Der US-amerikanische Hardware-Hersteller System76 hat mit dem Thelio Mira AI eine neue Desktop-Workstation vorgestellt, die speziell für die lokale Verarbeitung von KI-Modellen optimiert ist.
Wie aus Berichten vom 9. September 2026 hervorgeht, setzt das System auf leistungsstarke Hardware-Komponenten, um rechenintensive Aufgaben wie das Training von Machine-Learning-Modellen direkt auf dem Desktop zu ermöglichen. Die Workstation zeichnet sich insbesondere durch die Unterstützung von Dual-GPU-Konfigurationen und eine hohe Speicherbandbreite aus.
Hohe Rechenleistung für Inferenz und Training
Die neue Workstation ist darauf ausgelegt, Anwendungen in den Bereichen Multi-GPU-Training, Fine-Tuning, Inferenz sowie Computer Vision und Bildgenerierung zu bewältigen. Im Zentrum des Systems stehen Prozessoren der AMD Ryzen 9000er-Serie. System76 bietet hier Optionen an, die vom AMD Ryzen 7 9700X über den Ryzen 9 9900X bis hin zum Ryzen 9 9950X mit 16 Kernen reichen.
Für die grafische Rechenleistung verfügt das Mainboard über zwei PCIe 5.0 x16-Steckplätze, die im Multi-GPU-Betrieb mit jeweils acht Lanes (x8/x8) angesteuert werden. Dies ermöglicht den Einsatz von bis zu zwei Grafikkarten gleichzeitig.
In der maximalen Ausbaustufe können Kunden zwei Nvidia RTX PRO 6000 Blackwell-Karten wählen, die jeweils über 96 GB ECC-Speicher verfügen. Damit erreicht das System einen kombinierten Videospeicher (VRAM) von 192 GB GDDR7 ECC, was einen deutlichen Vorsprung gegenüber herkömmlichen Consumer-Grafikkarten darstellt, die derzeit auf maximal 32 GB limitiert sind. Alternativ stehen Konfigurationen mit Nvidia RTX PRO 4000 oder 5000 sowie der AMD Radeon AI PRO R9700 zur Verfügung.
Speicheroptionen und Energieversorgung
Auch beim Arbeitsspeicher bietet der Thelio Mira AI Kapazitäten für professionelle Ansprüche. Das System unterstützt bis zu 192 GB DDR5-3600 RAM, verteilt auf vier 48-GB-Module.
In der Standardkonfiguration sind 64 GB enthalten, wobei optional auch 128 GB gewählt werden können. Für die Datenspeicherung lassen sich bis zu 28 TB Gesamtkapazität realisieren, bestehend aus bis zu zwei M.2-SSDs und zwei 2,5-Zoll-Laufwerken.
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Die Energieversorgung wird je nach gewählter Hardware-Konfiguration durch ein duales Netzteil-System sichergestellt. Für die anspruchsvollste Variante mit zwei RTX-Pro-6000-Grafikkarten kommt eine Kombination aus einem 1000-Watt- und einem 750-Watt-Netzteil zum Einsatz. In puncto Konnektivität bietet das Gerät zwei 5GbE-Ethernet-Anschlüsse sowie Unterstützung für Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4.
Gehäusedesign und Software-Umgebung
Das Gehäuse des Thelio Mira AI wird in Denver, Colorado, aus Aluminium und gehärtetem Glas gefertigt. Mit den Maßen von 17,31 x 9,96 x 15,12 Zoll ist es kompakt genug für den Schreibtischbetrieb, bietet aber dennoch Platz für die umfangreiche Kühlung der Komponenten. Als Betriebssystem stehen das hauseigene Pop!_OS 24.04 LTS inklusive der COSMIC-Desktopumgebung sowie Ubuntu in den Versionen 24.04 oder 26.04 LTS zur Auswahl.
Preisgestaltung und Marktpositionierung
Der Einstiegspreis für den Thelio Mira AI liegt laut Angaben vom 9. September 2026 bei 3.299 US-Dollar. In dieser Basisvariante ist das System mit einem AMD Ryzen 7 9700X, einer Nvidia A400 (4 GB), 64 GB DDR5-RAM und einer 1 TB PCIe 5.0 M.2 SSD ausgestattet. Dieser Preis entspricht umgerechnet etwa 3.050 Euro netto beziehungsweise zirka 22.200 Yuan.
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Für Nutzer, die die volle Leistung des Systems ausschöpfen wollen, steigen die Kosten jedoch erheblich. Allein der Aufpreis für die Konfiguration mit zwei Nvidia RTX PRO 6000 Grafikkarten wird mit 37.239 US-Dollar beziffert. Damit positioniert System76 das Gerät klar im High-End-Bereich für gewerbliche Anwender und Forschungseinrichtungen, die eine leistungsstarke Alternative zu Cloud-basierten KI-Diensten suchen.

