Thunderbolt 5 Hub: StarTech liefert 80 Gbit/s für Profis

Neue KVM-Hardware mit Thunderbolt 5, integrierten Monitor-Switches und IP-Fernwartung prägen die Fachmessen InfoComm und Interop Tokyo.

Hersteller präsentieren auf den Fachmessen InfoComm und Interop Tokyo neue KVM-Lösungen mit höherer Bandbreite, integrierten Monitorfunktionen und Fernsteuerungsoptionen. Der Trend geht klar in Richtung mehr Leistung und weniger Kabelsalat.

Thunderbolt 5: Neue Maßstäbe für Profis

StarTech.com hat auf der InfoComm 2026 seinen 4-Port Thunderbolt 5 Hub (Modell 303NA-TB5-HUB) vorgestellt. Das Gerät richtet sich an professionelle Umgebungen mit hohem Datenaufkommen. Die Besonderheit: eine bidirektionale Durchsatzrate von 80 Gbit/s, die sich unter bestimmten Konfigurationen auf bis zu 120 Gbit/s steigern lässt.

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Der Hub unterstützt bis zu drei 6K-Displays und liefert 140 Watt zum Laden von Laptops. Besonders interessant: Die integrierte Thunderbolt-Share-Technologie ermöglicht PC-zu-PC-Kollaboration und Dateiaustausch – ganz ohne klassischen Hardware-KVM-Switch. Verfügbar wird das Gerät über große Distributoren wie Amazon, CDW, Ingram Micro, TD SYNNEX und D&H.

Gaming-Monitore mit eingebautem KVM

Immer mehr Display-Hersteller integrieren KVM-Funktionen direkt in ihre High-End-Monitore. LG hat kürzlich den UltraGear 34GX90SB-W vorgestellt – ein 34-Zoll-OLED-Gaming-Display für umgerechnet rund 920 Euro. Neben einer 240Hz-Bildwiederholrate und einer Reaktionszeit von 0,03 ms bietet der Monitor einen integrierten KVM-Switch sowie einen USB-C-Anschluss mit 65 Watt Power Delivery.

Auch AOC ist mit von der Partie: Der AGP277QKP kommt zunächst in China auf den Markt. Der 27-Zoll-Fast-IPS-Monitor bietet 2K-Auflösung und eine übertaktbare Bildwiederholrate von 425 Hz. Auch hier ist ein KVM-Switch integriert, ergänzt durch moderne Anschlüsse wie DisplayPort 2.1 und HDMI 2.1. Die Lösung: Ein einziger Satz Peripheriegeräte steuert sowohl den Gaming-PC als auch das Arbeits-Notebook – direkt über den Bildschirm.

Fernwartung und Enterprise-Lösungen

Im Bereich Fernarbeit und Unternehmenseinsatz gibt es ebenfalls Neues. GL.iNet hat auf der Interop Tokyo 2026 seinen Eintritt in den japanischen Markt angekündigt. Zwei spezialisierte KVM-Produkte sind für dieses Jahr geplant: Der Comet Q (August) ist ein Remote-KVM mit integriertem USB-C-Kabel und 1,8-Zoll-Touchscreen. Der Comet X (Juli) richtet sich mit vier HDMI-Ports und Rackmount-Design an Serverräume und Industrieumgebungen.

Adder Technology setzt weiterhin auf IP-basierte KVM-Lösungen. Auf der InfoComm 2026 zeigt das Unternehmen den ADDERLink XD C650 und den ADDERView Matrix. Ein kürzliches Update der ARDx-Software hat zudem Multi-Head-Fähigkeiten eingeführt – für komplexe Multi-Monitor-Setups in professionellen Umgebungen.

Verbraucher-Hardware im Test

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Aktuelle Tests haben zwei KVM-Switches für den Endkundenmarkt unter die Lupe genommen. Der Ugreen CM695 ist für hochauflösende Setups ausgelegt und unterstützt 8K-Ausgabe über DisplayPort für einen einzelnen Monitor. Das Suidek 1311A setzt auf einen hybriden Ansatz und bietet sowohl HDMI- als auch DisplayPort-Optionen – ideal für Nutzer mit gemischter Hardware.

Sicherheit bleibt ein Thema

So leistungsfähig die neue KVM-Hardware auch ist: Die Sicherheit bleibt ein kritischer Faktor, besonders in Unternehmensumgebungen. Bereits Anfang 2023 hatten selbst etablierte Anbieter wie Black Box mit Sicherheitslücken wie Path-Traversal-Schwachstellen zu kämpfen. Experten beobachten die Risiken weiterhin genau – vor allem, da KVM-Technik zunehmend mit vernetzten und IP-basierten Systemen verwoben wird.