Ubuntu 26.04.1 LTS: Upgrade von 24.04 ist jetzt direkt möglich

Der Wechsel auf Ubuntu 26.04.1 LTS ist freigegeben; Server können vorab eine MySQL-Migration und neue CPU-Anforderungen prüfen.

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Canonical hat den direkten Upgrade-Weg von Ubuntu 24.04 LTS auf Ubuntu 26.04.1 LTS freigegeben. Das bereits im August erschienene Point-Release der Long-Term-Support-Version kann damit nun von Nutzern der vorherigen LTS-Ausgabe eingespielt werden.

Die entsprechenden Desktop-Benachrichtigungen über den Update Manager werden schrittweise in den kommenden Tagen ausgerollt, alternativ lässt sich das Upgrade über den Befehl sudo do-release-upgrade anstoßen.

Point-Release als Basis

Ubuntu 26.04.1 LTS bündelt Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates, die seit dem Start von Ubuntu 26.04 im April 2026 aufgelaufen sind. Die Version bringt unter anderem Linux-Kernel 7.0 (zuvor 6.8), GNOME 50 (zuvor GNOME 46) sowie einen Wayland-only-Desktop, bei dem X11-Anwendungen weiterhin über XWayland laufen.

Auch systemd 259, APT 3, OpenSSH 10.2p1, MySQL 8.4 LTS und PostgreSQL 18 sind Teil des Funktionsumfangs. NVIDIA CUDA und AMD ROCm stehen in den regulären Paketquellen bereit, DOCA-OFED lässt sich über ein offizielles PPA nachrüsten.

Gleichzeitig mit dem Ubuntu-Kern-Release sind auch die offiziellen Flavours in Version 26.04.1 LTS erschienen, darunter Kubuntu, Ubuntu Budgie, Lubuntu, Ubuntu Kylin, Ubuntu Studio, Xubuntu, Edubuntu und Ubuntu Cinnamon.

Manuelle Eingriffe bei Server-Upgrades

Anders als bei reinen Desktop-Installationen kann das Upgrade auf Serversystemen zusätzliche manuelle Schritte erfordern. Konkret betroffen sind MySQL-Konten, die noch das veraltete Authentifizierungsverfahren mysql_native_password nutzen: Diese müssen vor oder während des Upgrades migriert werden, damit der Zugriff auf die Datenbank nach dem Wechsel auf MySQL 8.4 LTS erhalten bleibt.

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Zudem setzen Cloud-Images für Ubuntu 26.04 standardmäßig die CPU-Architektur AMD64v3 voraus, wodurch die Unterstützung für ältere Instanzen und Prozessoren entfällt.

Canonical empfiehlt Anwendern generell, vor dem Upgrade ein Backup ihrer Daten anzulegen und die Release Notes zu prüfen, um Inkompatibilitäten mit Drittanbieter-Software und Treibern frühzeitig zu erkennen. Für den flüssigen Betrieb von Ubuntu 26.04 werden mittlerweile 6 GB RAM empfohlen, gegenüber einer unverbindlichen 4-GB-Empfehlung bei Ubuntu 24.04.

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Support-Fristen

Ubuntu 24.04 LTS bleibt bis 2029 unterstützt, mit Ubuntu Pro lässt sich der Zeitraum um weitere fünf Jahre verlängern. Für Ubuntu 26.04 gilt regulär eine Sicherheitswartung von 5 Jahren bis Mai 2031, mit Ubuntu Pro verlängert sich diese auf 10 Jahre, mit Legacy Support auf bis zu 15 Jahre.

Das Upgrade selbst ist kostenlos und lässt sich sowohl über die grafische Update-Verwaltung als auch über die Kommandozeile durchführen. Wer produktive Serverumgebungen betreibt, sollte angesichts der möglichen MySQL-Migration und der geänderten CPU-Anforderungen an die Cloud-Images den Umstieg vorab sorgfältig testen.

Mehr zum Thema bei Caschys Blog: „Ubuntu 26.04.1 LTS und Ubuntu Concept 26.10 Snapdragon Edition stehen zum Download bereit“