Tesla weitet sein Optimus-Programm in Texas aus und setzt dabei auf menschliche Bewegung als Vorbild für seine Roboter. Die Daten sollen den Weg zu einem erschwinglichen Alltagshelfer ebnen.
Austin, Texas – Der Elektroauto-Pionier Tesla beschleunigt seine Roboter-Offensive. Im texanischen Gigafactory-Werk in Austin hat das Unternehmen diese Woche eine neue Trainingsphase für seinen humanoiden Optimus-Roboter gestartet. Dafür sammeln jetzt speziell ausgerüstete Mitarbeiter Bewegungsdaten auf dem Fabrikboden. Dieser Schritt markiert eine entscheidende Wende für Tesla: vom reinen Autobauer zum führenden Anbieter für Künstliche Intelligenz und Robotik.
Mit Datenanzug und VR-Brille: Menschen trainieren die Roboter
Die Methode klingt simpel, ist aber hochkomplex: Als „Data Collection Operators“ laufen Arbeiter in speziellen Motion-Capture-Anzügen und mit VR-Brillen festgelegte Routen in der Fabrik ab. Jede Bewegung wird aufgezeichnet und fließt in Teslas neuronale Netze ein. Dieses „Imitation Learning“ soll dem Roboter beibringen, wie er sich in einer dynamischen Fertigungsumgebung sicher bewegt und empfindliche Teile handhabt.
Passend zum Thema Fabriktraining und Mensch‑Roboter‑Interaktion: Wenn neue Fertigungslinien mit Motion‑Capture und humanoiden Robotern eingeführt werden, müssen Gefährdungen rechtssicher bewertet werden. Unser kostenloser Leitfaden bietet fertige Vorlagen, eine Risikomatrix und praxisnahe Checklisten für Gefährdungsbeurteilungen in Produktions‑ und KI‑Umgebungen – damit Sicherheitsbeauftragte Prüfungen durch Aufsichtsbehörden bestehen und die Integration von Wearable‑Tech gelingt. Gefährdungsbeurteilung mit Vorlagen jetzt kostenlos herunterladen
„Die Daten aus Austin sind der Schlüssel“, erklärt ein Branchenbeobachter. Die Fabrik, in der der Cybertruck und das Model Y vom Band rollen, biete eine weitaus komplexere Trainingsumgebung als frühere Teststandorte in Palo Alto oder Fremont. Hier lernt Optimus, neben schwerem Gerät und Menschen zu arbeiten – eine Voraussetzung für den industriellen Einsatz.
Strategische Weichenstellung: Austin wird zum Roboter-Hub
Die Aktivitäten in Texas sind kein Zufall. CEO Elon Musk bestätigte kürzlich, dass die Austin-Fabrik für die „deutlich höheren Stückzahlen“ einer zukünftigen „Optimus V4“-Generation vorgesehen ist. Die Pilotproduktion des Vorgängermodells „Optimus V3“ soll dagegen im Stammwerk Fremont starten.
Der Zeitplan ist ambitioniert. Aus China wurde bereits das bevorstehende Debüt des „Optimus V3“ angekündigt, den Tesla als ersten in Großserie produzierten humanoiden Roboter beschreibt. Das Design soll von Grund auf neu gedacht sein, um unabhängig von klassischen Automobil-Lieferketten zu werden.
Ein Luxus-Auto muss weichen: Das Ende von Model S und X
Der Fokus auf die Robotik hat Konsequenzen für das Kerngeschäft. Wie Tesla vergangene Woche bekannt gab, wird die Produktion der Luxusmodelle Model S und Model X im kommenden Quartal eingestellt. Die freiwerdenden Flächen in Fremont werden für die Roboterfertigung umgerüstet.
Diese strategische Entscheidung stößt in der Finanzwelt auf ein geteiltes Echo. Analysten sehen das Risiko, profitable Fahrzeuglinien für eine noch unerprobte Technologie zu opfern. Der Druck auf das Optimus-Programm, schnell Rendite zu liefern, ist immens. Musk kontert mit einer gewagten Prognose: Der Roboter könne den Unternehmenswert in die Billionen treiben. Zu einem Stückpreis von 20.000 bis 30.000 US-Dollar soll Optimus für den breiten industriellen und kommerziellen Einsatz erschwinglich werden.
Der Countdown läuft: Nützliche Aufgaben bis Ende 2026
Das aktuelle Training zielt darauf ab, die Software-„Gehirne“ der Roboter fit für den Fabrikalltag zu machen. Das Ziel: Bis Ende 2026 soll Optimus in Teslas eigenen Werken komplexe, nützliche Aufgaben übernehmen. Verkäufe an externe Kunden könnten bereits 2027 beginnen.
Die „Wearable Tech“-Methode soll die letzte Hürde überwinden – die feinmotorische Geschicklichkeit. Indem Menschen Aufgaben wie das Sortieren von Batteriezellen physisch vorführen, während die VR-Brille die Roboter-Perspektive simuliert, entsteht ein perfekt abgestimmter Datensatz für das Kamerasystem des Roboters.
Milliarden-Investition und volatile Börse
Die Reaktion der Märkte auf diesen beschleunigten Kurswechsel ist gespalten. Die Tesla-Aktie zeigt sich volatil, während Investoren die kapitalintensive Transition verarbeiten. Für 2026 plant das Unternehmen Kapitalausgaben von über 20 Milliarden US-Dollar, vorangetrieben von KI-Infrastruktur und den neuen Roboter-Fertigungslinien.
Doch in Austin herrscht Aufbruchstimmung. Mit dem Auslaufen der Luxusmodelle und den ersten Motion-Capture-Anzügen auf dem Fabrikboden sendet Tesla ein klares Signal: Die Zukunft des Unternehmens spielt sich nicht nur auf der Straße, sondern zunehmend in der Fabrikhalle ab. Der Wettlauf um den ersten humanoiden Roboter für den Massenmarkt ist in eine neue, entscheidende Phase getreten.
PS: Übrigens – Aufsichtsbehörden fragen inzwischen gezielt nach Risiken bei Mensch‑Maschine‑Kollaboration. Sparen Sie Zeit bei der Umsetzung: Das Gratis‑E‑Book enthält eine Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, editierbare Vorlagen und eine Risikomatrix, mit der Sie schnell eine prüfungsfähige Gefährdungsbeurteilung erstellen – ideal für Sicherheitsbeauftragte in Produktionsbetrieben mit KI‑Projekten. Kostenlose GBU‑Checkliste & Vorlagen sichern





