Unisys integriert Security Copilot: KI beschleunigt Bedrohungserkennung

Unisys verknüpft Microsofts Security Copilot mit seiner MDR-Plattform, um Warnmeldungen automatisiert zu bewerten und Sicherheitsvorfälle schneller zu untersuchen.

Das weltweit tätige IT-Dienstleistungsunternehmen Unisys hat die Einbindung von Microsoft Security Copilot in seine Managed Detection and Response (MDR) Lösung bekannt gegeben. Mit diesem Schritt zielt das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen darauf ab, die KI-gestützte Erkennung, Untersuchung und Reaktion auf Cyberbedrohungen innerhalb hybrider IT-Umgebungen maßgeblich zu verbessern.

Die technologische Neuerung sieht eine engmaschige Kombination von Microsoft Defender, Microsoft Sentinel und dem Security Copilot vor. Durch diese Integration schafft Unisys eine zentrale Instanz für die Sichtbarkeit von Sicherheitsereignissen und treibt die Automatisierung in kritischen Bereichen voran.

Dazu gehören insbesondere die Triage von Phishing-Versuchen, die Analyse von Bedrohungsinformationen (Threat Intelligence) sowie die detaillierte Untersuchung von Sicherheitsvorfällen (Incident Investigation).

Automatisierung gegen die Überlastung von Sicherheitsanalysten

Ein zentraler Fokus der erweiterten MDR-Lösung liegt auf der Bekämpfung der sogenannten „Alert Fatigue“. Diese Ermüdungserscheinung bei Sicherheitsexperten entsteht durch eine kontinuierlich hohe Anzahl an Warnmeldungen, die manuell gesichtet werden müssen. Unisys begegnet dieser Herausforderung durch die automatisierte Bewertung und Unterdrückung von Vorfällen, die als risikoarm eingestuft werden.

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Hierbei greift das System auf definierte Vertrauensschwellenwerte (Confidence Thresholds) zurück. Durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben soll die Belastung der Analysten reduziert werden, sodass diese ihre Ressourcen auf komplexe und hochriskante Bedrohungsszenarien konzentrieren können.

Das Unternehmen betont, dass diese Effizienzsteigerung wesentlich dazu beiträgt, die Reaktionsgeschwindigkeit in komplexen hybriden Infrastrukturen aufrechtzuerhalten.

Marktumfeld und technologische Entwicklungen im MSP-Sektor

Die Notwendigkeit für schnellere Reaktionszeiten und automatisierte Prozesse wird auch durch Entwicklungen anderer Marktakteure verdeutlicht. So hat das Unternehmen inforcer eine neue Lösung für Threat Detection and Response (TDR) vorgestellt, die sich speziell an Managed Service Provider (MSP) richtet.

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Nach einer Early-Access-Phase, die im Juni dieses Jahres begann, verzeichnet das Unternehmen bereits die Anbindung von 500.000 Nutzern und die Verarbeitung von 20 Milliarden Protokolldaten.

Das System von inforcer ist darauf ausgelegt, die Zeit bis zur Eindämmung einer Bedrohung auf unter 60 Sekunden zu reduzieren. Ähnlich wie bei Unisys steht auch hier die Integration in das Microsoft-Ökosystem im Vordergrund, wobei Dienste wie Entra ID, Exchange, SharePoint, Teams sowie Defender und Purview unterstützt werden.

Die Relevanz dieser Automatisierungsbestrebungen in der Branche wird durch aktuelle Studien untermauert. Marktforscher von Omdia kamen zu dem Ergebnis, dass 57 % der Organisationen von einer Überlastung durch die schiere Menge an Sicherheitsalarmen berichten.

Die Integration generativer KI-Werkzeuge wie dem Microsoft Security Copilot in bestehende MDR-Strukturen gilt in der Branche daher als notwendiger Schritt, um der zunehmenden Komplexität und Frequenz von Cyberangriffen zu begegnen.