Trustly-Architektur macht Bank-Apps zum neuen Sicherheitsanker

Eine Studie zeigt, dass Sicherheitskomfort durch biometrische Authentifizierung zum Haupttreiber für die Akzeptanz von Open-Banking-Zahlungen wird und das Vertrauen der Verbraucher sich verlagert.

Die Sicherheitsarchitektur hinter „Pay by Bank“ hat einen Wendepunkt erreicht. Eine neue Studie zeigt: Das Vertrauen der Verbraucher verlagert sich von Kartenlogos auf die biometrische Sicherheit ihrer Banking-Apps.

Das geht aus einem aktuellen Branchenreport von PYMNTS Intelligence in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister Trustly hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach ist 2026 das Jahr, in dem Sicherheitskomfort – konkret der Wegfall manueller Dateneingabe zugunsten biometrischer Authentifizierung – zum Haupttreiber für die Akzeptanz wird.

Vom Kartenlogo zum Fingerabdruck: Die neue Vertrauens-Architektur

Die Kernaussage der Studie vom 28. Januar ist die Bereitschaft der Verbraucher, von Kartennetzwerken abzuwandern, wenn das Sicherheitserlebnis nahtlos ist. Nutzer digitaler Banken – die in den USA bereits 13,8 Prozent der primären Bankbeziehungen ausmachen – sind bereit, bis zu 35 Prozent ihres Transaktionsvolumens auf „Pay by Bank“-Methoden zu verlagern.

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Dieses Verhalten signalisiert einen fundamentalen Wandel. Historisch vertrauten Verbraucher einer Transaktion, weil sie ein Visa- oder Mastercard-Logo sahen. Heute hat sich dieses Vertrauen auf die Banking-Oberfläche selbst verlagert. Der Grund: Die Sicherheitsmechanik von Open Banking. Anders als bei Kartenzahlungen, die oft die Eingabe statischer, stehlbarer Nummern erfordern, nutzt Trustlys Architektur die eigene Authentifizierungsebene der Bank. Der Nutzer vertraut nicht einem Drittanbieter-Formular, sondern dem FaceID- oder Fingerabdruckscanner seiner eigenen Bank-App.

Die Technik dahinter: Split-Tokens und die Azura-Datenengine

Die Fähigkeit von Trustly, diesen Wandel zu nutzen, basiert auf einer hochentwickelten Sicherheitsinfrastruktur. Zentral ist die Azura-Datenengine, die die „Pay N Play“-Erfahrung so optimiert hat, dass die Login-Zeit auf unter 10 Sekunden sinkt.

Aus technischer Sicht unterscheidet sich Trustlys Architektur durch einen „No-Data-at-Rest“-Ansatz für sensible Zugangsdaten. Das System nutzt einen Split-Token-Sicherheitsprozess, bei dem Authentifizierungsdaten tokenisiert und fragmentiert werden. So speichern weder der Händler noch Trustly rote Bankzugangsdaten.

Stattdessen stützt sich die Architektur auf Open-Banking-Connectoren, die mit den Standards der US-Verbraucherschutzbehörde CFPB (Section 1033) übereinstimmen. Diese Connectors ermöglichen einen direkten, verschlüsselten Handschlag zwischen Händler und Bank. Das Ergebnis: Das „Geheimnis“ – der Nutzer-Login – verlässt nie die sichere Umgebung der Bank-API.

Regulatorischer Rückenwind und Auswirkungen auf den Markt

Die Veröffentlichung des Reports fällt mit einem breiteren Push für regulatorische Standardisierung im Open Banking zusammen. Trustlys Architektur ist explizit darauf ausgelegt, die Anforderungen der CFPB-Regelung (Section 1033) zu erfüllen, die sicheren, verbrauchergesteuerten Datenaustausch vorschreibt.

Das „Pay by Bank“-Modell ist damit keine Nischenlösung mehr, etwa für iGaming, sondern wird zu einer zentralen Säule des Mainstream-E-Commerce. Die Studie zeigt, dass Rechnungszahlungen und Kontotransfers die ersten Bereiche mit breiter Akzeptanz sind. Hier bieten Karten-Bonusprogramme kaum Mehrwert, während Sicherheit oberste Priorität hat.

Für Händler liegt der Reiz in der „garantierten“ Natur der Mittel. Da die Sicherheitsarchitektur die Deckung in Echtzeit vor Transaktionsabschluss prüft, ist das Risiko von Rücklastschriften aufgrund „ungeklärter Deckung“ oder „unbefugter Nutzung“ deutlich geringer als bei Kreditkarten.

Ausblick: Biometrie wird zum Standard

Der weitere Weg für Trustly und den Open-Banking-Sektor 2026 ist an die Verbreitung biometrischer Verifizierung geknüpft. Während die Azura-Engine zum Standard für Rückkehrer wird, dürfte der „One-Click“-Banktransfer die Geschwindigkeit digitaler Geldbörsen wie Apple Pay erreichen – bei niedrigeren Transaktionskosten für Händler.

Die Daten deuten an: Die „Early-Adopter“-Phase von Open Banking ist vorbei. Da bereits über ein Zehntel der US-Verbraucher primär auf digitale Banken setzt, wandelt sich die von Trustly aufgebaute Infrastruktur von einer neuartigen Alternative zu einem Kernbestandteil des globalen Finanzsicherheitsnetzes.

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