Thunderbolt 5: Erste Dockingstationen für Kreativprofis verfügbar

Erste Thunderbolt-5-Dockingstationen und Speicherlösungen von Satechi, Sonnet und TobenONE versprechen deutlich höhere Datenraten für Medienbearbeiter.

Die nächste Generation der Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle hält Einzug in den Arbeitsalltag von Kreativprofis. Mehrere Hersteller haben in diesen Tagen die ersten Thunderbolt-5-Dockingstationen und externen Speicherlösungen auf den Markt gebracht. Die Geräte versprechen deutlich höhere Datenraten als der Vorgänger und richten sich vor allem an Medienbearbeiter, die mit großen Datenmengen arbeiten.

Satechi, Sonnet und TobenONE im Vergleich

Satechi hat seinen Thunderbolt-5-CubeDock für 2026 verfügbar gemacht. Der UVP liegt bei umgerechnet rund 370 Euro, aktuell ist das Gerät jedoch für etwa 280 Euro zu haben. Das kompakte Dock liefert 140 Watt Ladeleistung für den Host und bietet drei Thunderbolt-5-Downstream-Ports sowie einen integrierten NVMe-SSD-Slot mit Geschwindigkeiten von bis zu 6.000 MB/s. Die Display-Unterstützung hängt vom Betriebssystem ab: Windows-Nutzer können drei 8K-Monitore mit 60 Hertz betreiben, während macOS-Anwender auf M3-, M4- oder M5-Chips auf zwei 6K-Displays begrenzt sind.

Sonnet kontert mit dem Echo 21 Thunderbolt 5 Superdock für 593 Euro. Tests bescheinigen dem Gerät nachhaltige Transferraten von rund 3.308 MB/s beim Lesen und 3.008 MB/s beim Schreiben über den internen M.2-NVMe-Slot. Auch hier gibt es 140 Watt Power Delivery sowie 10GbEthernet und mehrere USB-3.2-Gen2-Anschlüsse.

Im mittleren Preissegment positioniert sich TobenONE mit dem UDS060. Das Dock setzt auf physische Individualisierung: Sieben programmierbare Schnellzugriffstasten und ein Lautstärkeregler erlauben die Anpassung an persönliche Workflows. Es unterstützt zwei 4K-Displays mit 60 Hertz und liefert 100 Watt Ladeleistung – gesteuert über eine App für Windows und macOS.

Erweiterungslösungen für anspruchsvolle Workflows

Wer über reine Portvervielfachung hinausgeht, findet bei OWC den Mercury Helios 5S. Die Thunderbolt-5-PCIe-Erweiterungsbox kostet umgerechnet rund 470 Euro und bietet einen einzelnen PCIe-4.0-x16-Slot (elektrisch x4). Damit lassen sich Netzwerkkarten oder Audio-Interfaces an Laptops anschließen. Drei Downstream-Thunderbolt-5-Ports und 15 Watt Stromversorgung für Peripherie runden das Paket ab. Parallel dazu arbeitet OWC an einer Beta-Version seiner SoftRAID-Plattform, die künftig RAID 6 unterstützen soll.

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Für externe Hochgeschwindigkeitsspeicher hat ORICO das X50 Thunderbolt 5 SSD-Gehäuse vorgestellt. Das lüfterlose, vierlagig gekühlte Gerät erreicht Lese- und Schreibraten von rund 7 GB/s beziehungsweise 6 GB/s. Es ist kompatibel mit 2280-NVMe-SSDs und abwärtskompatibel zu Thunderbolt 4, Thunderbolt 3 und USB4.

PROMISE Technology hatte bereits auf der NAB 2026 im Frühjahr die Pegasus5-Serie vorgestellt. Das Modell R12 Pro ist für KI-optimierte Speicherworkflows ausgelegt und erreicht rund 6.000 MB/s – etwa in Final Cut Pro.

Ausblick auf die IBC 2026

Die Branche blickt gespannt auf die IBC 2026 vom 11. bis 14. September in Amsterdam. Sonnet hat bereits angekündigt, dort weitere Lösungen zu präsentieren, darunter den Twin25G T5 für 25GbE-Konnektivität und die Breakaway Box 850 T5 für externe Grafikprozessoren.

Auch Software- und Infrastrukturanbieter sind vertreten. Bitfocus will Version 1.8 seines Workflow-Designers Buttons vorführen, der rund 800 verschiedene Geräte steuert. Calrec kündigt für das vierte Quartal 2026 die Argo Offline Assist an und zeigt die virtualisierte Audiomischmaschine ImPulseV, die flexible Lizenzen von vier Wochen bis zu einem Jahr bietet.

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Im Display-Sektor ist bereits Hardware verfügbar: Der ASUS ProArt PA32KCX, ein 8K-HDR-Monitor mit zwei Thunderbolt-4-Ports und DisplayPort 2.1, kam im Februar 2026 für rund 8.999 Euro auf den Markt.

Für Nutzer, die nicht auf das volle Thunderbolt-5-Spektrum angewiesen sind, bietet StarTech eine USB4-Dock (Modell 208N-USB4-DOCK) für umgerechnet rund 135 Euro. Es liefert 100 Watt Ladeleistung und unterstützt zwei 6K-Displays mit 60 Hertz auf M4- und M5-Pro/Max-Mac-Hardware – ohne Thunderbolt-Treiber.