Tesla setzt voll auf autonomes Fahren

Tesla fokussiert sich auf autonome Mobilität und stellt die Produktion der Modelle S und X ein. Ein neues Robotaxi-Netzwerk mit verschiedenen Fahrzeugtypen soll ab April 2026 starten.

Tesla beschleunigt den Wandel vom Elektroauto-Hersteller zum KI-Konzern. Der Schlüssel dazu ist ein neues, vielschichtiges Robotaxi-Netzwerk mit einem klaren Zeitplan für die Produktion.

Austin, 02. Februar 2026 – Der US-Konzern stellt seine Strategie für den autonomen Fahrdienst auf eine breitere Basis. Statt eines Einheitsfahrzeugs setzt Tesla künftig auf eine diversifizierte Flotte, die von einer einheitlichen Softwareplattform gesteuert wird. Diese Neuausrichtung unterstreicht einen fundamentalen Strategiewechsel: Autonome Mobilität und Robotik werden zur zentralen Säule für das künftige Wachstum. Um Kapazitäten freizumachen, will Tesla die Produktion der Modelle S und X bis Mitte 2026 auslaufen lassen.

Eine Flotte für alle Fälle

Das Robotaxi-Netzwerk soll ein umfassendes Transportsystem werden. Den Kern bildet der futuristische Cybercab, ein zweisitziges Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale, das für die meisten Fahrten gedacht ist. Doch er ist nur ein Teil des Puzzles.

Für größere Gruppen soll das bewährte Model Y zum Einsatz kommen, in einer möglichen Langversion sogar für bis zu sechs Personen. Für noch größere Transportaufgaben könnte ein autonomer „Robovan“ in die Flotte integriert werden. Dieser flexible Ansatz soll die Vielfalt heutiger Verkehrsmittel abbilden – von der Einzelfahrt bis zum Familienausflug.

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Produktionsstart mit Bedacht

Der Zeitplan für das spezialisierte Robotaxi wird konkreter. Der „echte Produktionshochlauf“ für den Cybercab soll im April 2026 beginnen. Das Fahrzeug wird auf Teslas neuer Plattform für Hochvolumen- und Niedrigkostenfertigung gebaut.

Doch das Unternehmen dämpft die Erwartungen. Die anfängliche Produktionsgeschwindigkeit für den Cybercab und den humanoiden Optimus-Roboter werde „quälend langsam“ sein, so jüngste Aussagen. Grund ist die Neuheit fast aller Komponenten und Prozesse, die einen behutsamen Start erfordern, bevor in die Serienfertigung gehen kann.

Wettlauf mit Waymo und neuen Regeln

Der Fokus auf das Robotaxi-Netzwerk ist ein strategisches Gambit. Tesla positioniert sich neu als KI- und Robotikfirma und beendet die Entwicklung neuer, von Menschen gesteuerter Fahrzeuge – mit Ausnahme des angekündigten Roadsters der zweiten Generation.

Für die Bewertung des Unternehmens ist dieser Schritt entscheidend. Ein großer Teil seines Börsenwerts hängt am erfolgreichen Durchbruch zur Vollautonomie und einem profitablen Fahrdienst. Damit tritt Tesla in direkte Konkurrenz zu etablierten Playern wie Waymo. Gleichzeitig steht die gesamte Branche unter schärferer regulatorischer Beobachtung, wie jüngste bundesweite Untersuchungen zu Vorfällen mit autonomen Fahrzeugen zeigen.

Aggressive Expansion läuft bereits

Während der Cybercab noch in den Startlöchern steht, expandiert Tesla sein bestehendes Netzwerk bereits aggressiv. Der Dienst ist derzeit in Austin, Texas, und im Großraum San Francisco in Betrieb.

Nach dem jüngsten Quartalsbericht bestätigte das Unternehmen ehrgeizige Expansionspläne für das erste Halbjahr. Der Robotaxi-Service soll in sieben neuen Metropolregionen starten: Dallas, Houston, Phoenix, Miami, Orlando, Tampa und Las Vegas. Diese rasche Expansion signalisiert das Vertrauen in die eigene Software und den Willen, früh Marktanteile im jungen autonomen Fahrdienstmarkt zu sichern.

Allerdings: Trotz einer Ankündigung Ende Januar über den Start „unbeaufsichtigter“ Fahrten in Austin berichten Nutzer vor Ort, dass alle öffentlich verfügbaren Fahrten weiterhin einen menschlichen Sicherheitsfahrer an Bord haben.

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