Too Good To Go: Adyen meldet 11 Prozent mehr Payment-Conversion

Pilotprojekte von Too Good To Go und Just Eat Takeaway.com zeigten Conversion-Zuwächse durch Adyens optimierte Zahlungsprüfung.

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Der Zahlungsdienstleister Adyen hat seine bestehende Suite Uplift um eine technologische Erweiterung im Bereich der Authentifizierung ergänzt. Mit dem Ausbau von Adyen Authenticate setzt das Unternehmen verstärkt auf maschinelles Lernen (ML), um den Bezahlvorgang im Online-Handel effizienter zu gestalten.

Das System entscheidet in Echtzeit darüber, ob eine zusätzliche Authentifizierung des Kunden notwendig ist und welche Methode dabei den optimalen Kompromiss zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit bietet.

Dynamische Auswahl der Authentifizierungsmethode in Echtzeit

Kern der Neuerung ist ein ML-gestützter Auswahlprozess, der für jede Transaktion individuell die passende Vorgehensweise bestimmt. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, die je nach Risikoprofil und technischer Verfügbarkeit angesteuert werden.

Hierzu gehören das gängige 3D-Secure-Verfahren (3DS), Google SPA sowie Passkey-Lösungen von Mastercard und Visa. In Fällen mit geringem Risiko kann das System zudem entscheiden, den Datenfluss ohne zusätzliche Interaktion des Nutzers zu verarbeiten, um Reibungsverluste im Kaufprozess zu minimieren.

Bei der Anwendung des 3DS-Verfahrens wertet die Technologie laut Adyen mehr als 150 verschiedene Datenfelder aus. Diese tiefgehende Analyse soll eine präzisere Einschätzung der Transaktion ermöglichen und die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Abschlüsse erhöhen.

Ein wesentlicher Faktor für die Effektivität dieser Modelle ist die hohe Identifikationsrate auf der Plattform: Nach Angaben des Unternehmens liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Käufer dem System bereits bekannt ist, bei über 90 %.

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Signifikante Effizienzgewinne in ersten Pilotprojekten

Die Auswirkungen dieser intelligenten Steuerung wurden bereits in verschiedenen Pilotphasen mit internationalen Partnern untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Optimierung der Authentifizierungsprozesse direkte Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Kennzahlen der Händler hat. Das Unternehmen Too Good To Go konnte im Rahmen dieser Testphasen eine relative Steigerung der Payment-Conversion um 11 % verzeichnen.

Ähnliche Erfolge meldete der Lieferdienst Just Eat Takeaway.com. Bei Besuchern, deren Profile für die optimierten Verfahren geeignet waren, stieg die Conversion Rate um 12 %. Diese Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial einer datengestützten Steuerung, um Kaufabbrüche an der Schnittstelle zur Identitätsprüfung zu reduzieren.

Neben der Nutzererfahrung zielt die Lösung auch darauf ab, die Kommunikation mit den Kartenausstellern zu verbessern, indem passgenaue Datenpakete übermittelt werden, was die Akzeptanzraten der Banken positiv beeinflussen kann.

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Globaler Rollout und Zeitplan für Passkey-Technologien

Die Verfügbarkeit der neuen Funktionen ist nach unterschiedlichen Modulen gestaffelt. Während die ML-gestützte Optimierung von 3DS-Verfahren und die verbesserten Anfragen an die Kartenaussteller (Issuer) bereits weltweit für Händler auf der Plattform bereitstehen, befindet sich die Einführung modernerer Verfahren wie Google SPA und Passkeys noch in einer schrittweisen Phase.

Erste Live-Transaktionen unter Nutzung dieser neuen Authentifizierungswege wurden bereits in Großbritannien erfolgreich durchgeführt. Adyen plant, die internationale Einführung dieser Technologien in den kommenden Monaten kontinuierlich voranzutreiben.

Die vollständige breite Verfügbarkeit in allen relevanten Märkten wird laut aktueller Planung bis zum Jahr 2027 angestrebt. Damit reagiert der Zahlungsdienstleister auf die steigende Bedeutung von biometrischen Verfahren und passwortlosen Identifizierungen im digitalen Zahlungsverkehr.