Panasonic Connect hat mit den vollruggedisierten 2-in-1-Geräten Toughbook 34 (12,4 Zoll) und Toughbook G3 (10,1 Zoll) zwei neue Tablets vorgestellt, die als lokale KI- und Datenverarbeitungszentralen für Polizei, Militär, Rettungsdienste, Versorgungsunternehmen, Behörden und Außendienstpersonal positioniert werden. Die Vorstellung erfolgte zum 30-jährigen Jubiläum der Toughbook-Reihe.
Drohnenanalyse und Sprachabfragen in Echtzeit
Im Zentrum der Präsentation standen Demonstrationen, die zeigen sollen, wie die neuen Geräte künstliche Intelligenz direkt vor Ort nutzbar machen. Vorgeführt wurde unter anderem die lokale Analyse von Drohnenaufnahmen, ohne dass Daten zunächst in eine Cloud übertragen werden müssen.
Zusätzlich demonstrierte Panasonic Fahrzeugdiagnosen sowie Flottenabfragen, die per natürlicher Sprache gestellt werden können. Beide Geräte unterstützen zudem die Bodensteuerung von Drohnen (UAV), was sie für Einsatzszenarien interessant macht, in denen schnelle Entscheidungen auf Basis von Live-Daten getroffen werden müssen.
Möglich wird diese lokale Verarbeitung durch die verbaute Hardware: Beide Modelle setzen auf Intel-Core-Ultra-Prozessoren der Typen Core Ultra 5 335H oder Core Ultra X7 368H mit integrierter NPU.
Die Konfigurationen reichen von 16 bis 64 GB Arbeitsspeicher und bis zu 2 TB SSD-Speicher. Für die Konnektivität stehen Wi-Fi 7 sowie optional 4G/5G zur Verfügung.
Modulare Erweiterungen für den Einsatzalltag
Für den professionellen Einsatz bieten beide Geräte modulare Erweiterungsmöglichkeiten, etwa Barcode- und Smartcard-Leser. Das Toughbook 34 verfügt über vier austauschbare Erweiterungsbereiche, die je nach Anwendungsfall bestückt werden können.
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Toughbook 34: leichter und mit Linux-Zertifizierung
Das Toughbook 34 bringt ein 12,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1920 × 1280 Pixeln und einer Helligkeit von bis zu 1.000 cd/m² mit. Laut Panasonic ist es 13 Prozent leichter als der Vorgänger Toughbook 33mk4 und gilt als das leichteste robuste 12,4-Zoll-Tablet am Markt – das Gewicht sinkt von 3,4 auf 2,9 Pfund.
Der verbaute 40-Wh-Akku soll bis zu neun Stunden Laufzeit ermöglichen, mit einem zweiten Akku in einer Dual-Konfiguration bis zu 18 Stunden. Das entspricht laut Panasonic einer um 20 Prozent höheren Akkulaufzeit gegenüber dem Vorgängermodell. Das Toughbook 34 unterstützt zudem Red Hat Enterprise Linux und ist als Red Hat Device Edge zertifiziert.
Toughbook G3: Hot-Swap-Akku und Laufzeitrekord
Das kompaktere Toughbook G3 verfügt über ein 10,1-Zoll-Display mit 1920 × 1200 Pixeln. Je nach verbautem Akku – 35 Wh, 70 Wh oder 99 Wh – erreicht das Gerät laut MobileMark-30-Test Laufzeiten von 8,5, 17 beziehungsweise 24 Stunden.
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Der 99-Wh-Akku ist damit der größte, der je in einem Toughbook verbaut wurde, und soll gegenüber dem G2mk3 eine um 39 Prozent längere Laufzeit ermöglichen. Praktisch für den Dauereinsatz: Mit einem optionalen Bridge-Akku lässt sich der Hauptakku im laufenden Betrieb innerhalb einer Minute austauschen.
Nach 600 Ladezyklen soll die Restkapazität laut Panasonic noch bei rund 90 Prozent liegen. Das G3 ist derzeit nach IP65 zertifiziert, eine IP66-Zertifizierung ist für das vierte Quartal 2026 angekündigt. Die Zertifizierung für Red Hat Device Edge läuft noch.
Robustheit nach Militärstandard
Beide Modelle erfüllen die Schutzklasse IP66 sowie den Militärstandard MIL-STD-810H/461G. Sie überstehen laut Hersteller Stürze aus bis zu 180 Zentimetern (6 Fuß) im reinen Tablet-Betrieb beziehungsweise aus 5 Fuß mit angeschlossener Tastatur.
Der Betriebstemperaturbereich reicht von −29 bis +63 °C, die Displays sind für einen Helligkeitsbereich von 2 bis 1.000 Nits ausgelegt. Beim Gewicht liegt das G3 laut heise.de bei ab 1,1 Kilogramm, das Toughbook 34 bei ab 1,4 Kilogramm – mit Tastaturdock steigen die Werte auf 2,0 bis 2,3 Kilogramm beziehungsweise ab 2,6 Kilogramm.
Verfügbarkeit und Garantie
Das Toughbook 34 ist bereits bestellbar, während das Toughbook G3 laut unterschiedlichen Angaben ab Oktober oder November 2026 folgen soll. Preise für beide Geräte hat Panasonic bislang nicht veröffentlicht. Der Hersteller gewährt drei Jahre Werksgarantie beziehungsweise eine dreijährige eingeschränkte Garantie. Unabhängige Tests für beide Modelle waren für 2026 vorgesehen.

