sie den Nutzer erreichen. Die neue Rechenkraft aus München soll diesen Weg entscheidend vorantreiben.
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