TerraPay und Alipay+: Afrikanische Wallets bei 150 Mio. Händlern

TerraPay und Alipay+ wollen 15 afrikanische Wallets mit 150 Millionen Händlern verbinden und grenzüberschreitendes Bezahlen erleichtern.

TerraPay und Alipay+ haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, die grenzüberschreitende QR-Zahlungen zwischen afrikanischen Mobile-Wallets und dem globalen Alipay+-Händlernetzwerk ermöglichen soll. In einer ersten Phase können Nutzer von 15 afrikanischen Wallets im Xend-Netzwerk künftig bei mehr als 150 Millionen Alipay+-Händlern bezahlen, wie beide Unternehmen mitteilten.

Die Kooperation erweitert TerraPays Fähigkeiten über reine Geldtransfers hinaus in Richtung In-Store-Zahlungen weltweit. Für afrikanische Verbraucher bedeutet dies, dass sie ihre gewohnten mobilen Zahlungsmittel künftig auch außerhalb ihrer Heimatmärkte einsetzen können, ohne auf traditionelle Kartennetzwerke oder Bargeld zurückgreifen zu müssen.

Alipay+ als globales Bindeglied

Alipay+ verbindet nach eigenen Angaben mehr als 50 Zahlungspartner mit über 150 Millionen Händlern in 220 Märkten weltweit. Die Führungsspitzen beider Unternehmen wurden in der Ankündigung zitiert und betonten die Bedeutung der Partnerschaft für die Interoperabilität mobiler Zahlungssysteme über Kontinente hinweg.

Für Alipay+ fügt sich die Vereinbarung mit TerraPay in eine Strategie ein, das eigene Netzwerk durch regionale Wallet-Partner zu erweitern, statt eigene Infrastruktur in jedem einzelnen Markt aufzubauen.

Teil eines breiteren Trends zu grenzüberschreitender Interoperabilität

Die TerraPay-Alipay+-Partnerschaft reiht sich in eine Reihe ähnlicher Initiativen ein, die in den vergangenen Tagen bekannt wurden und zeigen, wie stark der Druck in Richtung länderübergreifender mobiler Zahlungssysteme aktuell ist.

Anzeige

Wer sich mit den Trends im digitalen Zahlungsverkehr befasst, möchte oft auch bewährte Dienste im Alltag sicher nutzen. Dieses kostenlose Startpaket zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie PayPal einfach einrichten und Funktionen wie den Käuferschutz optimal für sich verwenden. Kostenlosen Ratgeber mit bebilderter Anleitung jetzt sichern

So kündigten FOMO Pay und NPCI International eine Partnerschaft an, die UPI-QR-Zahlungen in Singapur ermöglichen soll – Resorts World Sentosa fungiert dabei als erster Händler. Indische Besucher sollen künftig in Rupien zahlen können, während Händler die Abwicklung in Singapur-Dollar vornehmen; laut den beteiligten Unternehmen besuchten 2025 rund 1,2 Millionen indische Reisende Singapur.

Auch auf politischer Ebene wird das Thema vorangetrieben: Premierminister Modi forderte beim Global Fintech Fest 2026 eine Anbindung von UPI an weitere Länder-Zahlungssysteme, um Überweisungskosten zu senken.

Indien erhielt im Geschäftsjahr 2025 Überweisungen in Höhe von 135,4 Milliarden US-Dollar, UPI ist demnach bereits in 11 Ländern live und verarbeitete im August nach unterschiedlichen Angaben zwischen 2.400 Crore und 24,51 Milliarden Transaktionen. Auch der RBI-Gouverneur äußerte sich bei der Veranstaltung zu dem Thema.

Anzeige

Moderne Bezahlsysteme bieten viele Vorteile, werfen aber auch Fragen zur Sicherheit und den richtigen Einstellungen auf. In diesem Gratis-Spezialreport erfahren Sie fünf wichtige Tipps und Tricks zur App-Nutzung, mit denen Sie wie ein Profi online bezahlen und Geld senden. Zum kostenlosen PayPal-Spezialreport (PDF)

Ergänzend dazu starteten PhonePe und Visa beim Global Fintech Fest 2026 drei neue Zahlungslösungen: Tap to Pay, Cross Border Scan to Pay – erstmals in Indien verfügbar und für 14 Märkte ausgelegt, darunter Singapur, Japan und Südkorea – sowie Smart Accept, das Kartenzahlungen auf Smartphones ohne zusätzliche POS-Hardware ermöglicht. Tap to Pay rollt ab dem 9. September 2026 aus. PhonePe verweist auf eine Nutzerbasis von 71,5 Crore.

Bedeutung für Verbraucher und Handel

Die Häufung solcher Ankündigungen innerhalb weniger Tage deutet darauf hin, dass Zahlungsdienstleister und nationale Infrastrukturen zunehmend versuchen, regionale Wallet-Ökosysteme grenzüberschreitend nutzbar zu machen.

Für Reisende und Handelsunternehmen könnte dies mittelfristig bedeuten, dass mobile Wallets aus dem Heimatland auch im Ausland ohne Umwege über Fremdwährungskonten oder klassische Kreditkarten funktionieren.

Ob und wie schnell sich diese Interoperabilität in der Breite durchsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie viele weitere regionale Wallet-Betreiber sich Netzwerken wie Alipay+ oder UPI anschließen.