Die nächste Generation der Konnektivität erreicht den Endverbrauchermarkt. Im Rahmen eines Praxistests vom 20. August 2026 wurde das Brydge ProDock Trio als eine der ersten verfügbaren Thunderbolt-5-Dockingstationen bewertet. Das Gerät, das zu einem regulären Preis von 459 US-Dollar geführt wird und derzeit für 399 US-Dollar angeboten wird, adressiert professionelle Anwender, die die erhöhte Bandbreite des neuen Standards nutzen möchten.
Vertikales Design und hohe Leistungsabgabe beim Brydge ProDock Trio
Das Brydge ProDock Trio zeichnet sich durch ein vertikales Design aus, das primär darauf ausgelegt ist, Stellfläche auf dem Schreibtisch einzusparen. Diese Bauweise bringt jedoch funktionale Einschränkungen mit sich: Da das angeschlossene MacBook in der Dockingstation steht, bleibt dessen interner Bildschirm während des Betriebs unzugänglich.
Technisch bietet das Dock vier Thunderbolt-5-Ports, einen 2.5GbE-Ethernet-Anschluss sowie die Unterstützung von Power Delivery 3.1 mit einer Ladeleistung von bis zu 140 Watt. Zusätzlich verfügt die Hardware über eine integrierte kabellose Ladefunktion für Mobiltelefone mit einer Leistung von 10 Watt.
In der praktischen Erprobung wurden neben dem Premium-Preis vor allem das vergleichsweise langsame kabellose Laden sowie die Unbenutzbarkeit des Laptop-Displays als potenzielle Nachteile für bestimmte Nutzerszenarien identifiziert.
Wettbewerber präsentieren alternative Thunderbolt-5-Lösungen
Zeitgleich zum Brydge-Modell drängen weitere Hersteller mit leistungsstarken Thunderbolt-5-Peripheriegeräten auf den Markt. Am 19. August 2026 wurde das Keychron Thunderbolt 5 Dock vorgestellt. Diese 14-in-1-Lösung unterstützt eine bidirektionale Bandbreite von 80 Gbit/s sowie einen Boost-Modus von bis zu 120 Gbit/s. Das für 325,99 Euro gelistete Gerät ermöglicht den Betrieb von zwei 8K-Displays bei 60 Hz oder bis zu vier 4K-Monitoren.
Die Hardware arbeitet lüfterlos und wird mit einem 180-Watt-GaN-Netzteil ausgeliefert, wobei 140 Watt für das Laden des angeschlossenen Rechners zur Verfügung stehen.
Lexar positioniert sich im High-End-Segment mit dem PexarBolt Ultra. Dieses 22-in-1-Dock verfügt über einen integrierten 5-Zoll-Touchscreen und einen internen M.2-NVMe-Steckplatz mit Übertragungsraten von bis zu 3.600 MB/s. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 649 US-Dollar, während für Frühentschlossene ein Preis von 479 US-Dollar aufgerufen wird. Neben einem 10GbE-Anschluss bietet das Modell Kartenleser für CFexpress sowie SD- und microSD-Medien.
Belkin erweitert sein Portfolio ebenfalls um ein 14-in-1 Thunderbolt 5 Dock aus Aluminium. Zum Preis von etwa 350 US-Dollar bietet das 510 Gramm schwere Gerät Unterstützung für drei 4K-Displays und verfügt über USB-C-Anschlüsse mit 30 Watt Ladeleistung.
In Japan wurde zudem das iVanky FusionDock Ultra vorgestellt, eine Intel-zertifizierte Station mit 26 Anschlüssen zum Preis von 35.230 Yen, die unter anderem 6K-Auflösungen für MacBook-Modelle mit Pro- oder Max-Chipsätzen unterstützt.
Technologischer Sprung gegenüber Thunderbolt 4
Der Übergang von Thunderbolt 4 zu Thunderbolt 5 markiert eine signifikante Leistungssteigerung. Während Thunderbolt 4 auf eine Gesamtbandbreite von 40 Gbit/s limitiert war und maximal 100 Watt Ladeleistung bot, ermöglicht der neue Standard regulär 80 Gbit/s und bis zu 120 Gbit/s im Display-Boost-Modus.
Zudem wird DisplayPort 2.1 unterstützt, was den Betrieb von bis zu vier Bildschirmen erlaubt. Die maximale Ladeleistung steigt theoretisch auf bis zu 240 Watt.
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Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die volle Leistungsfähigkeit von Thunderbolt 5 derzeit primär für Nutzer neuerer Hardware-Generationen, wie etwa Mac-Modelle mit M4 Pro oder M4 Max Prozessoren, relevant ist. Ältere Standards wie USB4 oder Thunderbolt 4 bleiben jedoch rückwärtskompatibel.
Ergänzend zu den Docking-Lösungen stellte ACASIS am 18. August 2026 neue Speicherlösungen vor, darunter das MS1 Magnetic Mount SSD-Gehäuse mit USB-C-Anschluss und die TB504-Serie, die speziell auf den Thunderbolt-5-Standard für externe Speichermedien zugeschnitten ist. Das Unternehmen, das auf über 300 Patente verweist, unterstreicht damit den Trend zur schnellen Integration des neuen Übertragungsstandards in das gesamte Peripherie-Ökosystem.
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