Ubuntu 26.10 am 15.10.: Linux 7.2 und Intel-Wildcat-Lake-Boost

Canonical erweitert Ubuntu mit Devpacks, neuer Hardware-Partnerschaft und Sicherheitsupdates. Ubuntu 26.10 soll am 15. Oktober 2026 erscheinen.

Ubuntu verzeichnet einem Bericht zufolge eine zunehmende Verbreitung unter Entwicklern. Als Treiber gelten verbesserte Hardware-Kompatibilität und Fortschritte bei Paketverwaltungssystemen, wie der Anbieter Canonical berichtete. Mehrere technische Neuerungen rund um die aktuelle Ubuntu-Generation untermauern diesen Trend.

Devpacks sollen Entwicklerumgebungen vereinfachen

Mit Ubuntu 26.04 LTS führt Canonical sogenannte Devpacks ein – vorkonfigurierte Entwicklungsumgebungen, die den Einstieg in bestimmte Programmiersprachen und Frameworks erleichtern sollen. Bereits verfügbar ist devpack-for-spring, das Spring, Go und .NET unterstützt.

Auf der Roadmap stehen laut Canonical weitere Devpacks für C/C++, Python, Rust und Conda. Ergänzend fand einen Monat nach dem Erscheinen von Ubuntu 26.04 ein Workshop statt, der sich mit reproduzierbaren, sandboxed Entwicklungsumgebungen befasste, die sich per YAML-Konfiguration und einem einzigen Befehl aufsetzen lassen sollen.

Partnerschaft mit Cix Technology für KI- und Edge-Anwendungen

Auch auf Hardwareseite baut Canonical seine Position aus: Der chinesische Chiphersteller Cix Technology (此芯科技) und Canonical gaben eine strategische Partnerschaft bekannt. Gemeinsam soll auf Basis der Cix-P1-Plattform ein für KI- und Edge-Anwendungen optimiertes Ubuntu-Systemerlebnis entstehen.

Ubuntu 26.10 vor der Tür – mehr Leistung auf neuer Intel-Hardware

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Parallel dazu rückt der nächste reguläre Ubuntu-Release näher: Ubuntu 26.10 soll am 15.10.2026 erscheinen, eine Beta-Version wird für Ende September, konkret zum 24.09.2026, erwartet. Die neue Version bringt Linux 7.2 und Mesa 26.2 mit und soll auf Intels neuer „Wildcat Lake“-Plattform (Intel Core 3) mehr Leistung liefern als Ubuntu 26.04 LTS, das noch auf Linux 7.0 basiert.

Tests mit einem Tagesbuild vom 13.09.2026 auf einem CHUWI UniBook mit Intel-Core-3-304-SoC, 8 GB RAM und 256 GB NVMe-SSD lieferten erste Vergleichswerte, gelten aber ausdrücklich noch nicht als repräsentativ für die finale Version.

Unter dem Codenamen „Stonking Stingray“ will Ubuntu 26.10 zudem einen weiteren Schritt bei der Umstellung der Kern-Systemwerkzeuge auf Rust vollziehen: Mit cp, mv und rm sollen die letzten drei der klassischen GNU-Coreutils-Tools in Rust-Implementierungen ausgeliefert werden.

Sicherheitsupdates und NPU-Unterstützung

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Auf der Sicherheitsseite hat Canonical eine Regression im Zusammenhang mit der Schwachstelle CVE-2026-42533 in nginx erneut behoben – betroffen waren die Versionen nginx 1.28.3 unter Ubuntu 26.04, 1.24.0 unter Ubuntu 24.04 und 1.18.0 unter Ubuntu 22.04. Zudem wurden Rechteausweitungslücken (LPE) in libinput für Ubuntu 24.04 und 26.04 sowie in dracut für Ubuntu 26.04 geschlossen.

Für den Bereich KI-Beschleunigung meldet Intel die offizielle Zertifizierung seines Linux-NPU-Treibers in Version 1.38 für Ubuntu 26.04 LTS mit Kernel 7.0. Der Treiber unterstützt fünf Prozessorgenerationen von Meteor Lake bis Wildcat Lake und arbeitet mit Level Zero v1.32.0, OpenVINO 2026.3.1 sowie dem NPU-Compiler UD2026.38 (Version 8.3.0) zusammen.

Laut Intel traten bei UMD-Tests keine Fehler auf; bei Lunar-, Panther- und Wildcat-Lake-Systemen erreichte der Treiber eine Erfolgsquote von 98 Prozent, bei Meteor- und Arrow-Lake-Systemen von 83 Prozent.