Tesla stellt Model S und X ein – für Millionen humanoider Roboter

Tesla stellt die Produktion der Modelle S und X ein und rüstet seine Fabrik für die Serienfertigung des Optimus Gen 3 um. Der Konzern vollzieht damit einen radikalen Wandel vom Autobauer zum KI-Roboter-Hersteller.

Tesla beendet die Produktion seiner Luxus-Elektroautos und setzt stattdessen voll auf humanoide Roboter. Die legendären Modelle S und X werden ab Mitte 2026 nicht mehr gebaut. Stattdessen entsteht in der kalifornischen Stammfabrik die Massenproduktion für den Optimus Gen 3, Teslas nächste Roboter-Generation. Für Konzernchef Elon Musk ist klar: Der Markt für Roboter wird den für Autos eines Tages in den Schatten stellen.

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Tesla setzt voll auf KI und humanoide Roboter – und die Regeln für solche Systeme haben sich verändert. Die EU‑KI‑Verordnung ist seit August 2024 in Kraft und stellt klare Anforderungen an Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und Dokumentation für Entwickler und Anwender. Wer jetzt plant, Optimus & Co. in Serie zu bringen, sollte die neuen Pflichten kennen: Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Schritte Unternehmen jetzt gehen müssen. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden sichern

Vom Autobauer zum KI-Roboter-Pionier

Die Entscheidung markiert eine historische Wende. Die Modelle S und X begründeten einst Teslas Ruf als Premium-Marke. Jetzt macht ihre Produktionslinie in Fremont Platz für die Zukunft. Das Werk wird umgerüstet, um künftig bis zu eine Million Optimus-Roboter pro Jahr zu fertigen. Für Tesla ist das der logische Schritt: Die Stückzahlen der Luxuslimousinen waren zuletzt marginal, während das Wachstum im KI- und Robotik-Sektor explodiert.

„Ein ehrenvoller Abschied“ nennt das Unternehmen die Einstellung der Fahrzeugprogramme. Die Ressourcen fließen nun in das, was Tesla als seinen nächsten großen Wachstumstreiber sieht: physische Künstliche Intelligenz. Der Konzern betont, dass der Umbau nicht zu Jobverlusten führen soll. Im Gegenteil – mit steigender Roboter-Produktion könnte die Belegschaft sogar wachsen.

Optimus Gen 3: Der erste Roboter für die Fabrikhalle

Anders als die Vorgängerprototypen ist der Optimus Gen 3 von Grund auf für den Masseneinsatz konzipiert. Er soll über deutlich verbesserte Hände für feinmotorische Aufgaben verfügen und von Teslas eigener Full Self-Driving (FSD)-KI gesteuert werden. Sein Einsatzgebiet? Gefährliche, repetitive und monotone Arbeiten übernehmen.

Zunächst will Tesla die Roboter in den eigenen Fabriken testen – für Logistik, Sortiervorgänge und Montage. Diese Strategie ist typisch für den Konzern: Neue Technologien zuerst im eigenen Ökosystem erproben, iterieren und dann vermarkten. Elon Musk peilt einen langfristigen Stückpreis zwischen 20.000 und 30.000 US-Dollar an. Ein Preis, der globale Arbeitsmärkte auf den Kopf stellen könnte.

Hohe Ambitionen, große Herausforderungen

Mit dem radikalen Schritt tritt Tesla in direkte Konkurrenz zu etablierten Playern wie Boston Dynamics oder Newcomern wie Figure AI. Analysten sehen Teslas Expertise in Massenfertigung und KI-Integration als großen Vorteil. Doch die Skepsis ist ebenfalls groß: Humanoide Robotik ist extrem komplex. Die Produktion auf eine Million Einheiten pro Jahr hochzufahren, wäre eine beispiellose Herkulesaufgabe.

Kritiker verweisen darauf, dass die aktuellen Optimus-Prototypen noch in der Entwicklungsphase stecken und keinen breiten, produktiven Einsatz in Fabriken nachweisen können. Der Produktionshochlauf werde weit schwieriger als bei Autos. Kann Tesla den ehrgeizigen Zeitplan einhalten? Die Antwort wird die Zukunft des Konzerns definieren.

Ein Unternehmen im radikalen Wandel

Mit der angekündigten Vorstellung des Optimus Gen 3 in den kommenden Monaten und dem Start der Serienproduktion noch 2026 steht Tesla vor seinem bislang größten Wandel. Gelingt der Sprung, erschließt sich dem Konzern ein gigantischer neuer Markt. Das Risiko ist jedoch enorm.

Die Umrüstung der Model-S/X-Linien hat bereits begonnen. Sie ist das sichtbare Zeichen für Teslas Reise – vom Elektroauto-Hersteller zum führenden Unternehmen für künstliche Intelligenz in physischer Form. Ob diese Wette aufgeht, wird die Tech-Welt in den nächsten Jahren fasziniert verfolgen.