Ubuntu 26.04.1 LTS: Canonical gibt Upgrade von Version 24.04 frei

Das neue Ubuntu bringt Kernel 7.0, Wayland als Standard und erweiterte Sicherheitsfunktionen; der Support reicht regulär bis 2031.

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Der Softwarehersteller Canonical hat den offiziellen Upgrade-Pfad für das Betriebssystem Ubuntu freigegeben. Nutzer der Version 24.04 LTS „Noble Numbat“ können ab sofort auf die aktuelle Langzeitunterstützungsversion (LTS) 26.04.1 LTS mit dem Codenamen „Resolute Raccoon“ wechseln.

Die Bereitstellung erfolgt schrittweise über die integrierte Aktualisierungsverwaltung (Update Manager). Alternativ lässt sich der Prozess manuell über den Befehl „sudo do-release-upgrade“ in der Kommandozeile anstoßen.

Die Freischaltung der Upgrade-Route folgt auf die Veröffentlichung des ersten Punkt-Releases 26.04.1, der Ende August bereitgestellt wurde. Während die ursprüngliche Version 26.04 bereits im April 2026 erschien, gilt der erste Punkt-Release traditionell als der Moment, in dem Canonical das Upgrade für bestehende LTS-Installationen als stabil einstuft und automatisiert anbietet.

Technische Neuerungen und Software-Stack

Mit dem Wechsel auf Ubuntu 26.04.1 LTS geht eine signifikante Aktualisierung des Kernsystems einher. Das Betriebssystem basiert nun auf dem Linux-Kernel 7.0, der die bisherige Version 6.8 ablöst. Als Desktop-Umgebung kommt GNOME 50 zum Einsatz.

Eine wesentliche Änderung betrifft die Anzeige-Technologie: Das System setzt standardmäßig ausschließlich auf Wayland. Für ältere Anwendungen, die weiterhin das X11-Protokoll benötigen, wird die Kompatibilitätsschicht XWayland bereitgestellt.

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Im Bereich der Standardanwendungen führt Canonical zahlreiche Neuerungen ein. Das bisherige GNOME Terminal wird durch Ptyxis ersetzt, während Loupe die Bildbetrachtung von Eye of GNOME übernimmt. Für die Dokumentenanzeige kommt künftig Papers statt Evince zum Einsatz.

Die Systemüberwachung erfolgt über Resources anstelle des bisherigen System Monitors, und für die Videowiedergabe ist Showtime zuständig. Unter der Haube arbeiten zudem modernisierte Komponenten wie systemd 259 und der Paketmanager APT 3.

Sicherheit und Hardware-Kompatibilität

Ein Schwerpunkt der neuen Version liegt auf der Sicherheit und der Hardware-Verschlüsselung. Die Unterstützung für TPM-verschlüsselte Festplatten ist nun allgemein verfügbar. Zudem integriert Ubuntu 26.04.1 LTS standardmäßig einen Post-Quanten-Schlüsselaustausch, um die Kommunikation gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputer abzusichern. Dies wird unter anderem durch OpenSSH 10.2p1 mit Post-Quanten-KEX realisiert.

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Für Entwickler und Administratoren bietet das Release aktualisierte Toolchains und Datenbanken. Enthalten sind unter anderem GCC 15.2, Rust 1.93, Python 3.14, LLVM 21, Go 1.25 sowie OpenJDK 25 und .NET 10. Im Datenbankbereich stehen MySQL 8.4 LTS und PostgreSQL 18 zur Verfügung. Die Zeit-Synchronisation übernimmt nun Chrony anstelle von systemd-timesyncd.

Bei der Hardware-Unterstützung gibt es Einschränkungen für ältere Systeme: Die Cloud-Images sind auf den Befehlssatz AMD64v3 optimiert. Dies führt dazu, dass Prozessoren der älteren Generationen wie Ivy Bridge oder Sandy Bridge nicht mehr unterstützt werden.

Langfristige Wartung und Support-Zyklen

Canonical gewährt für Ubuntu 26.04.1 LTS einen umfassenden Wartungszeitraum. Der Standard-Support für die Veröffentlichung ist bis April beziehungsweise Mai 2031 vorgesehen, was einem Zeitraum von fünf Jahren entspricht. Für Unternehmen mit erweitertem Bedarf lässt sich dieser Zeitraum über Ubuntu Pro auf zehn Jahre ausdehnen. Mit einem zusätzlichen Legacy-Add-on besteht die Möglichkeit, die Unterstützung auf insgesamt 15 Jahre zu erweitern.

In den offiziellen Repositories sind zudem aktuelle Versionen von NVIDIA CUDA und AMD ROCm enthalten, was die Nutzung des Systems für rechenintensive Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des Hochleistungsrechnens erleichtert.