Der Arzneimittelspezialist Infectopharm und das Unternehmen Hal Allergy haben eine strategische Vertriebskooperation vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gezielt in der Fachrichtung der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) zu etablieren. Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht zunächst die Vermarktung der Anwendung „Meine Tinnitus App“, die speziell für den Einsatz in HNO-Praxen vorgesehen ist.
Wie aus Branchenberichten hervorgeht, bündeln die beiden Partner ihre Ressourcen, um die digitale Therapieoption direkt in den Praxisalltag der Fachärzte zu integrieren.
Infectopharm und Hal Allergy setzen dabei auf ihre bestehenden Netzwerke im medizinischen Fachhandel und im direkten Kontakt mit der Ärzteschaft. Die Kooperation soll sicherstellen, dass Mediziner fundierte Informationen über die Verordnungsmöglichkeiten und den therapeutischen Nutzen der Anwendung erhalten.
Fokus auf dauerhaft zugelassene Digitale Gesundheitsanwendungen
Gegenstand der Partnerschaft ist die „Meine Tinnitus App“, die bereits eine dauerhafte Zulassung als DiGA erhalten hat. Im Gegensatz zu Anwendungen mit vorläufiger Zulassung, bei denen die klinische Evidenz oft noch während der Erprobungsphase abschließend belegt werden muss, ist dieses Produkt bereits fest im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet.
Für Patienten und Ärzte bedeutet dies eine Sicherheit hinsichtlich der Erstattungsfähigkeit durch die gesetzlichen Krankenkassen sowie eine nachgewiesene therapeutische Wirksamkeit.
Mit der Vertriebskooperation von Infectopharm und Hal Allergy rücken digitale Gesundheitsanwendungen direkt in den HNO-Praxisalltag — im Mittelpunkt steht die dauerhaft zugelassene Tinnitus-App. Wer die Verordnung digitaler Anwendungen bisher an Erstattungsfragen scheitern ließ, findet hier die konkreten Schritte von der Indikation bis zur Abrechnung. Kostenlosen DiGA-Leitfaden jetzt anfordern
Digitale Gesundheitsanwendungen wie die „Meine Tinnitus App“ fungieren als „Apps auf Rezept“ und ergänzen klassische Behandlungsformen. Im Bereich der HNO-Heilkunde, insbesondere bei der Behandlung von chronischem Tinnitus, gewinnen solche softwarebasierten Ansätze zunehmend an Bedeutung. Sie bieten Patienten Unterstützung bei der Bewältigung der Symptome und können unabhängig von Präsenzterminen in der Praxis genutzt werden.
Ausbau des Portfolios für den HNO-Bereich geplant
Die Kooperation zwischen Infectopharm und Hal Allergy ist langfristig angelegt und beschränkt sich nicht auf das aktuelle Angebot. Die Unternehmen bereiten bereits eine Erweiterung ihres gemeinsamen Spektrums vor. Den vorliegenden Informationen zufolge soll gegen Ende des Jahres 2026 eine weitere neue DiGA auf den Markt kommen, die ebenfalls im HNO-Bereich angesiedelt ist.
Nicht jede DiGA ist dauerhaft zugelassen — bei vorläufig gelisteten Anwendungen muss die klinische Evidenz erst während der Erprobung belegt werden. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, woran Sie erstattungssichere HNO-DiGAs erkennen und wie Sie das in der Praxis dokumentieren. Erstattungs-Checkliste jetzt sichern
Mit diesem Schritt reagieren die Partner auf den wachsenden Bedarf an digitalen Therapieformen und die zunehmende Akzeptanz von DiGAs innerhalb der Fachärzteschaft. Die gezielte Ansprache der HNO-Praxen durch spezialisierte Außendienststrukturen gilt dabei als entscheidender Faktor, um die Hürden bei der Verschreibung digitaler Anwendungen zu senken.
Die Partner unterstreichen damit ihre Absicht, die Digitalisierung in der spezialisierten Patientenversorgung weiter voranzutreiben und den HNO-Bereich als wichtiges Feld für digitale Therapeutika zu besetzen.

