Ubuntu 24.04.5 LTS: Linux 7.0 und verstärkte Sicherheit

Canonical bringt Ubuntu 24.04.5 LTS mit optionalem Linux-7.0-Kernel, Sicherheitsverbesserungen, aktualisierten Flavors und vereinfachten Upgrades.

Canonical hat Ubuntu 24.04.5 LTS mit dem Codenamen Noble Numbat veröffentlicht. Es handelt sich um das fünfte und zugleich letzte geplante Point-Release der 24.04-LTS-Serie. Wie omgubuntu.co.uk berichtete, kommt die neue Version mit einem Hardware-Enablement-Stack (HWE) aus Ubuntu 26.04 LTS, der einen Linux-7.0-Kernel sowie Mesa-Grafiktreiber in den Versionen 26.0 und 26.2 umfasst.

Zwei Kernel-Pfade

Der reguläre GA-Kernel von Ubuntu 24.04.5 LTS bleibt laut einem Bericht von thedailytechfeed.com bei Linux 6.8. Der neue Linux-7.0-Kernel steht ausschließlich über den optionalen HWE-Stack zur Verfügung, der vor allem für neuere Hardware gedacht ist. Wie adsecvn.com berichtete, unterstützt Canonicals Livepatch-Dienst den 7.0-HWE-Kernel auf x86-64-Systemen, sodass sicherheitsrelevante Patches ohne Neustart eingespielt werden können.

Der Vorgänger 24.04.4 war im Februar mit Linux 6.17 und Mesa 25.2.8 erschienen. Damit folgt 24.04.5 sechs Monate später auf diesen Release.

Toolchain, Sicherheit und Firmware

Laut linuxcompatible.org basiert das ISO-Image auf einer Toolchain aus GCC 14, Python 3.12, glibc 2.39, Rust 1.75 und systemd v255.4. Zusätzlich werden OpenJDK 21, LLVM 18, Rust 1.76, Golang 1.22 und .NET 8 genannt.

In puncto Sicherheit wurden TLS 1.0 und 1.1 deaktiviert, und 1024-Bit-RSA-Schlüssel für APT-Repositories wurden entfernt – künftig sind 2048-Bit- oder Ed25519-Schlüssel erforderlich. Zudem wurde der Zugriff auf unprivilegierte User-Namespaces über AppArmor weiter eingeschränkt. Die Firmware wurde in herstellerspezifische Pakete aufgeteilt, und der ZFS-Installer ist wieder verfügbar.

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Nach Angaben von helpnetsecurity.com enthält das Point-Release sämtliche Software-Updates und Sicherheitspatches sowie Korrekturen für hochgradige Fehler. Konkrete CVE-Nummern werden in den Release Notes nicht aufgeführt.

Zehn Flavors aktualisiert

Wie 51cto.com berichtete, wurden parallel zehn offizielle Ubuntu-Flavors auf den Stand 24.04.5 gebracht: Kubuntu, Xubuntu, Ubuntu MATE, Ubuntu Studio, Edubuntu, Ubuntu Budgie, Lubuntu, Ubuntu Kylin, Ubuntu Cinnamon und Ubuntu Unity.

Support und Upgrade-Pfade

Die Support-Zeiträume orientieren sich am ursprünglichen Erscheinungsdatum von Ubuntu 24.04: Desktop-, Server-, Cloud- und Core-Varianten werden fünf Jahre lang unterstützt, bis Mai 2029, während für die übrigen Flavors drei Jahre gelten. Über Ubuntu Pro lässt sich der Support per Extended Security Maintenance (ESM) auf bis zu zehn Jahre ausdehnen, ein Legacy-Add-on ermöglicht laut linuxcompatible.org sogar zwölf Jahre.

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Nutzer von Ubuntu 22.04 LTS können laut helpnetsecurity.com kostenlos über den Update Manager auf die neue Version upgraden. Ein offizielles Upgrade auf Ubuntu 26.04 LTS ist erst später im Monat vorgesehen, wie omgubuntu.co.uk berichtete.

Für Neuinstallationen bringt das Release laut tuxmachines.org einen praktischen Vorteil: Da das Installationsmedium bereits alle Updates enthält, entfällt nach der Installation der nachträgliche Download hunderter einzelner Pakete.