Der französische Publisher Ubisoft arbeitet an einer technischen Umstellung, die den Zugriff auf seine Spiele über die Plattform Steam erheblich vereinfachen könnte.
Wie aus aktuellen Berichten und Nutzerentdeckungen hervorgeht, testet das Unternehmen ein System, das den Start von Titeln ohne das bisher obligatorische Öffnen des Ubisoft Connect PC-Launchers ermöglicht. Als erster Titel, bei dem diese neue Funktionalität zum Einsatz kommt, wurde das im Jahr 2024 erschienene „Prince of Persia: The Lost Crown“ identifiziert.
„Ubisoft Connect Services“ soll den Spielstart vereinfachen
Im Zentrum der technologischen Neuerung stehen die sogenannten „Ubisoft Connect Services“. Dabei handelt es sich um eine Systemlösung, die laut Berichten vom 10. September 2026 im Hintergrund agiert.
Anstatt den vollständigen Ubisoft Connect Launcher im Vordergrund zu laden, übernimmt dieser Dienst die notwendigen Online-Funktionen und die Verwaltung von Profildaten direkt während des Spielbetriebs. Ziel der Maßnahme ist laut Unternehmensangaben ein simplerer und schlankerer Startvorgang für Nutzer auf Steam.
Die Entdeckung dieser Änderung geht unter anderem auf einen Beitrag des Nutzers NostalgiaKeeper007 im sozialen Netzwerk Reddit sowie auf offizielle Patch-Notizen zurück.
In einer Notiz auf der Steam-Plattform vom 8. September 2026 wurde bereits angedeutet, dass Ubisoft die Entfernung der Launcher-Pflicht für ausgewählte Titel erprobt. Während der Ubisoft Connect Launcher als eigenständige Applikation bestehen bleibt, wird er für den eigentlichen Spielstart bei den entsprechend aktualisierten Versionen nicht mehr zwingend benötigt.
Erhalt zentraler Plattform-Funktionen trotz Hintergrundbetriebs
Wer seine Ubisoft-Titel über Steam startet, kennt den doppelten Umweg: erst Steam, dann noch der Connect-Launcher. Ubisoft testet laut aktuellen Berichten ein System namens „Ubisoft Connect Services“, das den Spielstart bei ausgewählten Titeln ohne den sichtbaren Launcher ermöglicht — den Anfang macht „Prince of Persia: The Lost Crown“. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen in klaren Schritten, wie Sie prüfen, ob Ihr Titel schon dabei ist, und wie Sie Ihren Startvorgang schlanker aufsetzen. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Trotz des Verzichts auf den sichtbaren Launcher müssen Spieler keine Einbußen bei den gewohnten Diensten hinnehmen. Ubisoft stellt sicher, dass wesentliche Funktionen wie Cross-Play und Cross-Progression auch über das neue System erhalten bleiben. Ebenso werden laut Branchenberichten vom 10. September 2026 Aspekte wie Player Safety, Herausforderungen (Challenges) und Belohnungen (Rewards) weiterhin unterstützt.
Eine grundlegende Voraussetzung bleibt jedoch unverändert: Ein Ubisoft-Account ist für die Nutzung der Spiele weiterhin zwingend erforderlich. Die Anmeldung und Datenverarbeitung erfolgen künftig jedoch integrierter, ohne dass der Nutzer die Steam-Umgebung verlassen oder eine zusätzliche Programmoberfläche bedienen muss. Derzeit ist die Steam-Seite, welche die spezifischen Details zu diesen Änderungen enthält, vorrangig für Besitzer des Spiels einsehbar.
Geplanter Rollout für weitere Titel
Ubisoft plant, das neue System der „Ubisoft Connect Services“ schrittweise auf weitere Titel innerhalb der Steam-Bibliothek auszuweiten. Laut Informationen vom 10. September 2026 soll dieser Rollout sowohl bereits existierende Spiele als auch künftige Neuveröffentlichungen des Publishers umfassen. Ein konkreter Termin für die breite Verfügbarkeit oder eine vollständige Liste der kompatiblen Titel wurde bisher jedoch nicht genannt.
Offen bleibt zudem, inwieweit ältere Titel aus dem Portfolio von der Neuerung profitieren werden. Eine Bestätigung für eine nachträgliche Anpassung des gesamten Back-Katalogs liegt derzeit nicht vor.
Ein Ubisoft-Account bleibt auch beim neuen System Pflicht — doch die Anmeldung läuft künftig integrierter, ohne dass Sie die Steam-Umgebung verlassen oder eine zusätzliche Oberfläche bedienen müssen. Was das konkret für Cross-Play, Cross-Progression und Ihre bestehenden Spielstände bedeutet, ordnen wir in einem kostenlosen Leitfaden ein. Darin finden Sie außerdem eine Checkliste, welche Titel bereits umgestellt sind und welche laut Ubisoft noch folgen sollen. Leitfaden zur Launcher-Umstellung sichern
Die Branche wertet diesen Schritt als Reaktion auf die anhaltende Kritik von Spielern, die den doppelten Einsatz von Launchern beim Kauf von Spielen über Drittanbieter-Plattformen wie Steam häufig als störend empfunden haben.
Mit dem Testlauf bei „Prince of Persia: The Lost Crown“ schafft Ubisoft nun die technische Grundlage für eine nahtlosere Integration seiner Software-Dienste in fremde Ökosysteme.

