Unitree eröffnet Vorbestellungen für den H2-Humanoiden in Nordamerika. Der Schritt markiert den Übergang von Forschung zur kommerziellen Vermarktung in einem der weltweit größten Robotikmärkte – mit Auswirkungen auch auf europäische Unternehmen.
Aggressive Preisgestaltung und Modelle
Die Preisstruktur ist deutlich aggressiv gestaltet. Die Standardvariante des H2 liegt grob bei 27.500 bis 37.700 Euro, je nach Distributor und Konfiguration. Die fortschrittliche „Edu“-Version für Forschung und Entwicklung startet bei rund 32.000 bis 63.000 Euro und inkludiert Optionen wie SDK-Zugang sowie leistungsstärkere Recheneinheiten.
Eine Anzahlung ist erforderlich; bei einigen Händlern ist sie erstattungsfähig, was Vertrauen in die Lieferung signalisiert. Lieferungen könnten bereits im April 2026 beginnen, so der offizielle Partner Toborlife AI in Mountain View, der Vertrieb, Konfiguration und Support übernimmt. Welche Auswirkungen hat dieser Preisaufschlag für Industriekunden in Deutschland, die nach Automatisierungslösungen suchen?
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Technische Eckdaten im Überblick
Der H2 misst rund 1,8 Meter und kommt auf etwa 70 Kilogramm Gewicht. Mit 31 Freiheitsgraden, darunter eine 3-DoF-Taille und 7-DoF-Arme, bewegt sich der Roboter bemerkenswert flexibel. Leistungsstarke Aktuatoren in den Beinen liefern bis zu 360 N·m Drehmoment. Als Kagierend gilt ein bionischer Kopf mit binokularem Kamera-System zur Tiefenwahrnehmung.
Die Rechenarchitektur basiert auf einem Intel Core i5; in der Edu-Variante lässt sich das System mit leistungsstarken KI-Modulen wie dem NVIDIA Jetson AGX Thor erweitern, das mehr als 2.000 TOPS liefern soll. Der Roboter nutzt Flugzeugaluminium, Titanlegierungen und hochwertige Kunststoffe; der Akku mit 15 Ah soll bis zu drei Stunden Laufzeit ermöglichen. Zur Standardausrüstung gehören Wi‑Fi 6 und Bluetooth 5.2.
Wettbewerb und Marktlage
Der Markt für Humanoide befindet sich in einer entscheidenden Phase. Auf der CES 2026 sorgte der H2 für Aufmerksamkeit, tritt aber in ein Feld mit weiteren ambitionierten Projekten. Tesla plant eine Massenproduktion seines Optimus-Roboters im Frühjahr 2026, während auch Figure AI mit Fortschritten in der KI-gesteuerten Feinmotorik glänzt.
Was macht den H2 hier besonders? Seine hohe Mobilität, die sofortige Verfügbarkeit zur Vorbestellung und der vergleichsweise attraktive Preisrahmen könnten Accelerationspotenzial bieten. Experten beobachten vor allem, wie sich der H2 in Logistik, Industrieautomatisierung, Forschung und Mensch-Roboter-Kollaboration positioniert.
Ausblick und Auswirkungen
Mit den Nordamerika-Vorbestellungen sendet Unitree eine klare Botschaft: Der Roboterarm wird künftig weltweit verfügbar sein. Die breitere Zugänglichkeit könnte ein Ökosystem für Entwicklung und Anwendung schaffen, ähnlich dem, was in europäischen Industriebranchen angestoßen wird. Experten schätzen, dass die Humanoiden-Industrie bis 2050 zu einem mehrjährigen Billionen-Dollar-Meld wachsen könnte. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie schnell erste H2-Einheiten auslieferbar sind und welche praktischen Erfahrungen Nutzer außerhalb von Laboren sammeln.




