Tesla: Neuer Supercomputer für Autos und Roboter entdeckt

Tesla stattet neue Fahrzeuge mit einem leistungsstärkeren, dreifach redundanten Bordcomputer aus, der als Brücke zum kommenden KI-Chip AI5 dient und die Autonomie-Funktionen vorantreibt.

Tesla stattet seine Elektroautos offenbar heimlich mit einem leistungsstärkeren Bordcomputer aus. Dieser könnte die Brücke zur nächsten KI-Chip-Generation schlagen.

Ein neuer, dreifach redundanter Computer namens Hardware 4.5 wurde in frisch produzierten Model Y entdeckt. Diese unangekündigte Zwischenlösung soll die Rechenkraft für die kommenden Updates des Full Self-Driving (FSD)-Systems bereitstellen. Sie ebnet den Weg für den revolutionären AI5-Chip, der 2027 in Serie gehen soll.

Heimliche Aufrüstung in neuen Fahrzeugen

Die Hinweise kamen von Kunden selbst. Besitzer neu ausgelieferter Model Y aus den Werken in Fremont und Austin fanden kürzlich ein Autopilot-Modul mit der Bezeichnung „AP45“. Die dazugehörige Teilenummer führte im offiziellen Tesla-Ersatzteilkatalog zur Beschreibung „CAR COMPUTER – LEFT HAND DRIVE – PROVISIONED – HARDWARE 4.5“.

Dies deutet auf einen stillen Rollout hin. Tesla verfolgt seit Jahren eine Strategie der vertikalen Integration und entwickelt eigene KI-Chips, um Leistung und Effizienz für seine FSD-Software zu maximieren. Hardware 4.5 scheint der nächste iterative Schritt dieser rasanten Hardware-Entwicklung zu sein.

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Drei Chips für mehr Sicherheit und Leistung

Die spekulative Drei-Chip-Architektur wäre ein großer Schritt. Bislang setzten die FSD-Computer HW3 und HW4 auf ein redundantes Zwei-Chip-Design. Ein dritter Chip könnte die Zuverlässigkeit und Performance auf ein neues Niveau heben.

Experten sehen mehrere Vorteile:
* Mehr Rechenkraft: Größere und komplexere neuronale Netze für fortschrittlichere FSD-Funktionen wären möglich.
* Robustere Fehlertoleranz: Ein Triple Modular Redundancy (TMR)-System könnte Entscheidungen per „Mehrheitsvotum“ der drei Chips treffen und Ausreißer ausschließen.
* Schattenmodus: Der dritte Chip könnte im Hintergrund eine experimentellere FSD-Version testen, ohne das Fahrverhalten zu beeinflussen.

Strategische Brücke zum KI-Durchbruch

Hardware 4.5 gilt als Wegbereiter für den Hauptakt: den AI5-Chip. Dessen Design soll fast fertig sein und einen revolutionären Leistungssprung bringen. AI5 ist nicht nur für das vollautonome Fahren der nächsten Generation gedacht, sondern soll auch Teslas humanoide Optimus-Roboter antreiben.

Die Einführung von HW4.5 ist strategisch klug. Sie verhindert, dass die wachsende Komplexität der neuronalen Netze an die Grenzen der aktuellen Hardware 4 stößt. Fahrzeuge aus dem Jahr 2026 bleiben so für künftige Software-Updates gerüstet, während AI5 für die Massenproduktion 2027 vorbereitet wird.

Tesla setzt auf eigene Chips gegen die Konkurrenz

Teslas rastlose eigene Chip-Entwicklung ist Kern seiner Autonomie-Strategie. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die auf Fremdhardware setzen, kann das Unternehmen die Architektur perfekt auf seine kamerabasierten neuronalen Netze zuschneiden. NVIDIAs CEO bezeichnete Teslas FSD-System bereits als „weltklasse“ und „state-of-the-art“.

Jede Hardware-Generation muss immer anspruchsvollere KI-Modelle verarbeiten, die aus den Daten von Millionen Tesla-Fahrzeugen lernen. Ein Drei-Chip-System zeigt: Die Rechenanforderungen für das vollständig unbeaufsichtigte Fahren erreichen eine neue Schwelle.

Warten auf den nächsten großen Sprung

Die Branche wartet nun auf eine offizielle Bestätigung zu Hardware 4.5 und einen konkreteren Zeitplan für AI5. Die Produktion des AI5-Chips durch Samsung und TSMC in 2nm- und 3nm-Verfahren soll im Laufe des Jahres 2026 anlaufen. Bis zur Hochvolumenproduktion 2027 könnte der leistungsstarke Zwischencomputer HW4.5 die notwendige Rechenpower liefern, um die Grenzen der Autonomie weiter zu verschieben.

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