TurboTax bietet ab sofort spezielle Unterstützung für Einnahmen via PayPal und Venmo an. Der Start des „Expert Full Service“ für die Steuererklärung 2025 fällt mit den neuen Regeln des „One Big Beautiful Bill“ zusammen, die für viele Selbstständige Unsicherheit bedeuten.
Ab heute, dem 5. Januar 2026, können Steuerzahler ihre komplette Steuererklärung an einen zertifizierten Profi von Intuit übergeben. Der Clou: Die Experten setzen erstmals spezielle KI-Tools ein, um Transaktionsdaten von PayPal und Venmo automatisch mit den Nutzerangaben abzugleichen. Dies soll eines der größten Probleme für Freiberufler und Kleinunternehmer lösen.
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Neues Gesetz schafft „Melde-Lücke“
Hintergrund ist das im Juli 2025 in Kraft getretene Gesetz „One Big Beautiful Bill“ (OBBBA). Es hat die Meldeschwelle für Plattformen wie PayPal wieder auf 20.000 US-Dollar bei 200 Transaktionen angehoben. Die IRS, das US-Finanzamt, hatte sie zuvor auf 600 Dollar senken wollen.
Die Rücknahme hat eine Lücke gerissen: Viele erhalten nun keine Steuerbescheinigung (Formular 1099-K), obwohl ihre Einnahmen steuerpflichtig sind. Genau hier setzt TurboTax an. Das System kann Transaktionsverläufe direkt importieren – unabhängig davon, ob eine Bescheinigung ausgestellt wurde.
Doch Vorsicht: Einige Bundesstaaten wie Vermont oder Massachusetts behalten niedrigere Schwellen von teils nur 600 Dollar bei. Das neue TurboTax-System soll diese Unterschiede automatisch erkennen und Nutzer so vor Fehlern bewahren.
KI sortiert Geschäfts- und Privat-Ausgaben
Herzstück des Services ist Intuits eigenes KI-Betriebssystem „GenOS“. Es durchsucht hochgeladene PayPal-Daten oder CSV-Dateien und kategorisiert Transaktionen mit hoher Genauigkeit als „geschäftlich“ oder „privat“. Speditionskosten oder PayPal-Gebühren, die direkt abgezogen werden, identifiziert die KI als potenzielle abzugsfähige Betriebsausgaben.
Für Nutzer von QuickBooks Self-Employed ist der Prozess nahtlos: Die das ganze Jahr über getrackten Ausgaben lassen sich direkt in TurboTax Premium importieren. Der Steuerexperte erhält so sofort ein vollständiges Bild der Finanzen.
Strategischer Schachzug in wachsendem Markt
Der Start ist ein strategischer Move von Intuit. Die Steuerbranche bewegt sich hin zu Hybrid-Modellen aus KI-Effizienz und menschlicher Expertise. Indem TurboTax den mühsamsten Teil der Erklärung – die Aufschlüsselung digitaler Zahlungen – automatisiert, will der Marktführer seine Position verteidigen.
Gleichzeitig ist der Zeitpunkt entscheidend. Die Steuersaison hat heute begonnen. Frühe Einreicher, die oft auf Rückzahlungen hoffen, testen die neuen Systeme als Erste. Die präzise Verarbeitung der PayPal-Daten „am ersten Tag“ gilt als Lackmustest für die Zuverlässigkeit von KI in finanziellen Compliance-Fragen.
Experten-Rat: Digitale Belege früh sammeln
Trotz der neuen Tools raten Steuerprofis, nicht mit dem Sammeln der digitalen Belege zu zögern. Die Frist für die Bundessteuererklärung 2025 bleibt der 15. April 2026. Die Verfügbarkeit der TurboTax-Experten wird bis dahin voraussichtlich knapper.
Ab heute sind die Profis sieben Tage die Woche von 5 bis 21 Uhr PST (Pacific Standard Time) erreichbar, mit verlängerten Stunden zum Fristende. Für Millionen Amerikaner, die auf PayPal-Einnahmen angewiesen sind, soll der Service den Weg durch den regulatorischen Nebel ebnen – und ein mögliches Audit-Risiko in ein streamlined Erlebnis verwandeln.
PS: Selbstständige, die PayPal‑Einnahmen melden müssen, sollten die Einnahmen‑Überschussrechnung korrekt ausfüllen, sonst drohen Nachfragen bei Prüfungen. Der kostenlose EÜR‑Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie als Selbstständiger oder Kleinunternehmer Ihre Einnahmen und Ausgaben richtig erfassen, typische Fehler vermeiden und Steuersparmöglichkeiten nutzen. Er ergänzt digitale Transaktionsdaten ideal, etwa aus PayPal‑Exports, und reduziert Ihr Prüfungsrisiko. Kostenlosen EÜR‑Ratgeber für Selbstständige herunterladen





