ThinkCentre Neo 50a: Lenovo stellt All-in-One mit 100 Hz ab 970 Euro vor

Lenovo bringt mit dem ThinkCentre Neo 50a einen preiswerten All-in-One-PC mit 100-Hz-Display und Intel Lunar Lake. Die Geräte starten ab 970 Euro.

Der chinesische Technologiekonzern Lenovo erweitert sein Portfolio um preiswerte Desktop-Lösungen für Unternehmen und Privatanwender.

Die neue ThinkCentre Neo 50a Gen 6 kommt in zwei Displaygrößen auf den Markt: 24 und 27 Zoll. Beide Varianten setzen auf IPS-Panels mit Full-HD-Auflösung und einer flüssigen 100-Hertz-Bildwiederholrate – ein ungewöhnlich hoher Wert in dieser Preisklasse. Angetrieben werden die All-in-One-Geräte von Intels aktueller Lunar-Lake-Architektur, entweder als Core Ultra 5 226V oder Core Ultra 7 256V.

Zur Grundausstattung gehören 16 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher sowie eine schnelle PCIe-Gen4-SSD mit bis zu einem Terabyte Speicherplatz. Die Helligkeit des Displays liegt bei 250 Nits, die Farbraumabdeckung erreicht 99 Prozent des sRGB-Standards. Für Videokonferenzen sorgt eine 5-Megapixel-Webcam, die Konnektivität deckt Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 ab. Anschlussseitig stehen USB-C mit 10 Gbit/s sowie HDMI 2.1 und 1.4 bereit.

Preis und Verfügbarkeit

In den USA startet die 24-Zoll-Version bei umgerechnet rund 970 Euro, das 27-Zoll-Modell bei etwa 1.060 Euro. Ob und wann die Geräte nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Zum Vergleich: Ein vergleichbar ausgestatteter iMac von Apple kostet schnell das Doppelte.

Kompakter Mini-PC folgt

Erst am Montag hatte Lenovo den ThinkCentre neo 50q Gen 6 in den USA vorgestellt. Das Mini-PC-Gehäuse fasst gerade einmal einen Liter Volumen – etwa so groß wie ein dickes Taschenbuch. Auch hier kommen die Lunar-Lake-Prozessoren mit integrierter Intel-Arc-Grafik zum Einsatz.

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Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet und nicht nachrüstbar: 16 Gigabyte LPDDR5X-8533 sind verbaut. Die Einstiegsvariante mit Core Ultra 5, 512-GB-SSD und einer Neural Processing Unit (NPU) mit 40 Billionen Operationen pro Sekunde startet bei rund 1.080 Euro. Das Spitzenmodell mit Core Ultra 7, einem Terabyte SSD und 47-TOPS-NPU kostet etwa 1.485 Euro. Die Anschlussvielfalt ist beachtlich: sechs USB-Ports, HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und Gigabit-Ethernet.

Laptop-Offensive in Asien

Parallel zu den Desktop-Neuheiten hat Lenovo in China und Südostasien mehrere Laptop-Serien aktualisiert. Das Xiaoxin Air 14 (14. Juli) setzt auf Intels Core-Ultra-200V-Prozessoren und einen 65-Wattstunden-Akku – versprochen werden bis zu 34 Stunden Laufzeit. Das 14-Zoll-Display löst mit 2560×1600 Pixeln auf und bietet 120 Hertz. Der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 850 Euro.

Am 13. Juli folgten die sogenannten „Wildcat-Lake“-KI-Notebooks:

  • Malaysia: Das ThinkPad E14 Gen 8 startet mit Prozessoren vom Core 3 304 bis zum Core 7 350, bis zu 32 Gigabyte DDR5-RAM und einem Basispreis von umgerechnet etwa 1.200 Euro.
  • China: Das Lecoo Air 14 wiegt gerade einmal 990 Gramm und kostet rund 550 Euro. Die Xiaoxin-Modelle Air 13 und Air 15 versprechen knapp 24 Stunden Videowiedergabe.
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Strategische Neuausrichtung

Die geballte Produktvorstellung unterstreicht Lenovos Strategie, auf Intels neueste Chip-Generationen zu setzen. Lunar Lake verspricht nicht nur höhere Effizienz, sondern auch deutlich mehr KI-Rechenleistung direkt im Gerät – ein entscheidender Faktor für kommende Windows-Features. Während Apple mit seinen M-Chips im Desktop-Bereich dominiert, positioniert sich Lenovo mit der Neo-Serie als preisbewusste Alternative für Unternehmen, die auf Windows setzen. Ob die Strategie aufgeht, wird sich zeigen – der Markt für All-in-One-PCs ist hart umkämpft.