Samsung hat laut Berichten von digitimes.com, sedaily.com und businesskorea.co.kr vom 15. September 2026 die Testproduktion des KI5-Prozessors (AI5) von Tesla im Foundry-Werk in Taylor, Texas, aufgenommen. Der Chip wird im 2-nm-Verfahren gefertigt, Ziel der aktuellen Phase ist die Verifikation der Ausbeute (Yield), bevor die Fertigung in den Vollbetrieb übergeht.
Vorgezogener Zeitplan, Milliardenauftrag
Der ursprünglich für etwa November geplante Vollbetrieb wurde nach Angaben von sedaily.com und businesskorea.co.kr vorgezogen. Die Verifikation der Massenproduktion soll demnach bis Jahresende abgeschlossen sein, die vollständige Auslieferung an Tesla ist ab 2027 vorgesehen.
Der Auftrag hat laut denselben Quellen ein Volumen von 16,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 22 Billionen Won. Der KI5-Chip soll bei Tesla in den Modellen 3 und Y, im Cybercab, in der Roboterplattform Optimus sowie in KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Allerdings weist tesery.com darauf hin, dass es sich derzeit um eine Prototypen- beziehungsweise Testproduktion handelt, nicht um eine Massenfertigung. Eine offizielle Bestätigung von Tesla oder Samsung zu Volumen, Zeitplan oder tatsächlicher Ausbeute liegt bislang nicht vor. Zudem liefert laut ajupress.com auch TSMC eine eigene Version des KI5-Chips, sodass Samsung nicht alleiniger Fertigungspartner ist.
Ausbau der Produktionskapazitäten
Parallel treibt Samsung den Ausbau seines Standorts in Taylor voran: Ein zweites Werk soll laut sedaily.com und businesskorea.co.kr Ende 2026 mit dem Bau beginnen, gefertigt werden soll dort im 1,4-nm-Prozess, der Betrieb ist für etwa 2030 angepeilt.
Samsung weitet zudem seine 2-nm-Kundenbasis über den Mobilbereich hinaus auf KI, High-Performance-Computing und Automotive aus; die zweite Generation der 2-nm-Fertigung fährt laut ajupress.com in der zweiten Jahreshälfte 2026 hoch.
Samsung hat die Testproduktion des Tesla-KI5 im 2-nm-Verfahren im Werk Taylor, Texas, aufgenommen — doch eine offizielle Bestätigung zu Volumen, Zeitplan und Ausbeute liegt bislang nicht vor, und TSMC liefert laut Berichten eine eigene Version des Chips. Wer seine Beschaffung auf ein einziges 2-nm-Werk ausrichtet, trägt ein Yield-Risiko, das sich erst im Vollbetrieb zeigt. Der kostenlose Report ordnet die Foundry-Roadmaps ein und zeigt, welche Diversifikations-Schritte jetzt sinnvoll sind. Foundry-Report jetzt kostenlos anfordern
Als weiterer Kunde entwickelt der Chiphersteller Ambarella laut ajupress.com und chipestimate.com eine Edge-KI-Plattform auf Basis von Samsungs 2-nm-Prozess für Robotik, Drohnen und autonome Maschinen.
Marktanteil und Wettbewerb mit TSMC
Im Foundry-Geschäft lag Samsungs Marktanteil im zweiten Quartal 2026 laut TrendForce bei 5,9 Prozent, knapp vor SMIC mit 5,4 Prozent. Laut einem Reuters-Bericht, den ajupress.com zitiert, soll der Anteil des KI- und HPC-Geschäfts am Foundry-Umsatz von 15 bis 20 Prozent Ende des vergangenen Jahres auf über 30 Prozent im Jahr 2026 steigen, gestützt auf Kooperationen mit Tesla, Broadcom und Nvidia.
Um im Wettbewerb mit TSMC Boden gutzumachen, verstärkt Samsung laut mk.co.kr seinen Foundry-Vertrieb mit Neueinstellungen in San Jose, Kalifornien, um Kunden von TSMC abzuwerben.
Die kommenden zwei bis drei Jahre gelten demnach als kritisches Zeitfenster. TSMC selbst plant laut mk.co.kr eine Kapazitätssteigerung von 20 Prozent bei 2-nm- und 3-nm-Prozessen bis zur ersten Jahreshälfte 2027, zusätzliche Fabriken in Arizona und Kumamoto sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2027 anlaufen.
Die kommenden zwei bis drei Jahre gelten im Foundry-Geschäft als kritisches Zeitfenster: TSMC plant laut Berichten 20 Prozent mehr 2-nm- und 3-nm-Kapazität bis zur ersten Jahreshälfte 2027, Samsung weitet parallel seine 2-nm-Kundenbasis auf KI, HPC und Automotive aus. Wer heute Lieferverträge verhandelt, entscheidet mit, ob er 2027 in der Warteschlange steht oder liefert. Der Report vergleicht die Kapazitätspläne beider Foundries und liefert eine Checkliste zur Lieferanten-Diversifikation. Kapazitätsvergleich jetzt kostenlos anfordern
Samsung sicherte sich im Juli 2-nm-Aufträge von Cloud-Anbietern sowie KI- und HPC-Kunden; die Kooperation mit Broadcom soll laut mk.co.kr bis 2030 einen Wert von über 200 Milliarden US-Dollar erreichen.
Laut digitimes.com verändern zudem Speicherknappheit und Preisdruck derzeit die Entwicklung von Foundry-IP: Schnellere Erneuerungszyklen bei KI-Chips erhöhen demnach die Nachfrage der Kunden nach Prozesswettbewerbsfähigkeit und kürzeren Entwicklungszeiten – ein Umfeld, in dem Samsungs Tesla-Auftrag als Testfall für die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen 2-nm-Technologie gilt.

